Darum gehts
- Biel und Langnau kämpfen am Samstag um den letzten Play-In-Platz
- Hofer und Petersson gehören mit je 35 Jahren zu den Top-Torschützen
- Hofer: 18 Tore, Petersson: 24 Tore in dieser Eishockey-Saison
Biel und die SCL Tigers machen den letzten freien Play-In-Platz zu 99 Prozent unter sich aus. Wer im Direktduell am Samstagabend den Dreier holt, hat es bereits fix geschafft. Für einen Dreier braucht es Tore und dafür haben die beiden Teams je einen Spezialisten. Bei Biel ist es aktuell Fabio Hofer, in Langnau André Petersson. Beide gehören mit ihren 35 Jahren zu den Routiniers in der Liga, spielen gerade die beste Saison ihres Lebens, blicken aber völlig unterschiedliche Biografien zurück.
Duca lotste Hofer mit Verspätung in die Schweiz
Hofer ist Österreicher und im vorarlbergerischen Lustenau direkt an der Schweizer Grenze aufgewachsen. Seine Heimatstadt ist eine historische Marktgemeinde. Im Mittelalter wurde Orten das Marktrecht verliehen, die städtisch geprägt, aber nicht zu gross waren. Obwohl Hofer als Hockeyspieler stets über eine Schweizer Lizenz verfügte, dauerte es seine Zeit, ehe er den Schweizer Markt erforschte.
Bis er 27 war, tingelte der Stürmer durch die österreichische Liga (Dornbirn, Salzburg, Linz), ehe ihn der damalige Sportchef Paolo Duca 2018 zu Ambri holte. Dieser hatte in der Vorsaison schon mit Dominic Zwerger, einem anderen Vorarlberger, sehr gute Erfahrungen gemacht. Auch Hofer fand sich sofort zurecht, erzielte in seiner Premieren-Saison 13 Tore und liefert seither Jahr für Jahr.
NHL-Karriere von Petersson klappte nicht
Daran hat auch sein Wechsel 2020 zu Biel nichts geändert. Mindestens 8 Tore gab es von ihm jede Saison, aktuell sind es 18 und so viele wie noch nie. Hofer ist nach Lausannes Théo Rochette (22 Treffer) der zweitbeste Torschütze in der Liga mit Schweizer Lizenz. Das ist riesig für einen Spieler, der als Spätzünder in die Liga gefunden hat und für den sich die Grossklubs im Land nie interessiert haben.
Komplett anders ist der Werdegang von Petersson. Aufgewachsen ist dieser im kleinen südschwedischen Ort Olofström, wo das nah gelegene Harasjömala Fiskecamp mit 23 Seen und fliessenden Gewässern als eines der schönsten Fischerparadiese des Nordens gilt. Um zu einem grossen Fisch in Nordamerika zu werden, hat es für ihn trotzdem nicht gereicht – nach nur einem NHL-Spiel für die Ottawa Senators und drei Jahren in der AHL kehrte Petersson 2015 nach Europa zurück.
Wegen der finnischen Armee in Langnau
Die KHL wurde anschliessend sein neues Betätigungsfeld, für Sotschi, Astana, Omsk, Jaroslawl und Dynamo Moskau füllte er die Netze. Seinen Bestwert lieferte 2018/19 für den kasachischen Verein Barys Astana mit 23 Treffern. Nach dem Beginn des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine löste Petersson seinen Vertrag bei Dynamo Moskau auf und kehrte in die Heimat zu HV71 nach Jönköping zurück, von wo aus er seine Profi-Karriere gestartet hatte.
