Am GP-Wochenende der Formel 1
Schweizer Rennfahrerin (16) fährt in Silverstone aufs Podest

Talent Chiara Bättig aus Wettswil am Albis ZH sorgt am britischen Formel-1-Grand-Prix in Silverstone für Aufsehen: In der F1 Academy holt sie als Wildcard-Fahrerin die Pole-Position und landet auf dem Podest.
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Mit der Wildcard aufs F1-Academy-Podest: Chiara Bättig (l.) steigt in Silverstone mit den beiden Titelanwärterinnen Alisha Palmowski (M.) und der von Audi geförderten Österreicherin Anna Felbermayr (r.) aufs Treppchen.
Foto: Screenshot F1 Academy

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Chiara Bättig wird Zweite im Hauptrennen der F1 Academy in Silverstone
  • Jüngste Polesitterin und erste Wildcard-Fahrerin mit Podestplatz
  • Das Rennen gewinnt Gesamtleaderin Alisha Palmowski (19) aus Grossbritannien
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Matthias DubachLeiter Reporter-Pool Blick Sport

Eine Schweizerin steht in Silverstone am Tag des britischen Formel-1-Grand-Prix auf dem Podest – was ist da los? Chiara Bättig (16) fährt in einer der Rahmenserien auf den zweiten Rang. Inklusive Besuch auf dem Podest der «Grossen», auf dem am Nachmittag dann die F1-Stars ihren Champagner verspritzen.

Es ist die Frauen-Nachwuchsmeisterschaft «F1 Academy», in der die Zürcher Rennfahrerin aus dem Nachwuchskader von F1-Team Red Bull Racing mit einer Wildcard startet. Normalerweise fährt das Schweizer Talent in der britischen Formel-4-Meisterschaft mit. Und weil eben auch die F1 Academy mit Formel-4-Boliden um die Wette fährt, ist Bättig in der Heimat ihres Hitech-Rennstalls mit einer Wildcard für einmal auch in der Frauen-Liga dabei. 

Bättig schreibt Geschichte in der Frauen-Liga

Und wie: Bättig holt auf Anhieb die Pole-Position und macht sich zur jüngsten Polesitterin in der F1 Academy. Und zur ersten, die als Wildcard die Pole und einen Podestplatz holt. Den Sieg vergibt sie im Hauptrennen am Sonntag direkt am Start, als die Gesamtführende Alisha Palmowski (Gb, 19) an ihr vorbeizieht und bis ins Ziel vorne bleibt.

Im Samstagsrennen hingegen bedeutet die Pole-Position nur Startplatz 8 – nach dem «Reverse Grid»-Modus starten die ersten Acht für mehr Spannung in umgekehrter Reihenfolge. Bättig landet nach einem mageren Start und einer kleinen Aufholjagd am Ende wieder auf dem achten Rang, auf dem sie losgefahren ist. In beiden Rennen fährt sie die zweitschnellste Rennrunde. 

Bättigs Auftritt führt aber auch einmal mehr vor Augen: Das sportliche Niveau der F1 Academy ist mit Ausnahme der Titelanwärterinnen überschaubar. Die Inszenierung der Frauen-Serie, vor allem auf Social Media, als Teil der Formel 1 und in den Farben der grossen F1-Teams und namhaften Sponsoren ist gewaltig. 

Bättig will mehr als Podestplätze in der F1 Academy

Doch die Wahrheit ist eben auch: Der Marketinggedanke fährt immer mit. Die richtig talentierten Frauen fahren dann doch eher in den regulären Nachwuchsmeisterschaften mit. Auch Bättig fährt auf Geheiss von Red Bull in der hochklassigen britischen F4-Meisterschaft gegen junge Männer.

Das ist ganz in ihrem Sinn – und das ist auch der Grund, warum Bättig auf dem Silverstone-Podest nicht gerade vor Freude ausflippt. Ihre Träume im Rennsport sind grösser, als in einer geschlossenen Frauen-Gesellschaft um Siege zu fahren.

Doch ob sie, wie vom Livestream-Kommentator vermutet, 2027 doch als Stammfahrerin in der F1 Academy auftaucht? Das hängt ganz davon ab, wie sie Ende Saison 2026 von den knallharten Red-Bull-Bossen bewertet wird und wie ihr Weg im Bullen-Nachwuchs weiter gehen wird.

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