Büne Huber macht Eishockey-Nati heiss
1:04
Vor Sieg gegen Finnland:Büne Huber macht Eishockey-Nati heiss

Schluss mit dem Schweden-Joch
Jetzt heisst es: einfach zuschlagen!

Pleitenserien und schmerzhafte Niederlagen à gogo: Die Schweden sind der Stachel im Fleisch der Nati. Die Vorzeichen sprechen für eine Trendwende, die Nati hat es drauf.
Kommentieren
1/10
Finnland geschlagen: Die Nati hat auch Schweden auf dem Kasten.
Foto: imago/All Over Press Finland

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Schweiz trifft 2026 auf Schweden: Gegner diesmal nicht übermächtig
  • Schweden gewann nach jedem WM-K.-o.-Sieg gegen Schweiz Gold
  • Supertalent Ivar Stenberg: Möglicher Nr.-1-Draftpick mit 18 Jahren
RMS_Portrait_AUTOR_504.JPG
Dino KesslerLeiter Eishockey-Ressort

Alexander der Grosse löste der Sage nach den Gordischen Knoten mit dem einfachsten aller Mittel: Er zog das Schwert, ein Hieb genügte. Keine Fingerübungen, keine Trickserei und keine Schlaumeierei – nackte Gewalt. Das lässt sich irgendwie wunderbar auf das Schweden-Problem der Nati übertragen. Nicht zu viel überlegen, einfach zuschlagen. Natürlich nur im übertragenen Sinn, die Gewalt soll im Spiel ja nur in Form von physischer Präsenz dargestellt werden. 

Nach Siegen gegen die Schweiz fast immer Gold

Günstiger waren die Vorzeichen für einen Sieg gegen Schweden noch nie. Aber erst mal darf die epische Niederlagenserie aufgearbeitet werden. Wie ächzen wir doch seit Jahren unter ihrem Joch. Abgesehen von den vielen Niederlagen und Pleitenserien in Testspielen finden sich in den Geschichtsbüchern von Weltmeisterschaften auch etliche Entscheidungen in Knockout-Spielen: 1992 eine Niederlage im Halbfinal von Prag, 1998 zwei Niederlagen in den Halbfinal-Playoffs in Zürich, 2005 in Wien eine Pleite im Viertelfinal, 2013 die erste Finalniederlage, 2018 die zweite, bisher schmerzhafteste, diesmal erst im Penaltyschiessen. Dazwischen eine Viertelfinal-Pleite 2017 in Paris.

Mit Ausnahme von 2005 holten sich die Schweden nach jedem Sieg in einem K.o.-Spiel gegen die Schweiz Gold. 2013 hatte die Schweiz das Vorrundenspiel gewonnen, danach rüsteten die Schweden für den Ernstfall auf und liessen die Sedin-Zwillinge per Luftpost kommen. 2018 hatte Kevin Fiala in der Verlängerung den Gold-Puck auf dem Stock, scheiterte aber irgendwie noch an Anders Nilsson, damals Torhüter der Vancouver Canucks in der NHL.

Schweden 2026: Kein übermächtiger Gegner

Aber jetzt ist Schluss mit diesem Firlefanz. Der Knoten wird gelöst. Der Dämon Schweden kann besiegt werden. Diese Schweden sind kein übermächtiger Gegner. Und Nico Hischier hat nach der Vorrunde die richtigen Worte gewählt: «Egal wer kommt, wir machen unser Spiel.» Alexander der Grosse hätte es nicht besser sagen können.

Die Nationalmannschaft hat schon gegen Finnland demonstriert, wie man Widerstand leistet, wenn der Gegner die Waschmaschine anwirft. Der Schleudergang konnte verhindert werden, in der Abwehrzone eingeschnürt ja, durchgeschüttelt nein. Die Schweden haben starke Individualisten im Aufgebot, dazu ein paar unberechenbare Supertalente wie Ivar Stenberg (18), Viggo Björck (18), Anton Frondell (19) oder Jack Berglund (20). Stenberg ist ein möglicher Nr.-1-Draftpick, Björck trotz fehlenden Gardemassen (177 Zentimeter) ein Versprechen für die NHL, Frondell hat in Chicago bereits NHL-Luft geschnuppert, Berglund wurde von den Philadelphia Flyers vorerst noch in Schweden parkiert.

Die Nati kann das schaffen – und mehr. Büne Huber singt, Marco Odermatt läutet die Glocke, das Volk steht wie ein Mann hinter der Mannschaft. Und die hat einen Lauf wie noch nie. Nur noch diesen Knoten lösen. Die haben das drauf.

Eishockey-WM 2026 Gruppe A
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Schweiz
Schweiz
7
32
21
2
Finnland
Finnland
7
20
18
3
Lettland
Lettland
7
7
12
4
USA
USA
7
4
11
5
Deutschland
Deutschland
7
1
10
6
Österreich
Österreich
7
-12
9
7
Ungarn
Ungarn
7
-24
3
8
Großbritannien
Großbritannien
7
-28
0
Playoffs
Abstieg
Gruppe B
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Kanada
Kanada
7
20
20
2
Norwegen
Norwegen
7
11
15
3
Tschechische Republik
Tschechische Republik
7
2
13
4
Schweden
Schweden
7
11
12
5
Slowakei
Slowakei
7
2
11
6
Dänemark
Dänemark
7
-11
6
7
Slowenien
Slowenien
7
-12
6
8
Italien
Italien
7
-23
1
Playoffs
Abstieg
In diesem Artikel erwähnt
Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen