Start der National League
Die zehn interessantesten neuen Ausländer

Insgesamt 29 Ausländer spielen ab dem 9. September erstmals in der National League. Blick stellt 10 Hochkaräter vor.
Publiziert: 12:36 Uhr
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Aktualisiert: 14:37 Uhr
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Tomas Tatar (34, Zug)

Ein langjähriger NHL-Star hat im Herbst seiner Karriere den Weg in die Schweiz gefunden. 963 Spiele absolvierte der Slowake für Detroit, Vegas, Montréal, New Jersey, Colorado und Seattle in der besten Liga der Welt und zelebrierte dabei 509 Skorerpunkte. «Tuna» Tatar ist ein technisch versierter, pucksicherer Stürmer mit hoher Spielübersicht, in Kombination mit einem feinen Torinstinkt. Im Juli hat er auf der italienischen Seite des Lago Maggiore seine langjährige Freundin Veronika Vevuska geheiratet.

NHL-Veteran Tomas Tatar spielt nun für den EVZ.
Foto: Pius Koller

Jesse Puljujärvi (27, Servette)

Es ist ein Wunder, dass der Finne hier gelandet ist. Für den Stürmer war eine Rolle als NHL-Star vorgesehen. Mit 18 Jahren als Nummer 4 gedraftet, debütierte er sogleich bei Edmonton. Dann geriet seine Karriere ins Stocken. Auch nach seiner zwischenzeitlichen Rückkehr nach Finnland konnte er sich weder in Carolina noch in Pittsburgh noch in Florida nachhaltig empfehlen. Letzte Saison bestritt Puljujärvi erstmals seit seinem Premierenjahr wieder mehr AHL- (44) als NHL-Spiele (31). Mit seinem Talent bringt er jedoch alles mit, um eine Attraktion in der Liga zu sein.

Der neue Servette-Finne Jesse Puljujärvi im Testspiel gegen Grenoble (links, im Duell mit Niklas Terglav).
Foto: Laurent Daspres/freshfocus

Henrik Borgström (28, Fribourg)

Der Finne kommt mit beeindruckenden Referenzen nach Fribourg. In den letzten beiden Saisons erzielte er 37 Tore für HV71, obwohl sich das Team aus Jönköping (Sd) jeweils im Kampf gegen den Abstieg befand. In seiner Karriere ist der 1,90 Meter grosse Stürmer schon viel herumgekommen. Nachdem er 2016 in der 1. Runde von Florida gedraftet worden war (Nr. 23), spielte er zwei Jahre an der University of Denver, ehe er sein Glück in der NHL versuchte. Der Durchbruch gelang ihm da aber nie ganz – auch bei Chicago und Washington nicht. 

Der finnische Nationalstürmer Henrik Borgström (im Bild vor dem Schweizer David Aebischer) zeigt sein Können nun in Fribourg.
Foto: keystone-sda.ch

Erik Brännström (25, Lausanne)

Der Verteidiger gehört wie Puljujärvi, Borgström, Zadina (Davos), Andersson (Biel), Julius Honka, Larsson oder Jensen (alle SCRJ Lakers) zur Kategorie hochtalentierter Spieler, die einst in der ersten Runde im NHL-Draft gezogen worden sind und nun in der Schweiz spielen. Was der Schwede drauf hat, zeigte er vor fünf Jahren, als er während Corona zehn Spiele für die SCL Tigers bestritt. In Lausanne hofft man, dass er in den nächsten Jahren das Offensivspiel prägen wird – wie einst Henrik Tömmernes oder Sami Vatanen bei Rivale Servette.

Ein Mann mit Talent: Lausannes neuer Verteidiger Erik Brännström (links bei Vancouver, vor Anaheims Trevor Zegras).
Foto: keystone-sda.ch

Hannes Björninen (29, SCL Tigers)

Langnau war schon länger hinter ihm her. Nun hat es geklappt. Ligatopskorer wird er kaum, aber der Center gehört zu jener Sorte von Spielern, die ihre Mitspieler und jedes Unterzahlspiel besser machen. Zudem ist er ein König am Bully. Aber der Mann mit dem markanten Schnauz, der zuletzt drei Jahre in Schweden (Brynäs, Örebro) spielte, kann auch Tore schiessen und erzielte gar den wichtigsten Treffer in der Geschichte des finnischen Hockeys. Durch sein 2:1 im Final gegen Russland wurde Finnland 2022 erstmals Olympiasieger und Björninen zum Nationalhelden. Vor einem Jahr hat er seine langjährige Freundin Selma Pöntinen geheiratet.

