Schnäppchenjagd
Die zehn interessantesten Spieler auf dem Markt

Der Transfermarkt im Hinblick auf die nächste Saison ist ausgetrocknet. Doch das ist noch kein Grund für die Fans zum Verzweifeln. Es gibt immer noch einige vielversprechende Spieler, deren Verträge Ende Saison auslaufen.
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Philip Wüthrich (28, Ambri)

Der Berner ist im besten Alter und so stark wie noch nie. Ausgerechnet unter Trainer Jussi Tapola, unter dem er einst beim SCB nicht glücklich wurde, kann er hervorragende Statistiken vorweisen. Er hat nur 2,08 Tore pro Spiel kassiert und 92,58 Prozent aller Schüsse auf sein Tor abgewehrt. Zudem hat der sensationelle Zweite mit ihm im Tor acht seiner neun Saisonsiege eingefahren. Kein Wunder, hat Biel ein Auge auf ihn geworfen. Fix ist jetzt bereits, dass er Ambri verlassen wird.

Einer der Gründe für die Ambri-Überraschung: Goalie Philip Wüthrich.
Foto: Michela Locatelli/freshfocus

Noah Meier (24, SCL Tigers)

Der Verteidiger galt immer schon als grosses Talent. Beim ZSC hiess es dann aber 2023, dass man mit seiner Entwicklung nicht zufrieden war, als er bei Langnau unterschrieb. Sein Agent Sven Helfenstein sah es anders: «Trainer Grönborg hat ihn kaum spielen lassen. Er hatte die Hosen voll.» Bei den Tigers bekam er unter Paterlini zunehmend mehr Vertrauen und Verantwortung. Und seine Entwicklung ist noch nicht abgeschlossen.

Hat sich in Langnau weiterentwickelt: Noah Meier.
Foto: keystone-sda.ch

Jérôme Bachofner (30, SCL Tigers)

Seine persönliche Bestmarke aus der Saison 2018/19, als er sich beim ZSC mit einem Blitzstart einen guten Vertrag bei Zug erspielte, hat er mit 10 Toren bereits egalisiert. Mit seinen Leistungen hat der bissige dreifache Meisterstürmer seinen Marktwert gesteigert. Fraglich ist, ob er in einem grösseren Klub auch so gut zur Geltung kommen würde. Auch er ist ein Klient von Helfenstein, der bekannt dafür ist, finanziell das Maximum herausholen zu wollen.

Jérôme Bachofner konnte diese Saison schon 10-mal über ein eigenes Tor jubeln.
Foto: Claudio De Capitani/freshfocus

Nando Eggenberger (27, SCL Tigers)

Der Churer galt als Top-Talent und war U20-Nati-Captain, den grossen Durchbruch schaffte der wuchtige Flügel aber nie. Nach Davos landete er bei den Lakers, wo er zwei 12-Tore-Saisons hatte. Danach versuchte er sich bei Ambri und Zug. Bei den Tigers spielt der 15-fache Internationale neben Julian und Flavio Schmutz eine starke Saison mit 4 Toren und 5 Assists. Langnau hat sich das Prädikat «Sprungbrett» mit toller Arbeit verdient. Einfacher macht es das für Sportchef Müller nicht, wenn es ums Verlängern von Verträgen geht.

Nando Eggenberger ist bei Langnau auf Kurs, seine persönliche Punkte-Bestmarke zu knacken.
Foto: Claudio De Capitani/freshfocus

Gian-Marco Wetter (26, SCRJ Lakers)

Auch der kleine Flügelflitzer wechselte einst von Davos nach Rapperswil-Jona, wo er nun schon seine siebte Saison spielt. Mit bereits 8 Treffern ist er auf bestem Weg, seine persönliche Bestmarke (9) zu pulverisieren. Der Rheintaler hat sich schon mehrfach als Wettermacher in den Playoffs hervorgetan, wo er in 37 Spielen 10 Tore erzielte. Das macht ihn für Teams, die grössere Ambitionen als Rappi haben, interessant.

Gian-Marco Wetter steht schon bei zehn Saisontoren.
Foto: keystone-sda.ch

Ludvig Johnson (20, Fribourg)

Etwas überraschend wechselte der talentierte, spielstarke Verteidiger, der wie Eggenberger und Wetter von der Zuger Agentur 4Sports vertreten wird, 2025 vom EV Zug zu Fribourg. In den Playoffs gab ihm Meistermacher Rönnberg dann nur wenig Eiszeit. Der schweizerisch-schwedische Doppelbürger, der 2025 als Nummer 174 von Utah gedraftet wurde, hat sich die NHL als Ziel gesetzt. Bei Gottéron versucht man ihn davon zu überzeugen, dass ein Wechsel nach Übersee noch zu früh käme.

