Mercedes schliesst Transfer-Laden
Verstappen sitzt in der Red-Bull-Falle!

Da können seine Gegner noch so lange protestieren: Max Verstappen (28) hat in Spielberg gezeigt, dass er weiterhin die Nummer 1 unter den Fahrern ist. Und trotzdem bringt ihn nur ein Wunder in den Titelkampf zurück.
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Max Verstappen lässt beim Heim-GP die Muskeln spielen und muss sich nur Mercedes-Pilot George Russell geschlagen geben.
Foto: Getty Images
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Roger BenoitFormel-1-Experte

«Ich hatte erstmals in dieser Saison das Gefühl, dass ich in einem Red Bull sitze, mit dem ich gewinnen kann. Leider hat dann in den letzten Runden das Heck nicht mitgespielt», analysierte der vierfache Weltmeister Verstappen seinen zweiten Platz – 1,6 Sekunden hinter Russell (Mercedes). Und 0,3 vor Antonelli.

Wo wäre es besser?

Nach den nächsten drei Rennen (Silverstone, Spa, Budapest) muss sich Super-Max erstmals entscheiden, wohin seine Formel-1-Wege führen. Die Entscheidung wird Verstappen eher leichtfallen. Er wird seinen «ewigen» Bullen-Vertrag bis Ende 2028 auch 2027 erfüllen.

Der einfache Grund: Die drei Alternativen sind kein Grund für einen Wechsel. Ja, der Branchenleader Mercedes hat den Laden dichtgemacht. WM-Leader Antonelli ist noch Jahre an die Silberpfeile gebunden, und Russell bekam von Chef Toto Wolff (54) schon das Versprechen auf eine Vertragsverlängerung.

Wolff will es ruhiger…

Mit Verstappen würde das momentane Erfolgs-Gebäude bei Mercedes wackeln. Erstens müsste man finanziell tief in die Taschen greifen – und zweitens würde Antonelli dem Holländer mehr Probleme bereiten, als diesem lieb ist. Zudem würde Wolff bei diesem Giganten-Duell ein neues Nervenkostüm brauchen.

Never Change a Winning Team. Das gilt also auch für Mercedes. Zudem könnte Wolff dem Superstar nie die gleichen Bedingungen und Freiheiten offerieren, wie es Red Bull seit Jahren tut.

Die nötigen Freiheiten

Diese Privilegien sind auch der Grund, warum McLaren-Mercedes und Ferrari für Verstappen keine attraktiven Alternativen wären. Neben den momentan fehlenden Resultaten.

Im Duell mit dem aktuellen Weltmeister Norris (McLaren) oder Leclerc (der kürzlich bei Ferrari verlängerte) hätte Verstappen keine grossen Probleme auf der Strecke! Also bleibt nur Red Bull als Ziel, wenn Max im GP-Zirkus weitermachen will.

Hadjar kann Max fordern

Beim Dosen-Team tut man Tag und Nacht alles dafür, damit sich Verstappen im und neben dem Cockpit wohl fühlt. Und mit dem Franzosen Isack Hadjar (21, mit algerischen Wurzeln) hat Max endlich einen Teamkollegen, der ihn fordern kann.

Wenigstens diese ewigen Piloten-Experimente kann Red Bull abschalten. Die Frage bleibt: Können die neuen Updates von Spielberg Verstappen weiter auf der Erfolgsspur halten? Seine zwei bisherigen Podestplätze (3. in Kanada, 2. in Österreich) machen noch keinen gefährlichen Titeljäger. Oder 98 Punkte Rückstand auf Antonelli sind wohl auch für den Magier aus Holland eine zu schwere Hypothek.

Russell im Sprint-Vorteil

Am Samstag steigt in Silverstone bereits das vierte Sprintrennen nach Shanghai, Miami und Montreal. Da kann Russell (40 Punkte hinter Antonelli) weiter Boden gut machen.

Zwei Sprints hat der Brite 2026 schon gewonnen. Dazu kommt ein vierter Platz in Miami. Macht 21 Punkte. Antonelli kam nur auf 13 Zähler und Verstappen (13-facher Sprintsieger) auf fast lumpige sechs Punkte.

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