Der neue Tigers-Stürmer Hannes Björninen ist in Finnland ein Nationalheld.
Foto: IMAGO/TT

Linus Hultström (32, Biel)

Mit neuem ausländischen Personal in der Defensive (Hultström und Oskari Laaksonen) will Biel zurück in die Playoffs. Die Rolle des Verteidigungsministers dürfte dabei Hultström zufallen. Der zweifache Familienvater ist defensiv verlässlich, verfügt aber auch über grosse offensive Fähigkeiten. Letzte Saison realisierte er bei Linköping 42 Skorerpunkte. In jungen Jahren unterschrieb er bei Florida, erhielt aber aus gesundheitlichen Gründen keine Spielgenehmigung für die NHL. Nach seiner Rückkehr 2017 erklärte der Schwede, dass er an einer Form von Epilepsie leide, die selten nachts auftrete.

Linus Hultström soll die Rolle des Abwehrchefs bei Biel übernehmen.
Foto: imago/Bildbyran

Nicolas Petan (30, Ambri)

Seine Mutter Rosanna stammt aus Italien. Weil der kanadische U20-Weltmeister von 2015 (mit Connor McDavid) aber nie in ihrer Heimat spielte, kommt er im Gegensatz zu Bruder Alex (33) für Olympia in Mailand nicht infrage. Sein aus Slowenien stammender Vater Franc, der einst ein italienisches Restaurant in Vancouver führte, nahm sich 2018 das Leben. Seine Söhne veranstalten seither ein Charity-Golf-Turnier. Letzte Saison bestätigte der Stürmer, der 170 NHL-Spiele bestritt, in der KHL bei Kasan seinen Ruf aus der AHL als Skorer mit 44 Punkten in 47 Spielen.

Nicolas Petan will in Ambri seinen Ruf als Skorer bestätigen.
Foto: Pius Koller
Die weiteren neuen NL-Ausländer
  • Niklas Friman (31, V, Fi), Ajoie, von Ilves Tampere
  • Chris Tierney (31, S, Ka), Ambri, von Dinamo Minsk
  • Oskari Laaksonen (26, V, Fi), Biel, von Lulea
  • Marcus Sylvegard (26, S, Sd), Biel, von Växjö
  • Rasmus Asplund (27, S, Sd), Davos, von Charlotte
  • Michael Kapla (30, V, USA), Fribourg, von Rögle
  • Max Lindroth (29, V, Sd), Kloten, von TPS Turku
  • Brandon Gignac (27, S, Ka), Kloten, von Laval
  • Robert Leino (32, S, Fi), Kloten, von Örebro
  • Petteri Puhakka (24, S, Fi), Kloten, von Tappara Tampere
  • Drake Caggiula (31, S, Ka), Lausanne, von Bakersfield
  • Connor Carrick (31, V, USA), Lugano, von Bakersfield
  • Rasmus Kupari (25, S, Fi), Lugano, von Winnipeg
  • Mike Sgarbossa (33, S, Ka), Lugano, von Hershey
  • Jason Akeson* (35, S, Ka), Servette, von Pustertal
  • Taylor Beck (34, S, Ka), Servette, von Nowosibirsk
  • Jimmy Vesey (32, S, USA), Servette, von Colorado
  • André Petersson (34, S, Sd), SCL Tigers, von HV71
  • Andy Andreoff (34, S, Ka), ZSC Lions, von Nowosibirsk

* Erwartet den Schweizer Pass

Der Schwede Rasmus Asplund stürmt neu in Davos.
Pius Koller
  • Niklas Friman (31, V, Fi), Ajoie, von Ilves Tampere
  • Chris Tierney (31, S, Ka), Ambri, von Dinamo Minsk
  • Oskari Laaksonen (26, V, Fi), Biel, von Lulea
  • Marcus Sylvegard (26, S, Sd), Biel, von Växjö
  • Rasmus Asplund (27, S, Sd), Davos, von Charlotte
  • Michael Kapla (30, V, USA), Fribourg, von Rögle
  • Max Lindroth (29, V, Sd), Kloten, von TPS Turku
  • Brandon Gignac (27, S, Ka), Kloten, von Laval
  • Robert Leino (32, S, Fi), Kloten, von Örebro
  • Petteri Puhakka (24, S, Fi), Kloten, von Tappara Tampere
  • Drake Caggiula (31, S, Ka), Lausanne, von Bakersfield
  • Connor Carrick (31, V, USA), Lugano, von Bakersfield
  • Rasmus Kupari (25, S, Fi), Lugano, von Winnipeg
  • Mike Sgarbossa (33, S, Ka), Lugano, von Hershey
  • Jason Akeson* (35, S, Ka), Servette, von Pustertal
  • Taylor Beck (34, S, Ka), Servette, von Nowosibirsk
  • Jimmy Vesey (32, S, USA), Servette, von Colorado
  • André Petersson (34, S, Sd), SCL Tigers, von HV71
  • Andy Andreoff (34, S, Ka), ZSC Lions, von Nowosibirsk

