Formel-1-Leader im Interview
Antonelli verrät, welcher Kniff hinter seinen Super-Starts steckt

Zwölf Tage nach seinem 20. Geburtstag fährt Mercedes-Supertalent Kimi Antonelli seinen Heim-GP in Monza. Dazwischen besuchte er die Schweiz – und redete exklusiv mit Blick.
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Interview in Schaffhausen: F1-Pilot Kimi Antonelli (l.) trifft Blick mit Reporterlegende Roger Benoit am Rande seines Besuchs bei Mercedes-Sponsor IWC.
Foto: BENJAMIN SOLAND

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Kimi Antonelli feiert 20. Geburtstag und startet in Monza mit Grid-Strafe
  • MotoGP-Fahrer Marco Bezzecchi war Gast, beeindruckende Narben vom Rennfahren
  • Nur 3 WM-Punkte 2025 in Europa, darunter 2 in Monza geholt

Blick: Der WM-Leader ist kein Teenager mehr! Sie hatten letzte Woche Geburtstag, reisen als 20-Jähriger zum grossen Heimrennen in Monza. Haben Sie ein Geschenk bekommen, das man nicht kaufen kann?
Kimi Antonelli:
Eine gute Familie, wie ich sie habe, ist immer ein unbezahlbares Geschenk. Aber ich muss auch die Formel 1 nennen. Dass ich wie von mir immer erträumt in die Königsklasse einsteigen konnte, ist eines der grössten Geschenke, die man nicht kaufen kann. Natürlich steckt viel Arbeit dahinter. Doch es braucht auch etwas Glück, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein. 

Haben Sie noch Freunde ausserhalb des Rennsports?
Ich habe noch einige Freunde aus der Schulzeit. Wir hängen nach fast jedem GP-Wochenende gemeinsam ab. Das ist mir sehr wichtig. Es hilft, den Kopf nach einem Rennen freizubekommen. Wir waren in der Sommerpause auch alle zusammen in den Ferien. 

Kimi Antonelli persönlich

Andrea Kimi Antonelli wurde am 25. August 2006 in Bologna geboren. Mit sieben sass er im Kart, 2020 und 2021 wurde er Kart-Europameister. Dann fuhr er in verschiedenen Formel-4-Meisterschaften mit. 2024 ging es direkt in die Formel 2: Gesamtsechster, Meister wurde Gabriel Bortoleto, jetzt bei Audi. Den Führerschein machte Antonelli in seiner Wahl-Heimat San Marino: «Deshalb darf ich jedes Auto fahren, das ich will. Ich muss mich auch nicht an das spezielle Tempolimit in Italien halten.» Die ersten drei Füherscheinjahre gelten 100 km/h als Regel. Kimi: «Egal, für mich ist die Autobahn keine Piste.» Und der Name? Hat nichts mit Kimi Räikkönen zu tun. Ein Bekannter der Familie befand in seiner Kindheit, Kimi würde sich doch gut als Mittelname machen.

Andrea Kimi Antonelli wurde am 25. August 2006 in Bologna geboren. Mit sieben sass er im Kart, 2020 und 2021 wurde er Kart-Europameister. Dann fuhr er in verschiedenen Formel-4-Meisterschaften mit. 2024 ging es direkt in die Formel 2: Gesamtsechster, Meister wurde Gabriel Bortoleto, jetzt bei Audi. Den Führerschein machte Antonelli in seiner Wahl-Heimat San Marino: «Deshalb darf ich jedes Auto fahren, das ich will. Ich muss mich auch nicht an das spezielle Tempolimit in Italien halten.» Die ersten drei Füherscheinjahre gelten 100 km/h als Regel. Kimi: «Egal, für mich ist die Autobahn keine Piste.» Und der Name? Hat nichts mit Kimi Räikkönen zu tun. Ein Bekannter der Familie befand in seiner Kindheit, Kimi würde sich doch gut als Mittelname machen.

In dieser Clique sind Ihre Siege und der mögliche WM-Titel kein Thema?
Natürlich kommt ab und zu auch der Rennsport zur Sprache. Aber wirklich nur minimal. Das ist auch gut so. Wir reden über das Leben. Einfach über normale Dinge, die uns alle beschäftigen.

Welche anderen Sportarten ausser Formel 1 interessieren Sie?
Ich mag Basketball, die MotoGP und Tennis. 

Kennen Sie Ihren erfolgreichen Landsmann Jannik Sinner persönlich?
Ja, ein super Typ und ein unglaublicher Sportler. Ich habe ihn letztes Jahr in Turin spielen sehen. Ich darf ihn einen Freund nennen, ein Privileg. Vielleicht kommt er nach Monza.

Waren Sie auch schon bei einem Töff-GP?
Ich war dieses Jahr in Mugello dabei. Die MotoGP-Kerle sind verrückt. Sie sind 370 km/h gefahren, das war neuer Rekord. Auf zwei Rädern! Mein Respekt ist riesig. 

Sie selber rasen ja bald in Monza auch in diesem Tempo.
Wir sind auf den Geraden nicht ganz so schnell. In der Formel 1 ist der Kurvenspeed am beeindruckendsten. Und wir haben immerhin vier Räder. Wenn du dir vorstellst, was bei der MotoGP alles auf zwei Rädern passieren könnte. Marco Bezzecchi (MotoGP-Titelanwärter, d. Red.) war Gast an meinem Geburtstag, seine Narben sind beeindruckend. Diese Jungs stürzen, lassen sich operieren und fahren am nächsten Wochenende wieder. Verrückt. 

Zurück zu den Autos. Ihre Starts sind viel besser geworden. Was ist Ihr Geheimnis?
Wir haben sehr viel Arbeit reingesteckt, um konstanter zu starten. Wir haben zum Beispiel die Form des Kupplungshebels etwas verändert und ich habe meine Handposition am Lenkrad adaptiert. Aber es gibt immer noch Raum für Verbesserungen. 

Erinnern Sie sich noch, wie viele WM-Punkte Sie letztes Jahr in Europa holten?
Ich glaube, drei.

Zwei Punkte in Monza und einer in …
… ja, wo war das nochmals? Budapest! Das war ziemlich schlecht. Aber dieses Jahr ist es deutlich besser. Es gab etwas Gerede dieses Jahr, bevor es nach Europa ging, ob es für mich wieder so läuft. Es ist gut, dass wir diese Stimmen zum Verstummen bringen konnten. Aber es kommen noch viele Rennen, in und ausserhalb Europas. 

Wegen Ihres Grid-Penaltys müssen Sie aber von hinten starten.
Das ist in Monza okay, man kann gut überholen.

Wir treffen Sie hier bei IWC in Schaffhausen. Welchen Eindruck haben Sie vom Betrieb im kleinen Schweizer Städtchen gewonnen?
Es war ein grossartiger Tag hier. Ich habe einen faszinierenden Blick hinter die Kulissen erhalten, wie eigentlich eine Uhr gebaut wird. In vielerlei Hinsicht wird ebenso akribisch wie in der Formel 1 gearbeitet. Es gibt auch hier nur minimalen Raum für Fehler. Das ist sehr beeindruckend. Und natürlich war es auch sehr nett, von IWC zum Geburtstag eine tolle Uhr geschenkt zu kriegen (lacht).

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