SCB-Untersander muss gehen
«Es hat ihn brutal mitgenommen»

Captain Ramon Untersander ist beim SCB trotz eines Vertrags bis 2028 nicht mehr erwünscht, was sein Agent Sven Helfenstein bestätigt.
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Ramon Untersander muss den SCB verlassen.
Foto: Pius Koller

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • SC Bern trennt sich von Ramon Untersander trotz Vertrag bis 2028
  • Untersander war Captain, dreifacher Meister und seit 2015 beim SCB
  • Biel bot Übernahme an, Untersander lehnte ab, Zukunft unklar
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Nach sieben Jahren ohne eine gewonnene Playoff-Serie hat man sich beim SCB entschieden, im Team einen gröberen Eingriff vorzunehmen. So teilte man Verteidiger Ramon Untersander (35) mit, dass man trotz Vertrag bis 2028 nicht mehr mit ihm plane und er sich einen neuen Klub suchen könne, wie die «NZZ» berichtete. Zudem haben auch Stürmer Joël Vermin (34) und der schwedische Verteidiger Hardy Häman Aktell (27), deren Verträge noch ein Jahr laufen, keine Zukunft mehr in Bern.

Besonders brisant ist der Fall von Untersander, der 2024 die Nachfolge des inzwischen zurückgetretenen Simon Moser als Captain antrat. Der Rheintaler spielte seit 2015 beim SCB und wurde mit den Bernern dreimal Meister (2016, 2017 und 2019). Sein Vertrag war erst im Sommer um zwei Jahre verlängert worden. Damals liefen die Gespräche direkt mit Sportdirektor Martin Plüss, wie Untersanders Agent Sven Helfenstein sagt.

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Plüss habe ihm nach dem Play-In-Debakel in Rapperswil-Jona gesagt, dass man Veränderungen im Team vornehmen wolle und nicht mehr mit dem Routinier plane. «Wir waren erstaunt», sagt Helfenstein. «Ramon war Captain, hat brutal viel für den Klub geleistet und jahrelang sehr gut gespielt.» Seine Produktivität habe zwar nachgelassen, er habe aber auch kaum mehr im Powerplay gespielt.

Vertrag absitzen oder neuen Job annehmen?

Untersander habe geplant, seine Karriere in Bern zu beenden. «Es war nicht einfach für ihn. Es hat ihn brutal mitgenommen. Ich kenne ihn schon lange. Ich habe ihn noch nie so down gesehen», sagt Ex-Stürmer Helfenstein, der auch als Experte bei Mysports tätig ist.

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Nun stellt sich die Frage: wie weiter? Den Vertrag absitzen und nicht mehr spielen oder an einem anderen Ort einen neuen Anfang machen? An Interessenten soll es gemäss dem gewieften Agenten nicht mangeln. «Ich denke, jedes Team würde Ramon nehmen.» So hatte Biel angeboten, den Vertrag von Untersander zu übernehmen. Der Verteidiger lehnte aber ab.

Häman Aktell muss operiert werden

Anders ist die Situation bei Häman Aktell, der ebenfalls ein Klient von Helfenstein ist. Ihn quälten während der ganzen Saison Hüftprobleme, mit neun, teils wichtigen Toren hatte er seinen Anteil daran, dass der SCB wenigstens noch die Play-Ins erreichte und dort die erste Runde gegen Biel überstand. Doch er muss operiert werden und wird nicht vor November wieder spielen können. «Da sucht man nach einer Lösung», sagt Helfenstein. In seiner Heimat wird er bereits mit seinen Ex-Klubs Skellefteå und Växjö in Verbindung gebracht.

Obwohl es Spieler wie Untersander hart trifft, ist es verständlich, dass man beim SCB den Umbruch nach so vielen Enttäuschungen vorantreibt und dabei auch den überalterten Kern der Mannschaft anpackt.

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Am Tag vor seiner Entlassung hatte der damalige Trainer Jussi Tapola gegen Fribourg (1:5) Vermin überzählig auf der Tribüne gelassen und Untersander nur als siebten Verteidiger aufgestellt. Damals war noch nicht klar, dass CEO Marc Lüthi, der ein sehr gutes Verhältnis zu Untersander pflegt, im Mai abtritt. Doch inzwischen hält sich der langjährige SCB-Zampano aus allem, was die Zukunft betrifft, raus und lässt seinen designierten Nachfolger Jürg Fuhrer wirken.

Der SCB hat freilich noch mehr Baustellen. Noch wartet man darauf, dass der neue Trainer präsentiert wird, was erst Ende April der Fall sein soll. Und auch die Goalie-Frage ist noch ungelöst. Klar ist nur, dass Christof von Burg (25), der neuerdings auch von Helfenstein beraten wird, seine überfällige Chance erhalten soll. In welcher Rolle, ist noch unklar. Die Berner sondierten zuletzt die Möglichkeit, den Kanada-Schweizer Connor Hughes (29) zu holen, der bei Lausanne nur die Nummer 2 hinter Kevin Pasche ist. Dabei soll ein Tausch mit Verteidiger Romain Loeffel ein Thema gewesen sein.

Beim SCB will man sich nicht zu den Aufräumarbeiten äussern. «Wir sind derzeit in diversen Gesprächen und kommunizieren erst, wenn etwas fix ist», sagt Plüss.

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