* Erwartet den Schweizer Pass

Emil Bemström (26, Bern)

Der Schwede muss sich noch bis Anfang Oktober gedulden, bis er loslegen kann. Er erholt sich derzeit von den Nachwirkungen einer Verletzung, die er sich im April in der AHL bei Wilkes-Barre/Scranton zugezogen hat. Nicht nur, weil man auf den ersten Blick glauben könnte, dass sein neuer Arbeitsort in seinem Namen steht, könnte der Stürmer nach Bern passen. Er ist schnell, bissig und torgefährlich. Obwohl der Rechtsschütze immer wieder durch Verletzungen gebremst wurde, brachte er es bei Columbus und Pittsburgh auf 242 NHL-Spiele.

Der SCB muss noch bis Anfang Oktober warten, bis Emil Bemström (links, beim Jubel mit Ex-Pittsburgh-Kollege Jansen Harkins) spielen kann.
Foto: keystone-sda.ch

Jan Rutta (35, Servette)

Der Verteidiger kann eine imposante Titelsammlung vorweisen: Zweimal holte er mit Tampa Bay den Stanley Cup (2020 und 2021), nachdem er im Alter von 27 Jahren nach Nordamerika gezogen war. Und 2024 wurde er mit Tschechien Weltmeister. Seine Erfolge verdankt der 1,90 m grosse Abräumer nicht offensivem Firlefanz, sondern verlässlicher Defensivarbeit. Im Alter von 23 Jahren dachte er noch ans Aufhören. Jetzt hat der Routinier, der 466 NHL-Spiele (zuletzt für San Jose) bestritten hat, für zwei Jahre in Genf unterschrieben.

Der neue Servette-Tscheche Jan Rutta (rechts bei San Jose gegen Detroits Patrick Kane) bewährte sich in der NHL.
Foto: keystone-sda.ch

Zach Sanford (30, Lugano)

Der fünfte neue Ausländer, den Sportchef Steinmann verpflichtete, ist kein Leichtgewicht. Nicht nur, weil er 94 Kilos wiegt, sondern auch, weil sein Name auf dem Stanley Cup eingraviert ist: 2019 wurde er mit St. Louis NHL-Champion. Im Final gegen Boston buchte der US-Stürmer dabei sechs Skorerpunkte. Doppelt emotional war der Titel, weil sein Vater, ein Bruins-Fan, vor jener Saison nach einem Herzinfarkt im Alter von 54 Jahren gestorben war. Sanford brachte es auf 359 NHL-Spiele. Zuletzt spielte er in der AHL bei Rockford. 

Lugano-Stürmer Zach Sanford (links, im Infight mit Boston-Verteidiger Brandon Carlo) gewann 2019 mit den St. Louis Blues den Stanley Cup.
Foto: imago images / ZUMA Press
National League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
EHC Biel
EHC Biel
0
0
0
1
EHC Kloten
EHC Kloten
0
0
0
1
EV Zug
EV Zug
0
0
0
1
Genève-Servette HC
Genève-Servette HC
0
0
0
1
HC Ajoie
HC Ajoie
0
0
0
1
HC Ambri-Piotta
HC Ambri-Piotta
0
0
0
1
HC Davos
HC Davos
0
0
0
1
HC Fribourg-Gottéron
HC Fribourg-Gottéron
0
0
0
1
HC Lugano
HC Lugano
0
0
0
1
Lausanne HC
Lausanne HC
0
0
0
1
SC Bern
SC Bern
0
0
0
1
SC Rapperswil-Jona Lakers
SC Rapperswil-Jona Lakers
0
0
0
1
SCL Tigers
SCL Tigers
0
0
0
1
ZSC Lions
ZSC Lions
0
0
0
Playoffs
Qualifikationsspiele
Relegation Play-Offs
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