Puljujärvi macht Spiel 7 klar
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Lausanne – Genf 3:4 n.V.Puljujärvi macht Spiel 7 klar

Genfersee-Derby maximal
Laute Servette-Finnen, Robert Mayer und ein Trend

Spiel sieben – die Genfersee-Serie bekommt, was sie verdient. Aber ist der Heimvorteil für Servette tatsächlich ein Vorteil? Der Trend sagt was anderes – aber was ist ein Trend in dieser Serie schon wert?
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Schlussbouquet: Puljujärvi und Manninen feiern den Overtime-Treffer in der 64. Spielminute.
Foto: Getty Images
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Dino KesslerLeiter Eishockey-Ressort

Klumpenrisiko? Finnen ziehen alle Register

Zu Beginn der Serie schweigen die Finnen. Man fragt sich schon, wann Servette-Coach Ville Peltonen reagiert und seine Parade-Formation mit Markus Granlund, Sakari Manninen und Jesse Puljujärvi in Einzelteile zerlegt und auf andere Sturmlinien verteilt. Aber Peltonen hält an seinem Konzept fest. Spiel sechs gibt ihm recht: Die Finnen ziehen alle Register und sind bei sämtlichen Toren federführend. Kann man ja mal so machen, wenn man in Spiel sechs 0:3 zurückliegt und zudem die Wand im Rücken spürt.

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Robert Mayer

Kommt in der 34. Spielminute für den an diesem Abend schwachen Stéphane Charlin aufs Eis. Mayer? Der stand zuletzt 2023 in einer Playoffpartie im Einsatz. In Spiel sechs des Genfersee-Derbys bekommt er praktisch nichts mehr zu tun (sechs Schüsschen, davon gefühlt drei Befreiungsschläge, die zufällig aufs Tor geraten), weil Lausanne die Vorwärtsbewegung einstellt. Beim famosen 11:0 der Waadtländer am 16. September 2025 war Mayer übrigens in der 24. Spielminute eingewechselt worden. Beim Stand von 0:5.

Angst vor der eigenen Courage?

Warum hat sich Lausanne nach dem 3:0 in den Verwaltungsmodus begeben? Wird man nie erfahren. Vielleicht hat man sich einfach auf das Gesetz der Serie verlassen: Bisher hat immer die Mannschaft das Spiel gewonnen, die den ersten Treffer erzielt hat. Die wegweisenden Tore erzielten in den ersten fünf Spielen: Puljujärvi (Servette), Rochette (Lausanne), Jäger (Lausanne), Le Coultre (Servette), Czarnik (Lausanne).

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Heimvorteil oder Trend?

Ein Heimsieg pro Team in je drei Heimspielen. Servette legt vor, Lausanne gleicht aus. Danach wird gebreakt, bis sich die Balken biegen. Lausanne hat Spiel fünf gedreht (vom 1:2 zum 3:2), Servette Spiel sechs (0:3 zum 4:3). Aber das Momentum ist doch jetzt deutlich auf der Seite der Genfer? Dachte man nach Spiel vier auch schon. In dieser Serie ist nur eines klar: Klar ist gar nichts.

Ignatavicius darf spielen

Der zuständige Player-Safety-Officer (PSO) empfiehlt wegen eines Slew-Footings in Spiel fünf mindestens zwei Spielsperren für Simas Ignatavicius, der Einzelrichter spricht aber nur eine Spielsperre aus. «Die Aktion sei für Heldner nicht unerwartet («aus dem Nichts») gekommen, sondern aus dem Zweikampf heraus», schreibt der Einzelrichter. Das bedeutet: Die Spieler müssen in jedem Zweikampf mit einem Slew-Footing rechnen? Ignatavicius (18) hat seine Sperre in Spiel sechs verbüsst.

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