Ludvig Johnson träumt von einer Zukunft in der NHL.
Foto: Pius Koller

Kyen Sopa (26, Ajoie)

Der Flügel ist auf Kurs, seine produktivste Saison (19 Punkte) zu überbieten. 9 Zähler hat der Ostschweizer mit tibetischen Wurzeln und italienischer Mutter schon auf der Habenseite, womit er nach dem eingebürgerten Devos der zweitbeste Schweizer Skorer von Ajoie ist. Bei den Grossklubs SCB und ZSC war er schon und konnte sich nicht durchsetzen. Doch für Teams, die in der Transfer-Nahrungskette direkt vor Ajoie liegen, könnte er interessant sein.

Kyen Sopa steht schon bei neun Skorerpunkten.
Foto: Philipp Kresnik/freshfocus

Nathan Vouardoux (25, Lausanne)

Vor vier Jahren wurde der damalige Rappi-Verteidiger bei den Hockey-Awards noch als «Youngster of the Year» ausgezeichnet und kam in der Folge zu 7 Länderspielen. Doch danach stagnierte der Unterwalliser und kehrte nach drei Jahren am Obersee zu Lausanne zurück, wo der Rechtsschütze bisher aber nie über eine Nebenrolle hinauskam.

Verteidiger Nathan Vouardoux ist einer der begehrten Rechtsschützen.
Foto: Estelle Vagne/freshfocus

Kimo Gruber (21, ZSC Lions)

Der ehemalige Kloten-Junior, der nach dem einstigen Flieger-Star Kimmo Rintanen benannt ist, hat sich beim Liga-Dominator einen Platz erkämpft. Das ist angesichts der Konkurrenz schon eine beachtliche Leistung. Im Sommer wurde er fürs Prospects-Camp der Nati aufgeboten. Bereits letzte Saison buchte er 4 Tore und 5 Assists und bei seiner Vertragsverlängerung im Januar hob Sportchef Leuenberger seine «spielerischen, läuferischen und physischen Fähigkeiten» hervor.

Kimo Gruber hat sich einen Platz im Star-Ensemble der ZSC Lions gesichert.
Foto: Philipp Kresnik/freshfocus

Marco Miranda (28, Servette)

Als 19-Jähriger eroberte er sich 2018 in den Playoffs einen Platz im ZSC-Meisterteam. Ein Jahr später wechselte er nach Genf, wo er 2023 seinen zweiten Titel feierte und im Jahr darauf die Champions League gewann. 2022 und 2023 war er auch bei der WM dabei. Danach wurde es ruhiger um den Stürmer mit portugiesischen Wurzeln.

Wurde schon zweimal Meister und ist zweifacher WM-Teilnehmer: Marco Miranda.
Foto: Pius Koller

Nicht in dieser Liste berücksichtigt wurden Spieler, die schon über 30 Jahre alt sind, wie Mayer (Lugano), Geering, Weber, Baltisberger (alle ZSC), Herzog (SCRJ Lakers), Marco Müller, Scherwey (beide Bern), Diaz, Martschini (beide Zug), Pestoni (Ambri) oder Walser (Fribourg). Oder jene, deren Wechsel schon bekannt sind, auch wenn sie noch nicht kommuniziert wurden, wie Müller und Manix Landry (beide von Ambri zu Lausanne) oder Nussbaumer (von Davos zu Servette).

National League 2026/27
Mannschaft
SP
TD
PT
1
ZSC Lions
ZSC Lions
18
37
47
2
HC Ambri-Piotta
HC Ambri-Piotta
18
4
33
3
Genève-Servette HC
Genève-Servette HC
19
-6
32
4
SCL Tigers
SCL Tigers
19
10
29
5
EV Zug
EV Zug
13
22
28
6
SC Bern
SC Bern
17
-1
28
7
HC Fribourg-Gottéron
HC Fribourg-Gottéron
18
13
27
8
Lausanne HC
Lausanne HC
20
-10
26
9
HC Ajoie
HC Ajoie
19
-6
25
10
HC Davos
HC Davos
19
-10
24
11
EHC Biel
EHC Biel
18
-3
23
12
HC Lugano
HC Lugano
18
-6
22
13
SC Rapperswil-Jona Lakers
SC Rapperswil-Jona Lakers
19
-19
19
14
EHC Kloten
EHC Kloten
19
-25
18
Playoffs
Qualifikationsspiele
Relegation Play-Offs
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