Das turbulente Kapitel um Aston Martin nimmt seinen weiteren Verlauf. Während Alonso das neue Auto bei der Premiere immerhin auf den 13. Rang fuhr, flog Teamkollege Stroll mit rauchenden Bremsen ins Kiesbett – Aufhängungsbruch. Und da das Team noch nicht genügende neue Teile hat, musste der Kanadier für den späten Nachmittag Forfait geben. Alonso kam aus den hintersten Regionen (19.) nicht weg, kämpft gegen Schlusslicht Cadillac.
Hamilton träumt vom 8. Titel
Wie im ersten Training setzten sich gleich zu Beginn wieder beide Ferrari und der Red Bull von Verstappen an die Spitze. Vor allem der achtfache Ungarn-Sieger Lewis Hamilton (41) will es hier wissen. Als WM-Zweiter liegt der Brite kurz vor der Sommerpause nur noch 45 Punkte hinter Mercedes-Superstar Antonelli (19). Kann er seinen grossen Traum vom 8. Titel in die Pause mitnehmen?
Hinter Ferrari auf diesem langsamen Kurs seit Wochen erklärter Favorit balgen sich Red Bull, Mercedes und McLaren um die besten Positionen. Nur Antonelli (13.) fehlte offenbar das Morgentraining.
Warten auf Audi-Exploit
Vor allem zwei Teams wollen den vier Grossen in die Suppe spucken: Racing Bulls (mit Alpine punktgleich) und Audi. Die Deutschen kommen immer besser in Fahrt.
Im ersten Training glänzen Bortoleto und Hülkenberg mit den Positionen 6 und 8. Gegen Abend lief es dann für die Hinwiler nicht mehr so flott: 9. Hülkenberg, 11. Bortoleto. Doch für die Qualifikation am Samstag um 16 Uhr darf man auf einen weiteren Exploit hoffen.
Cola-Crash und Macarena-Flügel
Wie im ersten Training blieben die haarigen Szenen fast aus: Am späten Nachmittag verlor Colapinto den Alpine aus der Kontrolle, riss sich den Heckflügel ab. Rote Flagge und Feierabend für den Argentinier.
Dafür gaben die Roten nochmals richtig Gas und verdrängten Norris und Verstappen von den vordersten zwei Positionen. Ferrari war natürlich wieder mit dem Macarena-Heckflügel unterwegs (wie Red Bull). McLaren wartet bis Monza auf die «Wunderwaffe», wo sich der Flap ein halbes Mal um die eigene Achse dreht.