Wie fällt Ihre erste Zwischenbilanz vor der ersten Nati-Pause aus?
Jan Alston: Nun ja, wir sind froh über diese Pause, wir müssen kurz durchatmen. Natürlich haben wir nicht mit so einem Saisonstart gerechnet, aber es ist, wie es ist – wir müssen damit umgehen. Wir wussten, dass es mit der Champions Hockey League als Zusatzbelastung erst recht eine harte Saison werden würde. Zudem hatten wir einige Verletzungen zu beklagen. Nach der Pause kommen zum Glück einige der betroffenen Spieler zurück. Wir müssen jetzt richtig in die Gänge kommen.
Wer wird denn nach der Pause wieder dabei sein?
Wir erwarten Asplund, Andersson und Gross zurück. In dieser ersten Saisonphase hat man deutlich gespürt, dass uns mit Ryfors und Asplund gleich zwei unserer drei Spielmacher Ryfors, Asplund, Corvi auf der Centerposition gefehlt haben. Da hat uns ein Stück weit die Durchschlagskraft im Spielaufbau gefehlt. Aber jetzt wollen wir wieder in die Spur finden, diese Woche gut trainieren und bereit sein, wenn es wieder losgeht.
Jan Alston (geboren am 14. April 1969 in Granby, Kanada) stürmte fast 15 Jahre erfolgreich im Schweizer Eishockey. Durch Heirat erhielt er 2002 den Schweizer Pass. Nach Stationen in Biel, Davos und La Chaux-de-Fonds feierte er mit den ZSC Lions den Meistertitel 2008 sowie den Triumph in der Champions Hockey League 2009. Nach seinem Rücktritt 2011 bei Lausanne wechselte Alston ins Management. Als Sportchef führte er die Waadtländer 2013 aus der NLB in die National League. Seit 2021 verantwortet er die sportliche Leitung des HC Davos.
Jan Alston (geboren am 14. April 1969 in Granby, Kanada) stürmte fast 15 Jahre erfolgreich im Schweizer Eishockey. Durch Heirat erhielt er 2002 den Schweizer Pass. Nach Stationen in Biel, Davos und La Chaux-de-Fonds feierte er mit den ZSC Lions den Meistertitel 2008 sowie den Triumph in der Champions Hockey League 2009. Nach seinem Rücktritt 2011 bei Lausanne wechselte Alston ins Management. Als Sportchef führte er die Waadtländer 2013 aus der NLB in die National League. Seit 2021 verantwortet er die sportliche Leitung des HC Davos.
Seit Saisonbeginn hört man Woche für Woche allerorts den Namen von Matej Stransky und wie sehr er dem HCD fehle. Nervt Sie das?
Nein, überhaupt nicht. Aber es ist Vergangenheit, das hier ist die neue Mannschaft in dieser Saison. Ja, wir haben Erfahrung und gute Spieler verloren – aber wir beginnen einen neuen Zyklus mit unseren jüngeren Spielern, und diese schlagen sich wirklich sehr gut. Letztes Jahr hatten die Spieler um den Kern herum sehr viel Erfahrung, und jetzt nehmen jüngere diese Plätze ein. Schauen Sie sich Simon Knak an: Vor fünf Jahren war er noch nicht bereit für die National League, aber er hat fantastisch gearbeitet, um dorthin zu gelangen, wo er heute steht. Solche Entwicklungsprojekte wollen wir anpacken, das ist unser Weg.
Aber Hand aufs Herz: Wenn Sie die Zeit nochmals zurückdrehen könnten, als Stransky zu Ihnen kam und um die Auflösung des bis 2027 laufenden Vertrags bat – würden Sie dem erneut zustimmen?
Ja, denn die Gründe waren familiärer Natur, und das muss man respektieren; es gibt immer auch die menschliche Komponente. Stransky hat uns in Davos zuvor fünf Jahre lang enorm geholfen. Wenn es nur ums Geld oder einen besseren Vertrag woanders gegangen wäre, hätte es ein klares Nein gegeben. Aber das war nicht der Fall.
Aber war es ein Fehler, ihn nicht durch einen ausländischen Skorer zu ersetzen – so wie beispielsweise Ambri mit Järventie oder Ajoie mit Tanus jemanden gefunden hat?
Wir hatten verschiedene Optionen, wie auch einen siebten Ausländer als Verteidiger. Deshalb wollten wir zunächst abwarten, wie sich das Team entwickelt. Die Situation ist nun so, wie sie ist. Was uns wirklich wehgetan hat, sind die Verletzungen, nicht die Abgänge. Wir haben ein gutes Team. Am Anfang haben wir unter unseren Möglichkeiten gespielt, seit einigen Partien läuft es besser, aber wir hatten eben viele Ausfälle. Nun kehren die Spieler zurück und wir können richtig angreifen.
Sind Sie enttäuscht von den bisherigen Leistungen Ihrer Toptransfers Egli und Jäger?
Nein, im Gegenteil: Wir glauben voll an sie. Sie müssen ihren Platz erst finden und tragen viel Verantwortung. Ein Vereinswechsel bringt Umstellungen mit sich, man muss sich adaptieren. Manchmal will man es in solchen Situationen so sehr, dass man überdreht. Es sind gute Spieler – sie sind Nationalspieler. In den letzten Spielen gab es deutliche Signale, dass sie auf dem richtigen Weg sind. Man neigt schnell dazu, mit dem Finger auf Einzelne zu zeigen, aber es ist immer eine Gruppendynamik. Neue Leute kommen, andere gehen – da braucht es Zeit für Feinabstimmungen. Diese Phase haben wir durchlebt, die Wogen glätten sich und die Spieler finden ihre Rolle und Stimme in der Kabine. Wir freuen uns darauf, wenn die Meisterschaft weitergeht.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | ZSC Lions | 18 | 37 | 47 | |
2 | HC Ambri-Piotta | 18 | 4 | 33 | |
3 | Genève-Servette HC | 19 | -6 | 32 | |
4 | SCL Tigers | 19 | 10 | 29 | |
5 | EV Zug | 13 | 22 | 28 | |
6 | SC Bern | 17 | -1 | 28 | |
7 | HC Fribourg-Gottéron | 18 | 13 | 27 | |
8 | Lausanne HC | 20 | -10 | 26 | |
9 | HC Ajoie | 19 | -6 | 25 | |
10 | HC Davos | 19 | -10 | 24 | |
11 | EHC Biel | 18 | -3 | 23 | |
12 | HC Lugano | 18 | -6 | 22 | |
13 | SC Rapperswil-Jona Lakers | 19 | -19 | 19 | |
14 | EHC Kloten | 19 | -25 | 18 |