Nach dem besten Saisonstart der Klubgeschichte und einem Ausflug in die Spitzenregion der Tabelle halten sich die SCRJ Lakers allen Tiefs zum Trotz hartnäckig auf einem Play-In-Platz. Angesichts des Personalvergleichs mit der direkten Konkurrenz doch überraschend. So erstaunt es auch, dass Trainer Johan Lundskog (Sd/Ka) freiwillig auf den Einsatz eines ausländischen Verteidigers verzichtet: Julius Honka war die letzten fünf Partien überzählig.
Dabei wurde der Finne vor der Saison noch als Toptransfer verbucht. Mit Spektakel-Toren verdiente sich der 30-Jährige die Bezeichnung «Zirkus Honka». Sein Showtalent hat aber eine Kehrseite: Honkas Freigeist und Unberechenbarkeit können in Rappis nicht nur hochkarätig besetzter Defensive zur Belastung werden und das Team auch mal ein Spiel kosten. Oder ihm einen Bärendienst erweisen: Im November wurde er wegen eines Slewfootings gegen HCD-Asplund für ein Spiel gesperrt. Und im Januar für einen üblen Ellbogencheck gegen Tiger Bachofner direkt unter die Dusche geschickt, wobei nur noch drei SCRJ-Ausländer auf dem Eis übrig blieben.
Lundskog ist es gelungen, dem Spielermaterial seiner Abwehr ein so passendes System zu verpassen, das jedoch keine Ausreisser verträgt. Er maximiert deren Einfluss aufs Spiel. «Dem Kollektiv unserer Verteidigung muss ich ein grosses Kompliment machen», sagt der SCRJ-Trainer. Und warum spielt Honka nicht? Der 41-Jährige lässt durchblicken, dass Honka im Vergleich mit den beiden anderen Abwehrsöldnern Jacob Larsson (Sd) und Lawrence Pilut (Sd) generell schlechter abschneidet.
Vierter Klub in drei NL-Jahren
Basiert ein Spiel eines Teams dermassen auf Verlässlichkeit, ist es eine Frage des Vertrauens ineinander. Die Verteidiger vertrauen den Vorgaben und halten sich an sie, das kann andere Defizite kompensieren. Soloaktionen sind nur selten erfolgreich und daher nicht wirklich erwünscht. In der eigenen Zone müssen die Lakers als Einheit funktionieren, so Lundskogs Plan. Was schwierig wird für seine Abwehr, zeigte sich im Startdrittel des Duells gegen Kloten: Sobald man zu passiv agiert und die Offensivwellen der Gegner abwartet, funktioniert das eigene Spiel nicht mehr.
Die Lakers sind bereits Honkas vierter Klub in drei NL-Jahren. Sein Vertrag läuft eigentlich noch bis 2027. Doch wenn ein Ausländer in der heissen Saisonendphase auf die Tribüne muss, ist das ein deutliches Zeichen. Bringt man ihn noch in die gewünschte Spur zurück? Oder sucht man etwa einen Abnehmer für den Finnen?
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