Mercedes-Star ohne Schwächen?
Antonelli gibt weiter den Ton an – gutes Audi-Duo

Die Formel 1 ist zurück aus der Sommerpause – und wird im einzigen Training vor dem GP Holland zunächst vom Regen begrüsst. Auf der abtrocknenden Strecke zeigt Audi dann eine gute Teamleistung.
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Kimi Antonelli ist im ersten Training von Zandvoort der Schnellste.
Foto: Lukas Gorys

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Antonelli führt im nassen Training, Audi beeindruckt mit Hülkenberg auf Platz 7
  • Verstappen verlängert bis 2030 bei Red Bull – 71 Siege bisher
  • Antonelli erhält Monza-Strafe: Zehn Plätze zurück wegen fünftem Motor
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Roger BenoitFormel-1-Experte

Der Regen hat auch die Nordsee erreicht. Zum einzigen Training am Sprint-Wochenende erwartete die Formel 1 zuerst eine nasse Piste. Nach 60 Minuten lag WM-Leader Antonelli vor Weltmeister Norris. Und Audi zeigte eine gute Teamleistung.

Denn in den letzten Minuten wurde das Feld durcheinander gespült. Dabei sorgte auch das Audi-Duo auf dem 4,259 km langen Kurs für Aufsehen: 7. Hülkenberg, 9. Bortoleto.

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Max: «Red Bull oder Rücktritt»

Die Vertragsverlängerung von Max Verstappen bis Ende 2030 war am Donnerstag natürlich weltweit der Knaller.

Jetzt sagte der Holländer (71 Siege, vier WM-Titel): «Am Ende gab es nur noch eine Frage: Rücktritt oder Verlängerung mit Red Bull. Ein Teamwechsel kommt für mich nicht mehr in Frage!» Platz elf dürfte ihm im letzten Holland-Training nicht gefallen. Aber eine halbe Sekunde vor Hadjar-Ersatz Liam Lawson.

Antonelli in Monza mit Strafe

Die klaren Worte beenden jetzt die jahrelangen Gerüchte über einen möglichen Wechsel zu Mercedes. Dort will man mit dem ewigen Träumer Russell und WM-Leader Antonelli (wird am nächsten Dienstag 20 Jahre alt) glücklich werden.

Doch vor dem Heimrennen des neuen Italo-Helden aus Bologna und seinem Wohnsitz in San Marino gibt es eine schlechte Nachricht: Antonelli muss am 6. September in Monza mindestens zehn Startplätze zurück. Man hat sich entschieden, dem sechsfachen Saisonsieger einen fünften Motor einbauen zu lassen. Vier sind erlaubt. Ob noch andere Teile dazukommen, wird man nach Zandvoort entscheiden.

Der vorletzte Sprint 2026

Die einzigen 60 Trainingsminuten vor der Sprint-Qualifikation am Freitag um 16.30 Uhr wurden durch die abtrocknende Piste in den Dünen behindert.

Das ist eben das Handicap bei einem Sprint-Weekend – das letzte gibt es dann beim GP von Brasilien in Sao Paulo. 2027 sollen es dann nicht mehr sechs, sondern mindestens zehn Sprintrennen werden.

Das sind die Sprint-Sieger

Die bisherigen Sprintsieger 2026: In China siegte Russell vor Leclerc und Hamilton. In Miami lag Norris vor Piastri und Leclerc vorne. In Kanada gewann Russell vor Norris und Antonelli. In Silverstone feierte Antonelli seinen ersten Sprint-Triumph vor Hamilton und Norris.

Der Rekordsieger nach bisher 28 Sprints bleibt Verstappen mit 13 Erfolgen. Sauber (oder jetzt Audi) schaffte nur einmal den Sprung in die ersten acht Punkteplätze: Bottas Siebter in Imola 2022.

Droht Hadjar lange Pause?

Nach 15 Minuten kamen die Fahrer bis auf fünf Sekunden an die letztjährigen Zeiten heran. Und Antonelli lag vorne. Bei Red Bull fühlte sich Hadjar-Ersatz Lawson einigermassen wohl. Für ihn sass Tsunoda im Racing Bull. Der Japaner wurde beim Griechenland-Urlaub angefragt.

Wann Hadjar mit einer gebrochenen Hand zurückkehrt, ist noch nicht bekannt. Monza ist wohl ein zu optimistisches Ziel. Der Ausfallgrund (zu hartes Schlagen gegen einen Sandsack beim Box-Training) wurde nicht dementiert.

Titelduell und guter Bortoleto

Bei Halbzeit lagen die beiden heissesten Titelanwärter vorne: Hamilton, der im Ferrari den 8. WM-Titel anstrebt, und Antonelli (0,010 zurück), der die Fans mit einem unerwarteten Dreher faszinierte. «Was ist da passiert?», fragte Kimi seine Boxencrew.

Weiter positiv dabei: Bortoleto im Audi. Er ist mit bisher zehn Punkten und vier elften Plätzen (!) die klare Zukunft. Am Ende lag Hülkenberg aber vor ihm. Der Mann mit 260 Rennen sagte: «Ich würde am liebsten meine Karriere bei Audi beenden.»

Honda machte Hausaufgaben

Am meisten im Mittelpunkt stand natürlich der grüne Aston-Martin-Honda. Die Japaner haben endlich einen neuen Motor eingebaut. Und schon können Alonso (bisher einen Punkt in Monaco) und Stroll mit Mittelfeld mithalten.

Am Ende tummeln sich weiter die Cadillacs (trotz eines neuen Teamchefs) und auch die beiden Williams warten nach ihrer Vertragsverlängerung auf bessere Zeiten. Auch Haas-Ferrari (seit fünf Rennen ohne Zähler) kommt kaum mehr in die Gänge.

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