Darum gehts
- Nach Malaysia dominiert Software-Chaos die Formel 1.
- Fünf Ferrari-Autos blieben vor dem Start liegen.
- In Singapur drohen Regen und weitere Sauber-Probleme.
Am Äquator änderte sich seit der GP-Premiere 2008 nicht viel. Die Temperaturen tanzen stets um die 30 Grad rum – und in dieser Jahreszeit mit einer sehr hohen Luftfeuchtigkeit soll und wird es mindestens einmal pro Tag regnen.
Nennen wir es lieber schütten.
Fünf Ferrari-Autos blieben liegen
Mit dieser düsteren Prognose ist der Zirkus aus dem 350 Kilometer entfernten Kuala Lumpur in eine der schönsten Städte der Welt angereist. Grosses Thema immer noch der 100-minütige Chaos-Auftritt der Formel 1 vor dem Start.
In der ersten Formationsrunde blieben plötzlich fünf der sechs Ferrari-Autos liegen (Hamilton, Ocon, Pérez, Bottas und Bearman). Zufall? Nun, diese Autos luden sich mit ferner Hilfe aus den Boxen selbst wieder auf. Die Frage war nur, durften sie beim Start dann auch wieder auf ihre aktuellen Startpositionen? Da machte die FIA mit einer plötzlichen roten Flagge fast allen Diskussionen ein Ende.
Zirkus hat Unwort des Jahres
Beim nassen Start kam dann Pole-Mann Verstappen überhaupt nicht weg – und schon lagen beide Mercedes vorne. Das Software-Theater ging also weiter. «Wir haben längst die DNA des Sports verloren», klagte selbst der spätere Sieger Verstappen.
Wenn die FIA vor jedem Rennen den Teams die neue Software mit der PU (Power Unit) liefert (aber diese noch nie im Regen testete), bleibt am Ende der Mann im Cockpit von der Kommandobrücke abhängig. «Vollgas ist ihr täglich Brot» zählt schon lange nicht mehr. «Energie-Management» ist in der Formel 1 bereits das Unwort des Jahres.
Und wenn mein Kollege, Technik-Freak Christian Menath, bei «motorsport-magazin.com» in einem Video 21 Minuten lang versucht, den Software-Fall von Malaysia zu erklären, dann einfach nur: Gute Nacht.
2025 siegte Russell vor Verstappen
Und dunkel wird es hier an der Marina Bay an den drei GP-Tagen sicher. Singapur ist und bleibt das spektakulärste Nachtrennen im Kalender. Vor einem Jahr siegte Malaysia-Pechvogel George Russell (Mercedes) aus der Pole-Position auch im Rennen.
Die Premiere auf dem engen Kurs: Alle 20 Fahrer kamen heil ins Ziel. Das Sauber-Duo? 17. Bortoleto, 20. Hülkenberg. Überrundet. Kommen beide am Sonntag ab 14 Uhr MEZ (TV live) im leider immer noch brustschwachen Audi endlich einmal ohne Zwischenfälle durch?