«Barkov ist ein Spieler, der Zeit kaufen kann»
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Finnlands NHL-Star überzeugt:«Barkov ist ein Spieler, der Zeit kaufen kann»

Frischester Spieler der WM
Dieser NHL-Star will uns die Gold-Party versauen

In der Vorrunde geschlagen, im Final die letzte Hürde vor dem grossen Ziel: Finnland. Die haben Aleksander Barkov und noch mehr zu bieten. Der Elchtest für Titel-Aspiranten.
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Jubel gegen die Schweiz: Captain Barkov und Verteidiger Heinola.
Foto: Getty Images

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • NHL-Star Barkov ist der grosse Star der Finnen
  • Er verpasste die ganze Saison wegen einer schweren Knieverletzung
  • Finnland kann daneben auf viele andere Top-Spieler setzen
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Dino KesslerLeiter Eishockey-Ressort

Am letzten Dienstag jagten uns die Finnen einen gehörigen Schrecken ein, als sie die Schweizer Abwehr im zweiten Abschnitt innerhalb von 150 Sekunden zweimal mit präzisen Kombinationen aus den Angeln hoben. Ein Elchtest, den die Mannschaft besteht, weil sie den angriffslustigen Gegner danach mindestens in den Griff bekommt. 

Auch nach dem 2:2 halten uns die Finnen mit Puckstafetten und Positionswechseln auf Trab – aber sie bekommen keine Löcher mehr in die Schweizer Abwehr.

Selbst die erste Angriffsreihe mit dem überragenden Aleksander Barkov (Florida Panthers), Mikael Granlund (Anaheim Ducks) und Konsta Helenius (Buffalo Sabres) kann in Schach gehalten werden, weil man den Raum vor dem eigenen Tor mit kontrollierter Aggressivität zum Sperrgebiet erklärt. Von längeren Puckbesitzphasen ist dieser kombinationsfeste Gegner nicht abzuhalten, dafür ist die Qualität der Finnen zu hoch und die Barkov-Linie zu oft auf dem Eis.

NHL-Saison verpasst – Barkov frisch wie ein Frühlingshühnchen

Barkov ist zudem frisch wie ein Frühlingshühnchen, der frischeste Spieler des Turniers, er hat die NHL-Saison (und Olympia) wegen einer schweren Knieverletzung verpasst und kann in Zürich aus dem Vollen schöpfen. Nicht gut für die Gegner. Barkov ist ein Gesamtpaket, das keine Wünsche offenlässt.

Seine Trophäensammlung umfasst neben zwei Stanley Cups mit Florida auch individuelle Auszeichnungen wie die Selke Trophy für den besten Defensiv-Stürmer der Liga (2021, 2024, 2025). Barkov ein Defensiv-Stürmer? Keine Spur. Vielmehr ein grandioses Offensiv-Talent mit defensivem Gewissen, Raffinesse, Mobilität, Spielwitz und der Fähigkeit, im Verkehr auf engstem Raum die Scheibe zu kontrollieren und zu verteilen. Bei seinen Toren gegen die Schweiz löst er sich von den Gegenspielern und steht zuletzt allein vor dem Tor, beim 2:2 wartet er mit dem Abschluss so lange zu, bis er den Puck am ausgestreckten Berra vorbei ins Tor schieben kann. 

Starke Männer, starkes Kollektiv

Wer Finnland schlagen will, muss die Barkov-Linie auf Sparflamme kochen lassen, dann lässt sich der Schaden begrenzen. Mit elf Feldspielern aus der NHL, diversen Stars aus der National League (zum Beispiel Sakari Manninen, Jesse Puljujärvi, Hannes Björninen oder Mikko Lehtonen) ist der vierfache Weltmeister (1995, 2011, 2019, 2022) und Olympiasieger (2022) allerdings zu gut aufgestellt, um auf eine Sturmreihe reduziert zu werden.

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Auch der Kollektiv-Gedanke, der im finnischen Spiel seit jeher gepflegt wird, spricht gegen diese Theorie. In der Abwehr stellen die beiden NHL-Goalies Justus Annunen (Nashville), Joonas Korpisalo (Boston) und die fünf starken NHL-Verteidiger Olli Määttä (Calgary), Henri Jokiharju (Boston), Nikolas Matinpalo (Ottawa), Ville Heinola (Winnipeg) und Urho Vaakanainen (NY Rangers) das defensive Fundament, in der Vorrunde lässt sich dies an den zweitwenigsten Gegentoren (11) hinter der Schweiz (7) ablesen. 

Edelmetall – auch ohne Barkov

Die Finnen stehen im Final, weil sie Kanada ausschalten konnten. Das ist ein Gütesiegel. Im Gegensatz zur Nati waren sie zuletzt kein Stammgast im Spiel um Gold, seit dem letzten Titel bei der Heimweltmeisterschaft 2022 (der Gegner im Final war Kanada) haben sie gar eine Edelmetall-Pause eingelegt, weiter als bis in den Viertelfinal reichte es seither (bei Weltmeisterschaften) nicht mehr. Die Ausnahme? Wir erinnern uns. In Mailand konnten sie im Olympia-Viertelfinal ein 0:2 gegen die Nati drehen und in der Overtime den Halbfinal klarmachen. Nach Hause gingen sie damals mit Bronze. Edelmetall. Auch ohne Barkov. 

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Eishockey-WM 2026 Gruppe A
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Schweiz
Schweiz
7
32
21
2
Finnland
Finnland
7
20
18
3
Lettland
Lettland
7
7
12
4
USA
USA
7
4
11
5
Deutschland
Deutschland
7
1
10
6
Österreich
Österreich
7
-12
9
7
Ungarn
Ungarn
7
-24
3
8
Großbritannien
Großbritannien
7
-28
0
K.o.-Phase
Abstieg
Gruppe B
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Kanada
Kanada
7
20
20
2
Norwegen
Norwegen
7
11
15
3
Tschechische Republik
Tschechische Republik
7
2
13
4
Schweden
Schweden
7
11
12
5
Slowakei
Slowakei
7
2
11
6
Dänemark
Dänemark
7
-11
6
7
Slowenien
Slowenien
7
-12
6
8
Italien
Italien
7
-23
1
K.o.-Phase
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