Ambri-Tapola vor Duell gegen Ex-Klub SC Bern
Haben Sie keine Angst, dass sich die DiDo-Trennung rächen könnte?

Bewegte Tage für den finnischen Ambri-Coach Jussi Tapola (51). Erst die Trennung von Topskorer Chris DiDomenico, dann die Vertragsverlängerung um drei Jahre und am Samstagabend das Duell gegen Ex-Klub SCB.
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Seit Ende Januar steht Jussi Tapola bei Ambri an der Bande.
Foto: Jonathan Vallat/freshfocus

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Ambri benötigt sechs Punkte, Kloten darf keinen Punkt mehr holen
  • Trainer Tapola glaubt noch an die Wende
  • Tapola spielt am Samstag gegen Ex-Klub Bern
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Stephan RothStv. Eishockey-Chef

Blick: Ambri braucht noch sechs Punkte und Kloten darf gleichzeitig in den letzten beiden Spielen keinen Punkt mehr holen, damit Sie den Playouts gegen Ajoie entgehen. Glauben Sie noch daran?
Jussi Tapola:
Oh, sicher. Es ist immer alles möglich. Doch wir müssen auch realistisch sein. Kloten ist eine starke Mannschaft und hat in den letzten Spielen sehr gut gespielt. Sie hat sich ihren Platz verdient.

Die letzten 2 Runden

Samstag, 7. März

  • Ajoie – Servette
  • Ambri – Bern
  • Biel – SCL Tigers
  • Fribourg – Lausanne
  • Kloten – Lugano
  • ZSC Lions – Davos
  • Zug – SCRJ Lakers

Montag, 9. März

  • Bern – Fribourg
  • Davos – Biel
  • Servette – Kloten
  • Lugano – Zug
  • Lausanne – Ajoie
  • SCRJ Lakers – Ambri
  • SCL Tigers – ZSC Lions

Samstag, 7. März

  • Ajoie – Servette
  • Ambri – Bern
  • Biel – SCL Tigers
  • Fribourg – Lausanne
  • Kloten – Lugano
  • ZSC Lions – Davos
  • Zug – SCRJ Lakers

Montag, 9. März

  • Bern – Fribourg
  • Davos – Biel
  • Servette – Kloten
  • Lugano – Zug
  • Lausanne – Ajoie
  • SCRJ Lakers – Ambri
  • SCL Tigers – ZSC Lions

Wenn die aufstiegsberechtigten Teams La Chaux-de-Fonds und Visp im Viertelfinal ausscheiden würden, blieben Ihnen die Playouts gegen Ajoie erspart. Würden Sie das vorziehen?
Die Regeln sind, wie sie sind. Aus meiner Sicht wäre es nicht schlecht, wenn ich meine Spieler noch besser kennenlernen könnte, wir unser System implementieren und Details verbessern könnten. Und jetzt liegen La Chaux-de-Fonds und Visp ja in ihren Serien 3:2 vorne.

Verfolgen Sie die Playoffs der Swiss League?
Ja, wenn auch nicht in so hoher Intensität, wenn wir gleichzeitig Spiele haben. Aber ich beobachte schon das ganze Jahr die Swiss League. Ich verfolge das Ganze, weil man in meiner Position auch wissen muss, wie sich die Schweizer Spieler dort schlagen.

Nach dem Abgang von Chris DiDomenico haben Sie nur noch fünf Ausländer. Haben Sie keine Angst, dass Sie die vorzeitige Trennung von DiDo noch in den Hintern beissen könnte?
Für mich ging es nie um Schweizer Spieler oder Ausländer. Ich zähle nicht, ob wir immer sechs Imports haben. Wir müssen die besten verfügbaren Spieler haben. Manchmal sind das vielleicht vier Ausländer und alle anderen Spieler sind Schweizer, auch wenn alle Ausländer gesund sind. Es ist also nicht automatisch so, dass man spielt, weil man Ausländer ist.

Ist es möglich, dass Ambri nächste Saison mit weniger als sechs Ausländern spielt?
Das ist immer möglich. Doch wir werden mindestens sechs Ausländer haben. Wenn wir aber Schweizer Spieler haben, die besser spielen, dann spielen die. Es ist alles eine Frage der Leistung und alle Spieler haben dabei die gleichen Chancen.

Sie hatten in den Playoffs vor zwei Jahren mit Bern auch schon freiwillig auf Corban Knight verzichtet und stattdessen mit Adam Reideborn einen Ausländer als Ersatzgoalie nominiert. In der Schweiz verstehen das viele nicht.
Ja, ich denke, das ist etwas Seltsames. Hier denken alle, dass ein Ausländer immer besser ist als ein Schweizer. Natürlich ist es das Ziel, gute Ausländer, Topspieler, zu rekrutieren. Aber es ist nicht fair für die Schweizer, wenn man immer sechs Imports aufs Eis stellt, auch wenn sie es nicht verdienen. Unser Ziel ist es, junge Spieler zu entwickeln und zu rekrutieren, die nach Ambri kommen, um sich zu verbessern, um hier eine gute Rolle zu bekommen, um hier Verantwortung zu übernehmen. Dann können sie sich so weit entwickeln, dass sie in der Nationalmannschaft spielen und sich mit Schweizer Topspielern messen können.

