Darum gehts
- Andres Ambühl in Zürich in die IIHF Hall of Fame aufgenommen
- Der Hockey-Verband macht beim Davoser eine Ausnahme
- Acht neue Mitglieder geehrt, darunter drei Schweizer
Niklas Kronwall, Patrice Bergeron, Andres Ambühl, Florence Schelling und Ralph Krueger. Die Torhüterin, die Spieler sowie der einstige Nati-Trainer haben seit Sonntagmorgen eine Gemeinsamkeit: Sie sind die neuesten Mitglieder der IIHF Hall of Fame.
So, wie es der Hockeyverband immer macht, nimmt er auch an diesem WM-Finaltag wieder neue Persönlichkeiten des Sports in die Ruhmeshalle auf.
Im Kongresshaus in Zürich, noch einige Stunden bevor die letzten vier Nationen um Bronze und später um Gold spielen, nehmen Ambühl, Schelling, Krueger und Co. ihre Auszeichnungen entgegen. Dem Wirbelwind aus Davos wird dabei eine ganz besondere Ehre zuteil. Üblicherweise müssen Athleten nach ihrem Rücktritt eine Frist von zwei Jahren absitzen, bevor sie in die Hall of Fame aufgenommen werden können. Für Ambühl macht der Hockeyverband aber eine Ausnahme.
Eine Ausnahme für den Davoser
Denn die Schlittschuhe des Davosers hängen erst seit einem Jahr am Nagel. Doch die aussergewöhnlichen Leistungen des Nati-Stars bewegen die IIHF dazu, ein Auge zuzudrücken. So wird der bescheidene Bündner Hockeyspieler zusammen mit NHL-Grössen wie Patrice Bergeron, Niklas Kronwall und Thomas Vanek aufgenommen.
Bei seiner Dankesrede wird klar, Ambühl mag das Rampenlicht nicht. So beginnt er auf der Bühne schmunzelnd mit: «Ich fühle mich noch immer unwohl hier oben».
Dabei richtet er diese Aussage an den Moderator der Zeremonie, der zuvor dem Publikum mitteilte, dass man Ambühl zwingen müsse, vor einer Menschenmenge zu reden. So verliert der Davoser im Rampenlicht kaum ein Wort über sich selbst und stellt klar, dass seine Karriere ohne sein Umfeld nicht möglich gewesen wäre. Dabei bedankt er sich besonders bei seiner Frau, die bei seinen WM-Auftritten zu den gemeinsamen Kindern schaute: «Während ich nach den Saisons bis zu fünf Wochen weg war, hat sie immer dafür gesorgt, dass unser Business zu Hause weiterläuft.»
«Gebt Gas und geniesst es»
Nach der Zeremonie fragt Blick die neuesten Schweizer Mitglieder der Hall of Fame, was sie den Spielern vor dem Final mitteilen würden, wenn sie in der Garderobe wären: «Gas geben, geniessen, so weitermachen wie bisher und nicht zu viel überlegen», gibt Andres Ambühl der Nati mit. Der ehemaligen Nati-Torhüterin Florence Schelling fällt direkt keine motivierende Ansage ein.
Sie betont aber, wie sehr ihr die bisherigen Garderoben-Gäste gefallen haben: «Dazu habe ich mir ernsthaft noch nie Gedanken gemacht. Ich dachte aber bei jedem Video, das ich gesehen habe: Das sind die perfekten Leute.» Dabei spricht sie die Aufnahmen aus der Nati-Garderobe an, die zeigen, wie prominente Gäste die Startaufstellung der Schweizer bekanntgeben.
Ambühl zurückhaltend, Schelling und Krueger sicher
Auch für den ehemaligen Nati-Headcoach steht der Spass im Vordergrund: «Geniess es, einfach geniessen. Die Angewohnheiten, die sind drin. Die Spieler wissen, was sie zu tun haben», sagt Ralph Krueger gegenüber Blick. Über den Ausgang des Finals meint der Kanadier: «Ein-Tor-Spiel für die Schweiz». Auch Florence Schelling ist davon überzeugt, dass die Schweizer gewinnen werden. Ambühl wagt es hingegen nicht, einen Tipp abzugeben.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | Schweiz | 7 | 32 | 21 | |
2 | Finnland | 7 | 20 | 18 | |
3 | Lettland | 7 | 7 | 12 | |
4 | USA | 7 | 4 | 11 | |
5 | Deutschland | 7 | 1 | 10 | |
6 | Österreich | 7 | -12 | 9 | |
7 | Ungarn | 7 | -24 | 3 | |
8 | Großbritannien | 7 | -28 | 0 |
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | Kanada | 7 | 20 | 20 | |
2 | Norwegen | 7 | 11 | 15 | |
3 | Tschechische Republik | 7 | 2 | 13 | |
4 | Schweden | 7 | 11 | 12 | |
5 | Slowakei | 7 | 2 | 11 | |
6 | Dänemark | 7 | -11 | 6 | |
7 | Slowenien | 7 | -12 | 6 | |
8 | Italien | 7 | -23 | 1 |