Mercedes vorne – aber Hamilton lauert
Heisse Qualifikation: Russell 0,038 vor Antonelli

Wer holt die achte Pole-Position 2026? Wird Mercedes bei der Zeitenjagd ab 16 Uhr (TV live) erstmals geschlagen? Das dritte Training bei fast angenehmen 33 Grad liess die Frage noch offen, auch wenn beide Mercedes vorne liegen.
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Die Bestzeit beim dritten freien Training in Österreich fährt George Russell.
Foto: Lukas Gorys
Roger Benoit, Spielberg

WM-Leader Kimi Antonelli (19), der beide Trainings am Freitag dominiert hatte, strebt im Mercedes-Duell gegen George Russell (28) die 5:3-Führung bei der Pole-Jagd an. 

60 Grad im Cockpit

Die Hitze wird hier auf über 700 Meter Höhe eine entscheidende Rolle spielen. Die von der FIA vorgeschriebene Kühlweste stösst nicht überall auf Zustimmung.

Viele vertrauen auf eigene Konstruktionen, die Kühllöcher im Helm und vor allem auf die Trinkflaschen im Cockpit. Wenn da plötzlich kein Wasser mehr kommt, wird das Leiden zur Tortur. Bei über 60 Grad im Cockpit. Normal verlieren die Fahrer hier auf den 71 Runden bis zu vier Kilo Körpergewicht.

Hamilton ist weiter voll da

Das letzte Training vor der Qualifikation sah Antonelli und Verstappen (die 2025 in Spielberg nach drei Kurven zusammen ausschieden) die ersten 20 Minuten an den Boxen.

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Danach brauchte Antonelli genau eine Zeitrunde, um wieder klar (0,4 Sekunden) die Spitze zu übernehmen. Vor Teamkollege Russell, dem offenbar etwas erwachten Leclerc und Verstappen. Erst zehn Minuten vor dem Ende meldete sich Spanien-Sieger Hamilton bei Antonelli in der ersten Reihe – 0,077 Sekunden zurück. Bis Russell in der letzten Minute noch beide überholte.

Audi jagen Top-Ten-Finale

Für die beiden Audi von Hülkenberg (0,008 schneller als Bortoleto) geht es im Herzen des Mittelfeldes (Positionen 12 und 13) darum, mindestens den zweiten Teil der Qualifikation zu erreichen.

Das Top-Ten-Finale würde am Sonntag auf den 71 Runden vielleicht sogar die Türe zu endlich weiteren WM-Punkten öffnen. Wir erinnern uns an das letzte Sauber-Doppel-Paket 2025 hier in der Steiermark: 8. Bortoleto, 9. Hülkenberg.

Kiesbett stoppt die Piloten

Da vor drei Jahren fast 100 Strafen wegen des Verlassens der Rennstrecke in den Kurven 1, 3, 9 und 19 von der FIA ausgesprochen worden sind, wurde der Asphalt mit Kiesbett-Bändern verziert. 

Und schon sind die Fahrer mit den Track Limits vorsichtiger geworden. Es gibt zwar immer noch Strafen (Rundenzeit gestrichen), aber die Sünderliste ist überschaubar geworden. 

Cadillac und Aston Martin gesetzt

Es wäre eine Überraschung, wenn im ersten Teil der Zeitenjagd nicht beide Aston Martin-Honda und beide Cadillacs scheitern würden. Die Amerikaner mit Pérez und Bottas haben den «Grünen» von Milliardär Lawrence Stroll schon den Rang abgelaufen. 

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