Dienstag, 24. Februar
- Ambri – Lausanne
- Bern – Kloten
- Davos – SCL Tigers
- Lugano – Biel
- SCRJ Lakers – Servette
- ZSC Lions – Ajoie
- Zug – Fribourg
Freitag, 27. Februar
- Ajoie – Lugano
- Ambri – Davos
- Biel – Zug
- Servette – Bern
- Kloten – SCL Tigers
- Lausanne – ZSC Lions
- SCRJ Lakers – Fribourg
Samstag, 28. Februar
- Bern – Biel
- Davos – Kloten
- Lugano – Lausanne
- SCL Tigers – SCRJ Lakers
- ZSC Lions – Servette
- Zug – Ambri
Donnerstag, 5. März
- Ajoie – Ambri
- Bern – Zug
- Servette – Biel
- Lugano – ZSC Lions
- Lausanne – Davos
- SCRJ Lakers – Kloten
- SCL Tigers – Fribourg
Samstag, 7. März
- Ajoie – Servette
- Ambri – Bern
- Biel – SCL Tigers
- Fribourg – Lausanne
- Kloten – Lugano
- ZSC Lions – Davos
- Zug – SCRJ Lakers
Montag, 9. März
- Bern – Fribourg
- Davos – Biel
- Servette – Kloten
- Lugano – Zug
- Lausanne – Ajoie
- SCRJ Lakers – Ambri
- SCL Tigers – ZSC Lions
Dienstag, 24. Februar
- Ambri – Lausanne
- Bern – Kloten
- Davos – SCL Tigers
- Lugano – Biel
- SCRJ Lakers – Servette
- ZSC Lions – Ajoie
- Zug – Fribourg
Freitag, 27. Februar
- Ajoie – Lugano
- Ambri – Davos
- Biel – Zug
- Servette – Bern
- Kloten – SCL Tigers
- Lausanne – ZSC Lions
- SCRJ Lakers – Fribourg
Samstag, 28. Februar
- Bern – Biel
- Davos – Kloten
- Lugano – Lausanne
- SCL Tigers – SCRJ Lakers
- ZSC Lions – Servette
- Zug – Ambri
Donnerstag, 5. März
- Ajoie – Ambri
- Bern – Zug
- Servette – Biel
- Lugano – ZSC Lions
- Lausanne – Davos
- SCRJ Lakers – Kloten
- SCL Tigers – Fribourg
Samstag, 7. März
- Ajoie – Servette
- Ambri – Bern
- Biel – SCL Tigers
- Fribourg – Lausanne
- Kloten – Lugano
- ZSC Lions – Davos
- Zug – SCRJ Lakers
Montag, 9. März
- Bern – Fribourg
- Davos – Biel
- Servette – Kloten
- Lugano – Zug
- Lausanne – Ajoie
- SCRJ Lakers – Ambri
- SCL Tigers – ZSC Lions
In Langnau gelandet ist der Schwede – man mag es kaum glauben – wegen der finnischen Armee. Oder besser gesagt, weil der finnische Tigers-Stürmer Aleksi Saarela über Jahre seinen Militärdienst verschlampt hatte und im vergangenen Sommer unwiderruflich eingezogen wurde. Langnaus Sportchef Pascal Müller war zunächst alles andere als begeistert, dass er im Hochsommer wegen dieser Geschichte einen adäquaten Ersatz zu beschaffen hatte, doch es gelang ihm mit Petersson ein absoluter Glücksgriff.
Bilanz und Form spricht für Hofer
24 Tore sind dem 57-fachen schwedischen Nationalspieler gelungen, damit ist er hinter HCD-Goalgetter Matej Stransky (28 Treffer) der zweitbeste Torschütze der Liga. Und dies, obwohl er verletzungsbedingt sieben Spiele verpasst hat. Inzwischen spricht in Langnau niemand mehr von Saarela und der Vertrag mit Petersson wurde im Dezember vorzeitig verlängert.
Biel-Hofer oder Langnau-Petersson – welcher Scharfschütze schlägt im Spiel der Spiele im Strichkampf zu? Nimmt man die bisherigen Saisonduelle der beiden Teams (2:1-Siege und 5:4-Punkte für Biel) als Massstab, ist Hofer im Vorteil. Schon drei Tore und drei Assists gelangen dem schon vor fünf Jahren aus familiären Gründen aus Österreichs Nationalmannschaft zurückgetretenen Stürmer in diesen – da hinkt Petersson mit einem Tor, einem Assist und einem Penaltytor hinterher. Auch präsentiert sich Hofer seit der Olympia-Pause formstärker mit fünf Skorerpunkten (drei Tore, zwei Assists) gegenüber deren drei (zwei Tore, ein Assist) des Schweden.


