Italien im Schock – Fans, Medien und Hamilton sauer
Antonelli macht Ferrari lächerlich

Kimi Antonelli (20), in Italien bereits in den Superstar-Olymp von Alberto Tomba und Valentino Rossi erhoben, war beim GP Italien aus der 19. Position eigentlich nur auf Schadenbegrenzung im Titelkampf aus.
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Der GP von Monza beginnt für Ferrari denkbar schlecht, als Leclerc (h.) in der Schikane Hamilton abdrängt.
Foto: Lukas Gorys

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Ferrari enttäuscht in Monza 2026 mit Fehlern und Chaos nach 15 Sekunden
  • Leclercs Fahrfehler und verpasste Boxenstrategie bringen Mercedes entscheidende Vorteile
  • Antonelli triumphiert mit 13-Sekunden-Vorsprung, Ferrari ohne WM-Titel seit 2008
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Roger BenoitFormel-1-Experte

Die Sportwelt wurde am Sonntag Zeuge einer Aufholjagd mit 29 Überholmanövern. Und der Vergrösserung von Antonellis Vorsprung gegenüber dem Briten-Trio Russell, Hamilton und Norris. Auf den Tribünen wurden viele Ferrari-Flaggen eingezogen und nur noch die Italo-Fahne geschwenkt. Für die erneut enttäuschende Vorstellung von Ferrari gab es nur Pfiffe.

Wann reagiert der Ferrari-Präsident?

Die Medien sprachen von Desaster, Chaos, Skandal, Enttäuschung – und kritisierten auch Teamchef Fred Vasseur. Im Fussball wäre langsam der Job des Franzosen in Gefahr. Mit welchen Gedanken wohl der oberste Ferrari-Chef John Elkann (50) am Sonntag aus Monza abgereist ist?

Bei Ferrari sind nur noch Durchhalteparolen zu hören. Der neue Motor war fast ein Flop – und der schnelle Parabolica-Crash von Leclerc ein Fahrfehler. Auch wenn Vasseur in der Medienmitteilung sagt: «Charles lag neben Piastri im Duell.» Besser hinschauen: Der Monegasse flog auf dem grünen Streifen allein weg.

Ferrari-Chaos nach 15 Sekunden

Leclerc (nur neun Siege trotz 27 Pole-Positionen in 185 Rennen) hatte schon nach wenigen Sekunden am Ausgang der ersten Kurve Teamkollege Hamilton behindert und rausgedrängt. Der Brite (noch diplomatisch): «Wir müssen endlich ein Team werden!»

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Seit einigen Rennen kritisiert der siebenfache Weltmeister auch die Strategie bei Ferrari: «Wir machen zu viele Fehler – und verschenken mit unnötigen Duellen auch wertvolle Punkte. Da ist uns Mercedes leider überlegen.»

Der goldene Boxenstopp

Ferrari kann den ersten WM-Titel seit 2008 (Team) erneut vergessen. Der fehlende Aufschwung und die vielen Fehler spielen dem übermächtigen Gegner Mercedes in die Karten.

Die Entscheidung fiel in der virtuellen Safety-Car-Phase nach 28 Runden. Antonelli (Medium) und Verstappen (Hart) nutzten die Chance für einen fast geschenkten Boxenstopp. Ferrari verpasste es, Hamilton reinzuholen. Mercedes liess Russell aus pokertechnischen Gründen auf der Strecke. Was ihn wohl den Sieg kostete.

Antonelli: «Podest zugetraut»

So konnte Antonelli seine Triumphfahrt beginnen. Verstappen, der einmal auch in Führung lag, konnte nur Platz drei retten: «Wir haben bei Red Bull einfach noch nicht die gleiche Motorenleistung.»

Im Ziel lachte Antonelli: «Platz drei bis fünf hätte ich mir zugetraut. Aber den Sieg? Wenigstens werde ich Monza 2026 nie mehr vergessen.»

Watson (80) behält Weltrekord

Den Weltrekord für einen Triumph vom schlechtesten Startplatz behält John Watson seit Long Beach 1983. Damals siegte der inzwischen 80-jährige Nordire 28 Sekunden vor McLaren-Ford-Teamkollege Niki Lauda. Das Duo war von den Startplätzen 22 und 23 losgefahren! In jenem historischen Rennen ohne Regen oder Chaos wurde der Baselbieter Marc Surer auf Arrows-Ford Fünfter.

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