Darum gehts
- Servette, ZSC Lions und Lugano kämpfen am Montag um Heimvorteil
- Servette benötigt drei Punkte gegen Kloten, ZSC bleibt auswärts ungeschlagen
- Servette holte 2,16 Punkte pro Heimspiel, ZSC gewann acht Auswärtsspiele nacheinander
Die Ausgangslage vor der letzten Runde ist spannend. Drei Teams können sich noch den Heimvorteil sichern: Servette, die ZSC Lions (beide 88 Punkte) und Lugano (86).
Aufgrund der Bilanz aus den direkten Begegnungen haben die Genfer gegenüber den Zürchern die Nase vorn. Das heisst, dass Servette drei Punkte daheim gegen Kloten reichen, um sich Platz 3 zu sichern. Um das Heimrecht einzutüten, darf das Peltonen-Team sonst keinen Punkt auf den ZSC oder nicht mehr als einen Zähler auf Lugano einbüssen – ausser das Trio hat am Schluss gleich viele Punkte. Dann wären die Romands dank der Erdrutsch-Bilanz gegen den ZSC (12:0) trotz negativem Saison-Ergebnis gegen Lugano (2:10) Dritter.
Die Lions ihrerseits haben den Heimvorteil im Viertelfinal auf sicher, wenn sie in Langnau gewinnen. Gegenüber Lugano haben sie zwei Punkte Reserve sowie das gewonnene Direktduell auf ihrer Seite, solange sie nicht auch gleichzeitig noch mit Servette punktgleich sind. Um noch Dritter zu werden, muss der Meister mindestens einen Punkt auf Servette gutmachen. Dann könnte man, wie in den letzten beiden Finals, auf Lausanne treffen.
«Der Heimvorteil spielt eine enorm grosse Rolle»
Lugano ist bezüglich Heimrecht also im Hintertreffen und auf eine Niederlage von Servette oder Zürich angewiesen und könnte noch von Lausanne abgefangen werden. Die Tessiner haben zwei Punkte Vorsprung auf die Waadtländer. Bei Punktgleichheit wäre da nach dem ausgeglichenen Direktduell die Tordifferenz der ganzen Quali massgebend. Die spricht noch für Lugano. Undenkbar ist es allerdings nicht, dass Lausanne daheim gegen Ajoie den 8-Tore-Rückstand aufholen kann. Sollte die Tordifferenz identisch sein, käme die höhere Anzahl geschossener Tore zum Zug. Da liegt Lausanne mit 153:146 schon vorne.
Nach aktuellem Stand käme es aber zum Romand-Derby, während der ZSC und Lugano ihre alte Rivalität wiederbeleben könnten.
Auf die Frage, wie wichtig der dritte Platz wäre, sagte ZSC-Verteidiger Dario Trutmann (33) am Samstagabend auf Mysports: «Sehr wichtig. Ich glaube, man sieht es jedes Jahr, dass der Heimvorteil eine enorm grosse Rolle spielt. Und den wollen wir uns am Montag definitiv holen.»
Die Ansicht des Routiniers lässt sich statistisch allerdings nur bedingt erhärten. Schaut man auf die Duelle Dritter gegen Sechster und Vierter gegen Fünfter in den letzten zehn Playoffs, ist die Bilanz ausgeglichen: Zehnmal gewann das Team mit dem Heimrecht, zehnmal aber die Mannschaft, die nicht auf den Heimvorteil zählen konnte.
ZSC in den Playoffs seit 2023 daheim ungeschlagen
In den 20 Serien gab es immer mindestens einen Auswärtssieg, 15-mal gar mindestens zwei. Zu Trutmanns Ehrenrettung soll aber auch nicht verschwiegen werden, dass dabei 64 Heimerfolge 49 Auswärtssiegen gegenüber stehen.
