Die Olympischen Spiele in Mailand begeisterten die Hockey-Fans. Beim Turnier der Besten gegen die Besten sorgten die NHL-Stars für ein riesiges Spektakel mit einer enormen Intensität. Der Höhepunkt? Der Final zwischen den Giganten USA und Kanada (2:1 n.V.).
Neben der Klasse der Spieler dürfte auch das schmalere Eisfeld zu den Action geladenen Spielen geführt haben. In Mailand wurde auf einer Länge von 60 Metern und einer Breite von 26 Metern nahezu auf NHL-Massen (60,96 auf 25,91 m) gespielt. In der Schweiz und in den meisten europäischen Ligen misst das Feld 60 auf 30 Meter. Einzig in Finnland und Russland werden zum Teil kleinere Rinks verwendet.
So war die Umstellung für die Zuschauer nach drei Wochen Olympia ziemlich heftig, als die National League am Dienstag ihren Betrieb wieder aufnahm. Es war vergleichsweise viel weniger los auf dem Eis, die Intensität war weit geringer und die Spieler schienen auf den vier Meter breiteren Feldern nahezu grenzenlos Platz zu haben.
«Wir haben ein tolles Produkt und volle Stadien»
So fragte sich mancher: Warum spielen wir in der Schweiz nicht auch auf kleineren Feldern? Blick fragte bei Denis Vaucher nach. «Diese Frage kommt alle vier Jahre nach Olympia wieder», so der NL-Direktor und betont: «Es sind zurzeit bei uns keine Bestrebungen vorhanden, auf kleineren Eisfeldern zu spielen.»
Die Gründe dafür? «Es entspricht einerseits nicht unserer Eishockey-Tradition in Europa. Einzig in den neusten Arenen, wie zum Beispiel in Zürich oder Fribourg, wäre die Umstellung meines Wissens möglich. Es wären in vielen Stadien erhebliche bauliche Massnahmen mit immensen Kosten damit verbunden. Zudem würde man noch Plätze verlieren, weil man in den vordersten Reihen das Feld nicht mehr sehen würde», erklärt Vaucher. «Wir sind auch stets im Austausch mit anderen Ligen in Europa. Auch dort sind zurzeit keine Änderungen geplant. Zudem haben wir Europäer im Hinblick auf Weltmeisterschaften einen gewissen Vorteil, wenn auf den grossen Feldern gespielt wird.»
Vaucher war selbst bei acht Spielen bei Olympia vor Ort. Sein Eindruck: «Alle sprechen vom Final, der auch wirklich grossartig war. Doch das war nicht bei allen Spielen so.»
Der NL-Direktor sieht keinen Anlass zu Veränderungen: «Wir haben mit der National League ein tolles Produkt und volle Stadien. Die Auslastung liegt aktuell bei 90 Prozent.»
In der National League ist es nicht erlaubt, auf kleineren Feldern zu spielen, bei den Junioren hingegen schon. So tragen beispielsweise Langnau oder Ajoie in ihren Trainingshallen, die zu NHL-Massen erstellt wurden, Nachwuchs-Partien aus.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | HC Davos | 47 | 62 | 105 | |
2 | HC Fribourg-Gottéron | 48 | 44 | 91 | |
3 | ZSC Lions | 47 | 28 | 83 | |
4 | HC Lugano | 47 | 33 | 82 | |
5 | Genève-Servette HC | 47 | 0 | 77 | |
6 | Lausanne HC | 47 | 20 | 77 | |
7 | SC Rapperswil-Jona Lakers | 47 | -11 | 70 | |
8 | EV Zug | 47 | -18 | 67 | |
9 | SC Bern | 47 | -5 | 65 | |
10 | SCL Tigers | 47 | 3 | 64 | |
11 | EHC Biel | 47 | -21 | 61 | |
12 | EHC Kloten | 47 | -22 | 55 | |
13 | HC Ambri-Piotta | 47 | -43 | 54 | |
14 | HC Ajoie | 48 | -70 | 39 |














