Milliarden werden verpufft
Mittelfeld oder Mülltonne – der tiefe Fall von Aston Martin

Die Formel 1 rast in Budapest mit 70 Runden am Sonntag ab 15 Uhr (live SRFzwei) in die Sommerpause. Eine Truppe steht dabei im Mittelpunkt: Aston Martin-Honda. Tiefer als das frühere Mittelfeldteam kann man nicht fallen. Ungarn als letzte Hoffnung?
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Aston Martin kommt auf keinen grünen Zweig.
Foto: Getty Images

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Fernando Alonso erzielt 2026 nur einen WM-Punkt mit Aston Martin
  • Neues Aston Martin-Auto musste FIA-Crashtest für Homologation bestehen
  • Aston Martin erreichte 2025 noch 89 Punkte und Platz sieben in WM
Roger Benoit aus Budapest

Die magere Ausbeute eines WM-Punktes für den zweifachen Weltmeister von vor 20 Jahren, Fernando Alonso (44), ist dabei noch geschenkt. In Monaco kam Pérez mit dem Cadillac auf den 10. Platz, kassierte aber für eine Startboxübertretung beim Restart zehn Sekunden! So ist nur noch der US-Neueinsteiger 2026 punktlos. Wie Stroll (Aston Martin) und Hülkenberg (Audi).

Schau bitte genau hin

Der kurze Blick auf das Top-Ten-Resultat beim McLaren-Doppelsieg vom Ungarn-GP des letzten Jahres verblüfft: 5. Alonso (Aston Martin-Mercedes), 6. Bortoleto (Sauber), 7. Stroll (Aston Martin-Mercedes), 9. Verstappen (Red Bull-Honda), 10. Antonelli (Mercedes).

Die 16 Punkte waren das letzte zweistellige Ergebnis für die «Grünen», die damals noch mit Mercedes-Power unterwegs waren. Dann kam die grosse Motorenrevolution, die man hauptsächlich Audi und Honda verdankt. Also ausgerechnet jenen zwei Herstellern, die jetzt (noch) am meisten Probleme haben.

Neuer Crashtest für Aston Martin

Ab Freitag steht hier, 15 Kilometer ausserhalb der ungarischen Hauptstadt, ein neuer Aston Martin in den Garagen mit jetzt einem gigantischen Boxen- und Fahrerlager-Areal.

«Das Auto ist so neu, dass wir sogar bei der FIA nochmals einen Crashtest für die Homologation machen mussten», verriet Einsatzleiter Mick Krack. «Bis jetzt hatten wir Glück, dass uns die Medien so gut wie möglich schonten!»

Newey muss vor die Presse

Diese Schonzeit ist jetzt für das von Milliardär Lawrence Stroll (67) kontrollierte Imperium vorbei. Und es könnte das Ende der grossen Zeit von Aero-Guru Adrian Newey (67) sein. Das Genie hatte nach 20 Jahren Red Bull in Milton Keynes verlassen und war dem Millionen-Ruf des Geldes ins nahe gelegene Silverstone gefolgt.

Ab Freitag steht Neweys Ruf auf dem Spiel. Der Brite muss am Freitag hier zur offiziellen Medienkonferenz!

Hat Honda etwas im Köcher?

Honda, das viele Probleme auf sich nehmen muss, verspricht beim ersten Rennen nach der Sommerpause (Zandvoort am 23. August) ein neues Aggregat aus Japan zu bringen.

Die Fans von Aston Martin, die sich 2025 noch über den siebten WM-Platz und 89 Punkte freuen konnten, drücken die Daumen. Wenn nach Ungarn und Zandvoort das grüne Monster nicht endlich einige Rivalen schluckt, ist es im Dschungel der Formel 1 zum Abschuss freigegeben. Oder ab in die Mülltonne.

Argentinien gegen Spanien

Die FIA bringt am Donnerstag etwas WM-Nostalgie im Fussball auf die Polstersitze bei der Pressekonferenz. Eingeladen: der Argentinier Franco Colapinto (Alpine) sowie die beiden Spanier Alonso (Aston Martin) und Sainz (Williams).

In der WM auf vier Rädern hat Argentinien klar die Nase vorne, die beiden Iberer sitzen momentan in den zwei schwächsten Autos im Zirkus.

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