2024/25
Bern (3.) – Fribourg (6.) 3:4 (4 Heimsiege:3 Auswärtssiege)
Zug (4.) – Davos (5.) 0:4 (2:2)
2023/24
Lausanne (3.) – Davos (6.) 4:3 (3:4)
Zug (4.) – Bern (5.) 4:3 (5:2)
2022/23
SCRJ Lakers (3.) – Zug (6.) 2:4 (5:1)
ZSC Lions (4.) – Davos (5.) 4:1 (4:1)
2021/22
ZSC Lions (3.) – Biel (6.) 4:3 (3:4)
SCRJ Lakers (4.) – Davos (5.) 3:4 (4:3)
2020/21
Fribourg (3.) – Servette (6.) 1:4 (3:2)
Lausanne (4.) – ZSC Lions (5.) 2:4 (5:1)
2018/19
Lausanne (3.) – SCL Tigers (6.) 4:3 (3:4)
Biel (4.) – Ambri (5.) 4:1 (4:1)
2017/18
Biel (3.) – Davos (6.) 4:2 (3:3)
Lugano (4.) – Fribourg (5.) 4:1 (2:3)
2016/17
Zug (3.) – Servette (6.) 4:0 (2:2)
Lausanne (4.) – Davos (5.) 0:4 (2:2)
2015/16
Servette (3.) – Fribourg (6.) 4:1 (4:1)
Zug (4.) – Lugano (5.) 0:4 (2:2)
2014/15
Lugano (3.) – Servette (6.) 2:4 (3:3)
Zug (4.) – Davos (5.) 2:4 (1:5)
Total
10 Sieger mit Heimvorteil, 10 Sieger ohne Heimvorteil
64 Heimsiege, 49 Auswärtssiege
2024/25
Bern (3.) – Fribourg (6.) 3:4 (4 Heimsiege:3 Auswärtssiege)
Zug (4.) – Davos (5.) 0:4 (2:2)
2023/24
Lausanne (3.) – Davos (6.) 4:3 (3:4)
Zug (4.) – Bern (5.) 4:3 (5:2)
2022/23
SCRJ Lakers (3.) – Zug (6.) 2:4 (5:1)
ZSC Lions (4.) – Davos (5.) 4:1 (4:1)
2021/22
ZSC Lions (3.) – Biel (6.) 4:3 (3:4)
SCRJ Lakers (4.) – Davos (5.) 3:4 (4:3)
2020/21
Fribourg (3.) – Servette (6.) 1:4 (3:2)
Lausanne (4.) – ZSC Lions (5.) 2:4 (5:1)
2018/19
Lausanne (3.) – SCL Tigers (6.) 4:3 (3:4)
Biel (4.) – Ambri (5.) 4:1 (4:1)
2017/18
Biel (3.) – Davos (6.) 4:2 (3:3)
Lugano (4.) – Fribourg (5.) 4:1 (2:3)
2016/17
Zug (3.) – Servette (6.) 4:0 (2:2)
Lausanne (4.) – Davos (5.) 0:4 (2:2)
2015/16
Servette (3.) – Fribourg (6.) 4:1 (4:1)
Zug (4.) – Lugano (5.) 0:4 (2:2)
2014/15
Lugano (3.) – Servette (6.) 2:4 (3:3)
Zug (4.) – Davos (5.) 2:4 (1:5)
Total
10 Sieger mit Heimvorteil, 10 Sieger ohne Heimvorteil
64 Heimsiege, 49 Auswärtssiege
Abgesehen vom finanziellen Aspekt, bei jedem zusätzlichen Heimspiel klingelt es in der Kasse, dürfte die Heimrecht-Frage vor allem für Servette wichtig sein. Die Genfer waren in der Quali zu Hause um Welten besser als in der Fremde: In der Les-Vernets-Halle holten sie 2,16 Punkte pro Spiel. Auswärts liegt der Schnitt bei 1,31.
Bei den ZSC Lions (1,69 gegenüber 1,76) und Lugano (1,64 gegenüber 1,76) ist der Schnitt vor den eigenen Fans hingegen schlechter als auswärts. Die Zürcher haben zuletzt sogar acht Gastspiele in Folge gewonnen und fünf von sechs Heimspielen verloren.
Diese Bilanz war Trutmann nicht bewusst. «Das müssen wir nicht überbewerten», sagte der Routinier aber. Im Hinterkopf dürfte er wahrscheinlich eher haben, dass die Lions in den Playoffs auf dem Weg zu zwei Titeln in Folge die letzten 16 Spiele in der Swiss Life Arena gewonnen und dabei nur 21 Tore kassiert haben.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | HC Davos 3:0 | 52 | 71 | 117 | |
2 | HC Fribourg-Gottéron 2:0 | 52 | 47 | 100 | |
3 | Genève-Servette HC 3:0 | 52 | 11 | 91 | |
4 | ZSC Lions 0:0 | 52 | 30 | 89 | |
5 | HC Lugano 2:0 | 52 | 29 | 89 | |
6 | Lausanne HC 1:0 | 52 | 20 | 87 | |
7 | SC Rapperswil-Jona Lakers 2:1 | 52 | -7 | 81 | |
8 | EV Zug 0:2 | 52 | -18 | 75 | |
9 | SC Bern 0:2 | 52 | -11 | 68 | |
10 | EHC Biel 0:3 | 52 | -22 | 67 | |
11 | SCL Tigers 0:0 | 52 | -5 | 65 | |
12 | EHC Kloten 0:3 | 52 | -22 | 63 | |
13 | HC Ambri-Piotta 1:2 | 52 | -46 | 59 | |
14 | HC Ajoie 0:1 | 52 | -77 | 40 |




