Kloten-Jubel, Tessiner Frust
Regel 69.1 spaltet die Hockey-Schweiz

Bei Kloten bleibt kein Auge und bald auch keine Kehle trocken. Der HCD zeigt einmal mehr allen, wo der Hammer hängt. Und in Ambri fiebert man in der Kabine (vergeblich) mit Lugano mit.
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Stephan RothStv. Eishockey-Chef

Sieger der Sieger: HC Davos

Sie hätten auch längst die Füsse hochlagern können, die Davoser. Doch sie zeigen der Konkurrenz noch einmal, wo der Hammer hängt. Auswärts servieren sie die Finalisten der beiden letzten Jahre, Lausanne (6:2) und ZSC Lions (2:1), ab. Hut ab, die Playoffs können kommen!

Der HCD (im Bild Rasmus Asplund, links, gegen ZSC-Verteidiger Jan Schwendeler) zeigt zum Schluss der Quali noch einmal, wer Herr im Ring ist.
Foto: keystone-sda.ch
Das erwartet dich, wenn du deinem Lieblingsklub folgst
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Neu für Hockey-Fans:Das erwartet dich, wenn du deinem Lieblingsklub folgst

Verlierer: SCL Tigers

Nach einer Saison, in der sie der Konkurrenz zeigten, wie viel man mit weniger Geld erreichen kann, bleiben die Tiger auf der Zielgerade ohne Sprit im Tank stehen. In den fünf Spielen nach dem Olympia-Break holt Langnau keinen Punkt mehr und enttäuscht am Samstag im Strich-Gipfel in Biel (1:5). Bitter.

Tabelle nach den Olympischen Spielen: 1. Davos 5 Spiele, 12 Punkte, 2. Servette 5/11. 3. SCRJ Lakers 5/11. 4. Kloten 5/10. 5. Fribourg 4/9. 6. Biel 5/8. 7. Zug 5/8. 8. Lausanne 5/8. 9. ZSC Lions 5/8. 10. Ambri 5/7. 11. Lugano 5/5. 12. Bern 5/4. 13. Ajoie 4/1. 14. SCL Tigers 5/0.

Die SCL Tigers bleiben auf der Strecke. Wie bei Kloten heisst es: Ferien statt Play-Ins.
Foto: keystone-sda.ch

Gewinner: Christian Dubé

Der EHC Biel hat seinen Ruf als Meister des Trainerwechsels zementiert: In den zehn Spielen nach der Entlassung von Martin Filander fahren die Seeländer unter Christian Dubé 16 Punkte ein und holen sich die Big Points in den Derbys gegen Bern und zuletzt Langnau, die den Sprung in die Play-Ins sichern. Dabei startete der charismatische Kanadier mit fünf Punkten Rückstand auf den Strich. Jetzt geht es für Dubé gegen den SCB, wo er Anfang Oktober als Tapola-Nachfolger im Gespräch war, aber leer ausging.

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Christian Dubé hat es möglich gemacht, …
Foto: keystone-sda.ch

Verlierer: Regel 69.1

Darum wird Luganos Alatalo-Goal annulliert
0:45
Nach Coaches Challenge:Darum wird Luganos Alatalo-Goal annulliert

Kaum eine Runde vergeht in der Quali-Endphase, in der die Regel 69.1 nicht für Diskussionen sorgt. Diesmal beschäftigt der Tatbestand der «Behinderung am Torhüter» das Schiedsrichter-Duo Micha Hebeisen und Julien Staudenmann (siehe Video oben). Minutenlang betrachten sie die Szene des vermeintlichen Siegestreffers von Luganos Santeri Alatalo und sind sich dabei zunächst nicht einig. Dann entscheiden sie sich, den Treffer wegen einer Behinderung von Zach Sanford an Goalie Ludovic Waeber zu streichen. Kloten ist dadurch gerettet, Ambri schaut in die Röhre und Lugano muss ums Heimrecht im Viertelfinal bangen. Es wird nicht das letzte Mal sein, dass die Regel 69.1, die den Unparteiischen etwas gar viel Spielraum lässt, für Aufregung sorgen wird.

Gewinner: Steve Kellenberger

Schon fast kitschig verläuft der Abschied von Kloten-Captain Kellenberger. Der 39-Jährige, der nun U18-Trainer wird, bereitet das 2:1 in der Overtime vor, die den vorzeitigen Klassenerhalt der Zürcher Unterländer auch mathematisch besiegeln. Danach fliessen bei «Chälli» die Tränen.

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Nach dem Sieg gegen Lugano (2:1 n.V.) fliessen bei Kellenberger die Tränen.
Foto: keystone-sda.ch

Ein letztes Spiel hat das Klotener Urgestein am Montag in Genf noch. Da kann er es mit seinen Teamkollegen auf der langen Rückfahrt im Bus noch einmal so richtig krachen lassen. Da bleibt kein Auge und auch keine Kehle trocken.

«Am Schluss haben wir das Glück beansprucht»
2:15
Kellenberger nach Sieg:«Am Schluss haben wir das Glück beansprucht»

Gewinner: Jussi Tapola

Ambri muss zwar in den Playout-Final gegen Ajoie. Dennoch gehört Trainer Jussi Tapola zu den Siegern der Woche. Am Dienstag trennte sich der Klub von Diva Chris DiDomenico, den der Finne kaltgestellt hatte, obwohl er jetzt nur noch über fünf Ausländer verfügt. Und am Mittwoch verlängerten die Biancoblù den Vertrag mit Tapola gleich um drei Jahre. Die Mannschaft leistet dem fordernden Ex-SCB-Coach die Gefolgschaft, gewinnt beide Spiele nach der DiDo-Trennung. Gegen Ajoie ohne Glanz (3:2 n.P.), gegen Bern (4:1) aber fulminant. Von ungewöhnlichen Emotionen berichtet Ambri-Torschütze Isacco Dotti danach gegenüber RSI. Man habe in der Kabine für einmal mit Lugano (siehe Regel 69.1) mitgefiebert.

Ambri-Trainer Jussi Tapola kann sich über zwei Siege nach der Trennung von Diva Chris DiDomenico freuen.
Foto: keystone-sda.ch
National League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
HC Davos
HC Davos
51
68
114
2
HC Fribourg-Gottéron
HC Fribourg-Gottéron
51
45
97
3
Genève-Servette HC
Genève-Servette HC
51
8
88
4
ZSC Lions
ZSC Lions
51
30
88
5
HC Lugano
HC Lugano
51
27
86
6
Lausanne HC
Lausanne HC
51
19
84
7
SC Rapperswil-Jona Lakers
SC Rapperswil-Jona Lakers
51
-8
78
8
EV Zug
EV Zug
51
-16
75
9
SC Bern
SC Bern
51
-9
68
10
EHC Biel
EHC Biel
51
-19
67
11
SCL Tigers
SCL Tigers
51
-5
64
12
EHC Kloten
EHC Kloten
51
-19
63
13
HC Ambri-Piotta
HC Ambri-Piotta
51
-45
59
14
HC Ajoie
HC Ajoie
51
-76
40
Playoffs
Qualifikationsspiele
Relegation Play-Offs
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