Ist das realistisch?
Wir haben Spieler wie Tommaso De Luca, Miles Müller, Lukas und Manix Landry. Wir haben eine Menge junger Spieler, die jetzt heranwachsen, und wir werden sie spielen lassen.

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Man fragt sich, wie sich Ambri einen Trainer mit Ihrem Palmarès leisten kann. Haben Sie einen Rabatt gegeben, weil Sie einen Vertrag für drei Jahre bekommen haben?
Ich bin kein so teurer Trainer. Mir gefällt die Philosophie hier, ich mag die Leute, und wir haben einen klaren Plan, wo wir hinwollen. Wir sind auch realistisch genug, um zu wissen, dass es Zeit braucht. Und es ist ein grossartiger Ort, um als Coach zu kommen, wenn man weiss, dass alle hinter dem Plan stehen.

Viele sind nicht so zuversichtlich, dass man in Ambri Geduld haben wird.
Ich weiss, dass es Zweifel gibt, aber auch, dass die Fans und die Leute um uns herum verstehen, dass junge Spieler, wenn wir sie spielen lassen und ihnen Verantwortung übertragen, Zeit brauchen, um zu wachsen. Doch jeder Spieler, der hierher kommt, hier spielt und trainiert, muss wissen, dass es kein leichter Weg sein wird. Aber wenn sie bereit sind, diesen Weg zu gehen, dann werden sie besser werden. Das ist hundert Prozent sicher.

Ich schätze, DiDomenico ist nicht der einzige Spieler, der nicht perfekt zu ihrer Philosophie passt.
Es geht mehr um Werte. Wir brauchen Spieler, die in der Lage sind, den Werten zu folgen und mit Disziplin zu spielen. Zum Beispiel bei der Länge der Einsätze oder dem Vermeiden von Strafen. Dinge, die den Unterschied ausmachen. Die wichtigen Spieler sollen die Leader sein. Sie sollten die Vorbilder sein, zu denen die jungen Spieler aufschauen. Unsere Führungsspieler tragen eine grosse Verantwortung. Sie sollen zeigen, wie man richtig trainiert und wie man richtig spielt. Alles, was dazu gehört, um ein Profispieler zu sein.

Das Duell gegen Ihren Ex-Klub hat keine Auswirkungen mehr auf den SCB. Es wäre doch verlockend für Sie gewesen, sich für Ihre Entlassung rächen zu können.
Ich habe keine Revanche-Gelüste gegenüber dem SCB. Es geht für uns darum, dass wir unseren Fans etwas zeigen müssen. Niemand war glücklich über das letzte Heimspiel gegen Davos. Dafür wollen wir uns revanchieren und dann konzentrieren wir uns darauf, dass wir von Spiel zu Spiel, von Woche zu Woche besser werden.

Ist es für Sie persönlich ein besonderes Spiel?
Das würde ich so nicht sagen. Klar, ich kenne die Spieler, aber es fühlt sich so an, als wäre es schon lange her, dass ich dort Trainer war, also konzentriere ich mich darauf, dass ich unserem Team helfen kann.

Können Sie verstehen, dass man Sie damals gefeuert hat?
Nach nur neun Spielen ist es immer schwierig. Wir spielten Champions League und waren da in einer guten Position. Ich weiss aber, dass wir ein paar Spiele verloren haben, die wir hätten gewinnen müssen, wie gegen Kloten oder Ajoie. Ich verstehe, dass der Saisonbeginn nicht gut genug war, aber neun Spiele sind auch eine sehr kurze Zeit für eine Mannschaft.

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National League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
HC Davos
HC Davos
50
67
111
2
HC Fribourg-Gottéron
HC Fribourg-Gottéron
50
46
97
3
ZSC Lions
ZSC Lions
50
31
88
4
HC Lugano
HC Lugano
50
28
85
5
Genève-Servette HC
Genève-Servette HC
50
4
85
6
Lausanne HC
Lausanne HC
50
18
81
7
SC Rapperswil-Jona Lakers
SC Rapperswil-Jona Lakers
50
-9
76
8
EV Zug
EV Zug
50
-15
74
9
SC Bern
SC Bern
50
-6
68
10
EHC Biel
EHC Biel
50
-23
64
11
SCL Tigers
SCL Tigers
50
-1
64
12
EHC Kloten
EHC Kloten
50
-20
61
13
HC Ambri-Piotta
HC Ambri-Piotta
50
-48
56
14
HC Ajoie
HC Ajoie
50
-72
40
Playoffs
Qualifikationsspiele
Relegation Play-Offs
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