Darum gehts
- Toto Wolff stand am 7. Juni in Monaco auf dem Podest
- Eigentlich sollte der Daimler-CEO teilnehmen, doch Wolff sprang kurzfristig ein
- Bei 124 Siegen seit 2014 gab es 74 verschiedene Teamvertreter
Erinnert ihr euch an den letzten Sonntag, als in Monaco plötzlich Mercedes-Chef Toto Wolff (54) als vierter Mann neben Sieger Antonelli, Hamilton und Hadjar (jetzt durch Gasly abgelöst) auf dem Podest auftauchte?
Oft erscheint auf dem Treppchen oben ein «Unbekannter» als Vertreter des Siegerteams. Ein Mechaniker, ein Ingenieur, der Küchenchef – aber sehr selten der Teamchef.
Warum also feierte Wolff den Monaco-Sieg seines fast schon unbezahlbaren Diamanten in der Weltöffentlichkeit?
Vorgesehen war der CEO von Daimler-Benz, der Schwede Ola Källenius (57). Doch der musste plötzlich weg – und Wolff sprang in die Lücke. «Eigentlich sollte ein Teamchef nicht mit einem Piloten auf das Podest. Es sieht dann für den Teamkollegen so aus, als ob man den anderen Piloten bevorzugen würde!»
Die Blick-Reporterlegende Roger Benoit kennt die Formel 1 wie kaum ein anderer. Im neuen Buch «Formel Wahnsinn» schaut er zurück auf über 825 Grand Prix und sein verrücktes Leben. Dabei verrät er einzigartige Anekdoten, unglaubliche Skandale und tragische Geschichten.
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Eine psychologisch nachvollziehbare Einstellung. Trotzdem stieg Wolff bei den 124 Siegen seit 2014 zweimal auf das Podest: Jeweils bei den WM-Triumphen von Lewis Hamilton in Abu Dhabi 2014 und in Istanbul 2020. Da konnte sich der Teamkollege (Rosberg oder eben Bottas) nicht beschweren.
Der britische Mercedes-Kommunikationschef Bradley Lord (46, seit 2026 Vize-Teamchef) führt über den vierten Mann auf dem Podest eine genaue Statistik.
Bei den 124 Siegen der neuen Hybrid-Ära tauchten 74 verschiedene Personen bei der Siegeszeremonie auf. Für Toto Wolff ist klar: «Das nächste Mal muss schon wieder etwas Besonderes passiert sein, damit ich aufs Podest gehe. Die Fahrer sind da in allen Beziehungen sehr sensibel. Und eine Teilnahme bei der Siegerehrung soll auch ein Dank an einen verdienstvollen Mitarbeiter sein!» Auch wenn der vierte Mann für die Millionen TV-Zuschauer meist ein «Unbekannter» ist.