Wortgefecht zum Playoff-Final
«Davos ist schlagbar – und Gottéron weiss es»

Die Hockey-Reporter Stephan Roth und Grégory Beaud kreuzen wie im Playoff-Final zwischen Davos und Fribourg die Klingen – aber nur verbal in einem Rollenspiel.
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Davos-Verteidiger Davyd Barandun wird von Fribourg-Stürmer Christoph Bertschy ausgehebelt.
Foto: keystone-sda.ch
Stephan Roth, stv. Leiter Eishockey-Ressort Blick, Davos
Ringier Medien Schweiz
Träumen reicht nicht für den Titel

Weisst Du Greg, was das Schöne am Eishockey ist? Es gibt immer wieder eine nächste Saison. Für Fribourg bedeutet das, dass der Traum vom ersten Meistertitel auch nach dieser Finalserie leben wird. Und wenns nächstes Jahr nicht klappt, dann vielleicht 2028. Oder 2029. Dieses Jahr kann den HCD auf seiner Mission 32 niemand stoppen.

Leid tut es mir für die grossen alten Männer im Team von Fribourg, die dann nicht mehr dabei sein werden: Julien Sprunger und Reto Berra. Der Gottéron-Goalie, der zu Kloten wechselt, wurde wenigstens 2009 mit Davos Meister. Aber Sprunger wird neben Damien Brunner als der grösste Spieler ohne Titel in die neuere Geschichte eingehen.

Die Finalserie steht zwar erst 1:1. Aber Spiel 2 hat gezeigt, dass Fribourg, wie ich schon sagte, zu labil ist. Ein Team, das bei jedem Schlag, den es einstecken muss, gleich wacklige Beine bekommt, wird nicht Meister.

Trainer Roger Rönnberg sagte, dass er stolz darauf sei, wie seine Jungs auf den Fehlstart reagiert haben. Stolz? Von Gottéron kam zu wenig, um den HCD zu beunruhigen. Vom Titel zu träumen, ist eine Sache, wirklich alles für den Sieg zu mobilisieren, eine andere. Mit Scharmützeln, wenn das Spiel schon abgepfiffen ist, gewinnt man keinen Titel. Ebenso wenig mit dem Versteckspiel um Patrik Nemeth («abwesend»), der am Montag fehlte. Der HCD macht jedenfalls kein Geheimnis daraus, wer verletzt und wer überzählig ist.

Stephan Roth, stv. Leiter Eishockey-Ressort Blick, Davos
Ringier Medien Schweiz

Weisst Du Greg, was das Schöne am Eishockey ist? Es gibt immer wieder eine nächste Saison. Für Fribourg bedeutet das, dass der Traum vom ersten Meistertitel auch nach dieser Finalserie leben wird. Und wenns nächstes Jahr nicht klappt, dann vielleicht 2028. Oder 2029. Dieses Jahr kann den HCD auf seiner Mission 32 niemand stoppen.

Leid tut es mir für die grossen alten Männer im Team von Fribourg, die dann nicht mehr dabei sein werden: Julien Sprunger und Reto Berra. Der Gottéron-Goalie, der zu Kloten wechselt, wurde wenigstens 2009 mit Davos Meister. Aber Sprunger wird neben Damien Brunner als der grösste Spieler ohne Titel in die neuere Geschichte eingehen.

Die Finalserie steht zwar erst 1:1. Aber Spiel 2 hat gezeigt, dass Fribourg, wie ich schon sagte, zu labil ist. Ein Team, das bei jedem Schlag, den es einstecken muss, gleich wacklige Beine bekommt, wird nicht Meister.

