Darum gehts
- Lewis Hamilton ist mit 9 Siegen und 14 Podesten der König von Silverstone
- Unter seinem erstarkten Teamkollegen leidet Charles Leclerc
- Letztes Jahr hat Nico Hülkenberg seine Podestpremiere gefeiert
Das ist besser als die Gesamtbilanz seines aktuellen Teamkollegen Charles Leclerc (28) nach 179 Rennen: Acht Siege, aber immerhin 57-mal auf dem Podest. Der Monegasse leidet nach einem guten WM-Start jetzt brutal unter dem plötzlich erstarkten Superstar neben sich.
Hamilton führt, Leclerc 11.
In Europa steht Leclerc nach drei Rennen (Monaco, Spanien, Österreich) mit nur vier Punkten an 11. Stelle zusammen mit Albon (Williams). Und wer führt? Es ist der König von England mit unerwarteten 53 Punkten. Vor Russell (43), Antonelli (40), Piastri (32), Verstappen (30), Hadjar (28) und Norris sowie Gasly (je 21).
Selbst das Racing Bulls-Duo Lawson (14) und Lindblad (9) steht besser da als Leclerc. Und das nervt den Mann, der sich für weitere zwei Jahre an Ferrari verkaufte. Glaubt er immer noch an sein grosses Ziel – den WM-Titel?
Bortoleto schneller als Hülkenberg
Viele Fahrer sind am Teamkollegen zerbrochen, sehen überall Geister und interne Benachteiligungen. Nicht viele Piloten gestehen sich ein, dass der Partner eben schneller, besser und kampffreudiger ist.
Das gilt bei Audi langsam, aber sicher auch für Nico Hülkenberg (38). Der Brasilianer Gabriel Bortoleto (21) hat in den gemeinsamen Jahren bei Sauber und jetzt Audi schnell gelernt. Und im Gegensatz zum Deutschen hört man vom Brasilianer (dreimal Elfter in Serie) auch mal klare Worte: «Wir haben schon einige Punkte nicht geholt, weil wir aus dem Heck nicht die nötige Leistung bekommen!»
Sauber überholt Ferrari…
Zum Klassiker auf dem ehemaligen Kriegsflugplatz von Silverstone (Sonntag, 15 Uhr, TV live) kommt aber Hülkenberg als der Held. Vor einem Jahr, am 6. Juli, holte sich «Hülk» dort seinen ersten Podestplatz nach 238 Versuchen. Es war der erste nach über zwölf Jahren (Japan 2012, Dritter Kobayashi) für das Sauber-Team.
Beim chaotischen Wetterrennen musste am Ende ein gewisser Lewis Hamilton im Ferrari den Hülk-Boliden aus Hinwil (mit Ferrari-Power) auf der Geraden kampflos vorbeilassen. Und verpasste so als Vierter sein 15. Podest in Silverstone! Und 2026? Hamilton: «Wenn ich die englischen Fans sehe, brauche ich keine extra Motivation mehr!»