Der junge Brasilianer will beim umstrittenen GP Spanien (die Anlagen um den Stadtkurs in der Nähe des Flugplatzes Barajas sind noch nicht fertig, 19 rote Flaggen bei einem Formel-3-Test) zum vierten Mal 2026 punkten.
Tsunodas Auto stand schräg
Oder jagt er bereits den fünften Auftritt in den Top Ten? Ein Berufungsgericht könnte Bortoletos 11. Rang in Monza – sieben Sekunden hinter Tsunoda (Racing Bulls) – noch um eine Position verbessern.
Audi glaubt, dass die FIA-Kommissare den Japaner Tsunoda beim Neustart hätten bestrafen müssen. Yuki hatte seine Startposition verwechselt – erst in letzter Sekunde war er auf dem richtigen Platz, aber etwas schräg. Für den Rennleiter Grund genug, den Start abzubrechen und das Feld nochmals auf eine Einführungsrunde zu schicken.
War zweiter Neustart nötig?
Die FIA nahm die neue Einführungsrunde offenbar auf die eigene Kappe – und sprach Tsunoda über zwei Stunden nach dem Rennen frei. Normalerweise müsste ein Fahrer, der einen Neustart provoziert, nach der Einführung in die Boxengasse abbiegen.
Audi will jetzt, dass Tsunoda nachträglich mit einer Zehn-Sekundenstrafe belegt wird. So würden Bortoleto und Hülkenberg auf die Plätze 10 und 11 vorrücken.
Fünfmal 0,1 km/h zu schnell
Dass kaum mehr ein Team ohne Protest oder was auch immer ein Urteil akzeptiert, zeigte der Monaco-Fall 2026. Da spukte offenbar der Boxen-Tempomat und hatte fünf Piloten mit 0,1 km/h zu schnell auf dem Radar – ein Monaco-Theater ohne Ende.
Da man den Fehler erst später bemerkte und Gasly, der zweimal in die Falle tappte, am Ende die zehn Sekunden dazuzählte (Hamilton, Russell und Piastri konnten während des Rennens die Strafe absitzen), fiel er vom dritten auf den siebten Platz.
Fünf Tage danach änderte die FIA das Resultat – und setzte Gasly (für Hadjar) aufs Podest! Jetzt gingen McLaren und Red Bull in Berufung – und am Donnerstag vor Monza war Hadjar wieder Dritter und Gasly Siebter. Mit einem Urteil über 26 Seiten!
Zu viele langsame Urteile
Solche Gerichtstheater sollten in Zukunft die Formel 1 nicht mehr begleiten. Genau wie die Tatsache, dass GP-Resultate oft erst nach drei oder mehr Stunden «offiziell» werden.
Da muss ein Milliardensport andere Mittel einsetzen – und Unfälle während des Rennens (im VAR-Stil) sofort beurteilen. Und nicht die Fahrer 90 Minuten nach dem Rennen zu den Rennkommissaren bitten. Fall Audi? Alles möglich.