Bangen
Im Startdrittel verletzt sich Nati-Verteidiger Andrea Glauser bei einem Check gegen Rappi-Rückkehrer Nico Dünner am linken Bein. Wütend handelt er sich darauf mit zwei Crosschecks jene Strafe ein, in der Gottéron mit einem Shorthander von Henrik Borgström in Führung geht. Glauser beisst auf die Zähne und spielt im Boxplay wieder, muss dann aber nach einem weiteren Duell raus. Nach der Pause kommt er mit Verspätung auf die Bank zurück und spielt wieder. Doch nach einem weiteren Rencontre mit einem Rapperswiler ist der Abend für ihn gelaufen. Jetzt bangen die Fribourger, die mit Sandro Schmid (Saisonende) und Attilio Biasca bereits auf zwei Nati-Spieler sowie den schwedischen Star Marcus Sörensen verzichten müssen, um ihren Königstransfer und wichtigsten Verteidiger.
Reizfigur
NL-Strafenkönig Igor Jelovac wird nach seinem provokativen Jubel im ersten Spiel, der Schlägereien und einen Playoff-Strafenrekord (218 Minuten) auslöste, bei jeder Puckberührung ausgepfiffen. Und der Verteidiger ist auch in einige kleine Reibereien verwickelt. So gönnt sich Gottéron-Captain Julien Sprunger eine Salve Trashtalk mit dem Waadtländer Hünen. Am Schluss kommt es dann auch noch zu einigen Scharmützeln und Abrechnungen.
Budget
Vor dem Spiel ist die Stimmung in Fribourg angesichts des 0:2-Rückstands noch angespannt. Im Interview mit den welschen Kollegen von Mysports wird der scheidende Präsident Hubert Waeber gefragt, was es für die Finanzen des Klubs bedeuten würde, wenn… Ja, wenn Gottéron gegen die Lakers in vier Spielen ausscheiden würde. Natürlich will der Drachen-Boss keine so negativen Gedanken aufkommen lassen. Er erklärt aber, dass man mit zwei Heimspielen nach der Quali budgetiert habe. Alles Weitere würde aber helfen, Ausgaben zu amortisieren. Mindestens ein weiteres Heimspiel kommt nun nach dem mühelosen 4:0-Sieg dazu.
Trauer-Play
In den ersten beiden Spielen liess Fribourg 19 Minuten in Überzahl ungenutzt verstreichen. Und auch im dritten Akt kommt das Powerplay nicht in die Gänge. Dabei geben die frustrierten Lakers Gottéron im Schlussabschnitt noch vier Gelegenheiten, sich ein Erfolgserlebnis im Powerplay zu holen. Insgesamt sind es fast 14 Minuten, die diesmal keinen Treffer bringen. Die grösste Chance macht Melvin Nyffeler kurz vor Schluss zunichte, als er eine Top-Parade gegen Lucas Wallmark auspackt.
Penalty Killing
Dass Rappi keine Tore in Unterzahl kassiert, liegt nicht nur am katastrophalen Powerplay der Drachen: Die Rapperswiler spielen in Unterzahl enorm bissig und setzen den Puckführenden mutig unter Druck. In der Regular Season klappte das Penalty Killing des Lundskog-Teams noch nicht so prächtig. Mit einer Erfolgsquote von 74,83 Prozent war Rappi nur die Nummer 11 der Liga. Doch inzwischen sind die Lakers 57 Minuten und 35 Sekunden ohne Gegentor in Unterzahl. Weder in den Play-Ins gegen Zug und Bern noch gegen Fribourg hatten Strafen Folgen. Am meisten im Einsatz im Penalty Killing? Verteidiger Mika Henauer mit 15 Minuten und 41 Sekunden.
Heimvorteil
In der Quali und im ersten Playoff-Spiel gab es zwischen Fribourg und den Lakers nur Auswärtssiege. Doch nun ist wieder Normalität eingekehrt. Nach Rappi verbuchte auch Gottéron einen Heimsieg. Dank des Breaks haben die Aussenseiter vom Obersee den Heimvorteil in dieser Serie.