Trainer Roger Rönnberg sagte, dass er stolz darauf sei, wie seine Jungs auf den Fehlstart reagiert haben. Stolz? Von Gottéron kam zu wenig, um den HCD zu beunruhigen. Vom Titel zu träumen, ist eine Sache, wirklich alles für den Sieg zu mobilisieren, eine andere. Mit Scharmützeln, wenn das Spiel schon abgepfiffen ist, gewinnt man keinen Titel. Ebenso wenig mit dem Versteckspiel um Patrik Nemeth («abwesend»), der am Montag fehlte. Der HCD macht jedenfalls kein Geheimnis daraus, wer verletzt und wer überzählig ist.

Grégory Beaud, Blick-Reporter, Fribourg
GABRIEL MONNET
Davos ist schlagbar – und Gottéron weiss es

Ich stelle fest, dass der «Holzstockmeister» (der Rekordhalter mit einem Holzstock) bei Titeln von 1929 oder 1939 ein sehr gutes Gedächtnis hat. Wenn es um den letzten Samstag geht, wird es sofort unklarer.

Ich dachte, die Region Zug sei auf das «Cherry Picking» spezialisiert und nicht Graubünden. Offensichtlich ist es auch eine Spezialität zwischen Landquart und Davos. Ich werde versuchen, mich daran zu erinnern, wenn ich die Strecke im Laufe des Tages zurücklege.

Erlaube mir, dich an ein Spiel zu erinnern: den ersten Akt. Fribourg dominierte den HCD die meiste Zeit des Spiels nach Strich und Faden. Abgesehen von einem kurzen Stimmungsumschwung von zwölf Sekunden hatte Davos nicht die geringste Chance, zu gewinnen.

Und im zweiten Akt? Du erzählst mir von einem unaufhaltsamen Davoser Team. Alles ist einfacher, wenn dir der Gegner zwei Tore in den ersten vier Minuten schenkt. Das wird nicht mehr vorkommen.

Nach 120 Minuten in dieser Finalserie ist klar: Davos ist schlagbar – und Gottéron weiss es.

Es liegt an mir, eine Statistik zu wählen, die mir gefällt. Die Fribourger haben in den Playoffs mehr Tore im Powerplay kassiert als geschossen (2 zu 3!). Und dennoch stehen sie im Final. Brendan Lemieux wurde für sein Foul an Christoph Bertschy am Samstag nicht gesperrt und wird auch am Mittwoch auf dem Eis stehen, um Strafen zu kassieren.

Grégory Beaud, Blick-Reporter, Fribourg
GABRIEL MONNET

Ich stelle fest, dass der «Holzstockmeister» (der Rekordhalter mit einem Holzstock) bei Titeln von 1929 oder 1939 ein sehr gutes Gedächtnis hat. Wenn es um den letzten Samstag geht, wird es sofort unklarer.

Ich dachte, die Region Zug sei auf das «Cherry Picking» spezialisiert und nicht Graubünden. Offensichtlich ist es auch eine Spezialität zwischen Landquart und Davos. Ich werde versuchen, mich daran zu erinnern, wenn ich die Strecke im Laufe des Tages zurücklege.

Erlaube mir, dich an ein Spiel zu erinnern: den ersten Akt. Fribourg dominierte den HCD die meiste Zeit des Spiels nach Strich und Faden. Abgesehen von einem kurzen Stimmungsumschwung von zwölf Sekunden hatte Davos nicht die geringste Chance, zu gewinnen.

Und im zweiten Akt? Du erzählst mir von einem unaufhaltsamen Davoser Team. Alles ist einfacher, wenn dir der Gegner zwei Tore in den ersten vier Minuten schenkt. Das wird nicht mehr vorkommen.

Nach 120 Minuten in dieser Finalserie ist klar: Davos ist schlagbar – und Gottéron weiss es.

Es liegt an mir, eine Statistik zu wählen, die mir gefällt. Die Fribourger haben in den Playoffs mehr Tore im Powerplay kassiert als geschossen (2 zu 3!). Und dennoch stehen sie im Final. Brendan Lemieux wurde für sein Foul an Christoph Bertschy am Samstag nicht gesperrt und wird auch am Mittwoch auf dem Eis stehen, um Strafen zu kassieren.

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