Vor einem Jahr haben hier Bortoleto und Hülkenberg mit dem Sauber sechs WM-Punkte geholt: 8. Bortoleto, 9. Hülkenberg.
Podest-Premiere von Hülk
Ein Jahr später reisen die beiden überrundeten Piloten mit den Positionen 11 und 12 zum nächsten Rennen nach Silverstone. Dort, wo vor einem Jahr Hülkenberg mit dem Hinwiler Auto und seinem ersten Podestplatz die Fachwelt geschockt hatte: Dritter Rang nach 238 Rennen!
Jetzt müssen der Brasilianer und der Deutsche den Hitzeauftritt in der Steiermark schnell vergessen. Bortoleto fehlten 11,2 Sekunden auf den letzten WM-Punkt. Hülkenberg raste 8,1 Sekunden hinter seinem Teamkollegen über die Ziellinie.
Reifen entscheiden Rennen
Endlich wurde bei Audi unter dem schottischen Teamchef McNish, der bisher nur durch wochenlange Schönrederei auffiel, gepokert. Bortoleto startete (neben Sainz) als Einziger auf dem weichen Gummi und wechselte dann auf Medium und Hart.
Hülkenberg fuhr bis zum zweiten Stopp zweimal auf Medium, um dann sein Glück auf Hart zu versuchen. Im Ziel hatte er noch 0,7 Sekunden Vorsprung auf den Alpine-Mercedes-Star Gasly (schon 41 Punkte).
Wann kommt Audi aus dem Tief?
Es waren die Reifen, die den GP von Österreich entschieden haben. Audi war gut dabei, aber die anderen fünf Teams waren eben besser. So einfach ist manchmal die Analyse.
So müssen die Fans jetzt hoffen, dass am nächsten Sonntag in England das magere Punktekonto (2) endlich erhöht wird. Der neunte WM-Rang ist für die ehrgeizige Audi-Truppe wahrlich kein Aushängeschild.