Darum gehts
- Audi erlebt 2026 in der Formel 1 ein weiteres Debakel
- Hülkenberg schied nach 29 Runden aus, Auto machte keinen Wank
- Trotz 500 zusätzlichen Mitarbeitern bleibt der Antriebsstrang das Hauptproblem
Der Renngott hat die Audi-Truppe erneut bös im Stich gelassen. Das war ein sehr schmerzhafter siebter Auftritt in der Formel 1.
Djokovic brachte kein Glück
So kommt der Neuling 2026 kaum mehr aus dem untersten Tabellenkeller. Zum Glück liefern Cadillac-Ferrari und Aston Martin-Honda noch schlimmere Resultate ab.
Bei Audi, wo man als Ehrengast Tennis-Superstar Djokovic eingeladen hatte, werden die Mienen immer düsterer. Selbst der gute neunte Startplatz von Hülkenberg endete in einem Debakel.
Plötzlich war das Auto tot
Beim zweiten Boxenhalt nach 29 Runden machte der Audi plötzlich keinen Wank mehr. Der Deutsche, vor einem Jahr hier mit dem Sauber noch Fünfter, musste aus dem Cockpit klettern und seine ersten WM-Punkte in dieser Saison erneut vergessen. Das Team lieferte später einen seltsamen Grund: Aufgewirbelte Kieselstein von Lawson flogen in die Front des Audis. Und als offenabr deswegen offenbar der Feuerlöscher losging, durfte man gar nicht mehr fahren.
Die wurden erneut beim letztjährigen Schlusslicht Alpine (jetzt mit Mercedes-Power) gefeiert: 7. Gasly, 8. Colapinto. Und auch Racing Bulls jubelte wieder: 9. Lawson, 10. Lindblad.
Bortoleto: Elfter wie in Monaco
Für Hülkenbergs Teamkollegen Gabriel Bortoleto (21) endete ein Tag zum Vergessen (Startprobleme und Karambolage mit Ocon) am Ende – wie in Monaco – auf dem fast wundersamen 11. Platz.
Fehlten vor einer Woche noch 0,8 Sekunden auf den letzten Punkterang (Alonso), so hatte der Brasilianer in Barcelona diesmal als Elfter eine Runde Rückstand auf Lindblad.
Mehr Leute, weniger Erfolg
Bortoleto profitierte in der hektischen Schlussphase vor allem von den späten Ausfällen von Antonelli und Leclerc.
Es wird jetzt interessant sein, wie sich Audi für das nächste Rennen am 28. Juni in Spielberg vorbereitet. Eins ist jetzt schon klar: Auch mit über 500 Mitarbeitern mehr als zu Saubers Zeiten kann man nicht hexen. Und das grosse Problem bleibt der zu schwache Antriebsstrang aus Neuburg bei Ingolstadt.