Historischer Antonelli-Sieg
Monza sieht den neuen Weltmeister – wann greift Wolff durch?

Das grösste Vorbild für den klaren WM-Leader Kimi Antonelli (20) hat im Himmel lange applaudiert: Ayrton Senna! Hunderte von Millionen TV-Fans sahen aus Monza weltweit eine Show, die in die Geschichte eingeht. Wie der Antonelli-Sieg vom 19. Startplatz!
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Kimi Antonelli schreibt in Monza Geschichte.
Foto: Lukas Gorys

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Ferrari-Heimspiel in Monza endet dramatisch: Leclerc crasht, rote Träume zerplatzen
  • Mercedes dominiert mit 122 Punkten Vorsprung, Antonelli gewinnt siebten Saisonsieg
  • Erster italienischer Monza-Sieg seit 60 Jahren, Scarfiotti 1966 letzter Gewinner
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Roger BenoitFormel-1-Experte

Ein Überholmanöver jagte vor 135'000 Zuschauern das andere. Der Jo-Jo-Effekt war natürlich dem Energie-Management geschuldet. Wer seine Batterie laden musste, wurde sofort geschluckt. Und kaum hatte der Vordermann eine Position gewonnen, musste er sie wieder abtreten. Weil er selbst die Batterie laden musste.

Egal. Die Zuschauer flippten aus. Die meisten von ihnen brauchten im bumsvollen Autodromo ein gutes Rennen. Denn nach drei Minuten platzten alle roten Träume: Leclerc flog – wie 2020 – mit dem Ferrari am Ende der zweiten Runde in der Parabolica in die Reifenmauer. Fahrfehler. Massenweise Tränen auf den Tribünen.

Hamilton vergeigte wohl letzte Titelchance

Was für ein schrecklicher Auftakt beim Heimspiel der Vasseur-Truppe. Aber es kam noch schlimmer. Hamilton vergeigte wohl die letzte Titelchance mit einem harmlosen sechsten Platz und einer falschen Reifenwahl.

Der Brite war wieder einmal richtig angefressen, denn Sekunden nach dem Start berührten sich Leclerc und Hamilton, der sich darauf am Ausgang der Schikane sogar leicht drehte!

Leclerc fliegt bei Heimrennen ab
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In der zweiten Runde:Leclerc fliegt bei Heimrennen ab

Für Schönredner Vasseur wird die rote Luft dünner: Er hat seine beiden Fahrer einfach nicht im Griff. So können die Italiener beide WM-Titel schon nach 13 Rennen begraben.

Zieht Wolff die Reissleine?

Mercedes mit 122 Punkten Vorsprung wird nach dem 63. Doppelsieg beide Kronen nach Hause fahren. Zu überlegen sind die Silberpfeile – und zu chaotisch der Gegner. Ja, die Ferraris müssen aufpassen, dass sie nicht noch von McLaren abgefangen werden.

Bei Mercedes muss der nervlich labile Chef Toto Wolff (54) jetzt endgültig die Reissleine ziehen. Auch am Sonntag gingen die Zweikämpfe Russell gegen Antonelli erneut ohne Berührung über die Runden. Glück gehabt.

Doch der Wiener kann und muss nach dem siebten Saisonsieg des schnelleren Fahrers endlich reagieren: «Ich hatte in Monza den Finger schon am Knopf». Die internen Duelle sind unnötig, weil sie nur Nerven kosten. Antonelli hat jetzt 66 Punkte Vorsprung auf Russell und 76 auf Hamilton.

Der beste Pilot der Gegenwart

Russell zur ungemütlichen Lage: «Ich denke nicht an die WM. Ich denke nur von Rennen zu Rennen.» Was soll der Brite auch anderes sagen? Er spürt, dass der WM-Zug schon abgefahren ist.

Denn Antonelli hat nach seiner Motorenstrafe bei seinem Heimrennen bewiesen, dass er momentan neben Max Verstappen, der klarer Dritter wurde, der beste Pilot der Gegenwart ist. Nach einer Runde war er 14. Nach zwei Runden schon 12. – und nach 17 Runden ging der Italiener in Führung.

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Die geschockten Ferrari-Fans mussten dem «Erzfeind» aus Bologna zujubeln. Denn es sind bereits 60 Jahre vergangen, seit ein Italiener hier in Monza gewonnen hat. Der Mann, der 1966 Formel-1-Geschichte schrieb, hiess Ludovico Scarfiotti. Er gewann hier seinen einzigen Grand Prix. Der Mann aus Turin verunglückte dann mit nur 34 Jahren bei einem deutschen Bergrennen (Rossfeld) mit einem Porsche tödlich.

Er wird wohl ewig ein Italo-Held bleiben. Denn Antonelli weiss, woher er kommt und wo er noch jahrelang bleibt – bei Mercedes. Und was denkt er öffentlich über den grossen Punkte-Vorsprung: «Wir wissen doch alle, wie schnell sich die Dinge ändern können!» Damit hat er auch das Abitur in Diplomatie glänzend bestanden.

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