Letzter Meistercoach wartet seit 2016
Wer wird nächste Saison Trainer beim SCB?

Den richtigen Trainer zu finden, ist nicht einfach. Bei keinem hat man die Gewissheit, dass er ein Volltreffer wird. Das gilt auch für den SCB, der seit dem letzten Meistertitel 2019 auf der Suche ist.
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Seit dem Meistertitel 2016 wartet Lars Leuenberger auf den Job als Headcoach beim SCB.
Foto: Keystone

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Stephan RothStv. Eishockey-Chef

Der SCB hat noch nicht bekannt gegeben, wer nächste Saison an der Bande stehen wird. Es gibt auch keinen Grund zur Hektik, da das Kader für nächste Saison, abgesehen von den Ausländer- und Goalie-Positionen, steht.

Zehn Jahre nachdem er die Berner in extremis in die Playoffs und von Platz 8 zum Titel führte, wartet Lars Leuenberger (50) immer noch auf den Job, den ihm der nun abtretende SCB-CEO Marc Lüthi einst versprochen haben soll. Doch er scheint auch jetzt nicht in die Kränze zu kommen.

Dabei hatte der in Bern wohnhafte Ostschweizer, dessen Söhne bei den SCB-Junioren spielen, vor einem Jahr erneut seine Visitenkarte abgegeben, als er Fribourg nach der Émond-Entlassung stabilisiert hatte und im Playoff-Viertelfinal den SCB eliminierte. Damals war klar, dass er als Assistent des bereits verpflichteten Roger Rönnberg wieder ins zweite Glied treten würde. Leuenberger hat aber nie verhehlt, dass er dereinst wieder als Headcoach tätig sein möchte.

Peltonen als Headcoach mit geringem Leistungsausweis

Ville Peltonen (52) war zuletzt der meistgenannte Kandidat für den SCB-Job. Doch das Interesse an ihm scheint sich abgekühlt zu haben. Der Finne war als Jalonen-Assistent schon einmal in Bern tätig gewesen: 2016/17 in der letzten Aktiv-Saison des jetzigen Sportchefs Martin Plüss, als der SCB Meister wurde, und 2017/18.

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DIE SCB-TRAINER DER LETZTEN 20 JAHRE: Seit Oktober 2025 hat Heinz Ehlers das Kommando.
Foto: keystone-sda.ch

Danach versuchte sich Peltonen als Chef. Mit mässigem Erfolg. In Lausanne wurde er in seiner zweiten Saison kurz vor Quali-Ende gefeuert. In der Folge erreichte Peltonen, der auf eine illustre Spielerkarriere zurückblicken kann, mit IFK Helsinki die Plätze 5, 6, 6 und 4, stiess aber nur einmal in den Halbfinal vor.

Auf diese Saison hin heuerte er als Associate Coach bei Servette an und rückte nach der Treille-Entlassung in die erste Reihe vor. Er bekam zwar die heftigen Leistungsschwankungen des hochkarätigen, aber launischen Teams in den Griff, die Punkteausbeute bewegt sich aber auf ähnlichem Niveau wie unter dem Franzosen. Nächste Saison wird Schwedens Nati-Coach Sam Hallam in Genf an der Bande stehen. 

Es stellt sich auch die Frage, ob Peltonen der schwierigen Aufgabe beim SCB gewachsen wäre, zumal er in Finnland den Ruf hat, den Spielern eine Überdosis an Theorie und Videos zuzumuten. 

Viele träumen von einem Nordamerikaner

In Bern würden sich nicht wenige einen charismatischen, schmissigen Trainer wünschen, der dynamisches Hockey mit Emotionen spielen lässt. Da denkt man naturgemäss an einen Nordamerikaner. Doch vielversprechende Trainer aus Übersee richten ihre Pläne nach der NHL aus – und das Job-Karussell in der besten Liga der Welt dreht sich jeweils bis im Sommer. 

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DIE MEISTERTRAINER DER LETZTEN 55 JAHRE: Marco Bayer, ZSC Lions (2.v.r.): 2025.
Foto: Pascal Muller/freshfocus

Mag der SCB so lange warten? Und wagt er sich als Klub, der von den ersten Spielen an Resultate liefern muss, einen Trainer ohne Europa-Erfahrung zu holen? Mit Guy Boucher machte man diesbezüglich 2014 schlechte Erfahrungen. 

Falls der SCB nicht den gewünschten Trainer findet, kann man auch nicht ausschliessen, dass Heinz Ehlers (60) eine Saison in Bern anhängt. Der Däne, der eigentlich in seine Heimat zurückkehren wollte, schweigt beharrlich zu diesem Thema. Angesichts der vielen blassen Heim-Auftritte, wie zuletzt gegen Kloten (1:2 n.V.), könnte man ein weiteres Jahr «Mörtel-Heinz» allerdings gegenüber den Fans nur verkaufen, wenn die Saison noch mindestens mit dem Einzug in die Playoffs endet.

National League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
HC Davos
HC Davos
1:1
48
62
106
2
HC Fribourg-Gottéron
HC Fribourg-Gottéron
0:0
49
44
92
3
ZSC Lions
ZSC Lions
1:0
48
29
86
4
HC Lugano
HC Lugano
0:0
48
33
83
5
Genève-Servette HC
Genève-Servette HC
2:0
48
2
80
6
Lausanne HC
Lausanne HC
0:1
48
19
77
7
SC Rapperswil-Jona Lakers
SC Rapperswil-Jona Lakers
0:0
48
-11
71
8
EV Zug
EV Zug
0:1
48
-19
67
9
SC Bern
SC Bern
0:2
48
-7
65
10
SCL Tigers
SCL Tigers
0:1
48
3
65
11
EHC Biel
EHC Biel
1:0
48
-20
64
12
EHC Kloten
EHC Kloten
1:0
48
-22
56
13
HC Ambri-Piotta
HC Ambri-Piotta
1:1
48
-43
55
14
HC Ajoie
HC Ajoie
0:0
49
-70
40
Playoffs
Qualifikationsspiele
Relegation Play-Offs
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