Aaltonen behält im Penaltyschiessen die Nerven
5:32
SC Bern – EV Zug 2:1 n.P.Aaltonen behält im Penaltyschiessen die Nerven

Play-In-Qualifikation gesichert
Darf Ehlers jetzt SCB-Coach bleiben?

Der SCB hat sich mit dem Einzug in die Play-Ins die Chance auf die Playoff-Qualifikation gewahrt. Ihr Saisonziel haben die Berner damit aber noch längst nicht erreicht.
Kommentieren
1/5
Heinz Ehlers hat mit dem SCB die Play-Ins erreicht.
Foto: keystone-sda.ch
RMS_Portrait_AUTOR_409.JPG
Stephan RothStv. Eishockey-Chef

Für Heinz Ehlers schloss sich der Kreis: Gegen den EV Zug hatte er sein überraschendes Engagement beim SC Bern am 11. Oktober mit einem überzeugenden 3:0-Heimsieg begonnen. Und am Donnerstag sicherten sich die Berner mit einem Zittersieg gegen den EVZ (2:1 n.P.) zu Hause einen Platz in den Play-Ins.

Aaltonen behält im Penaltyschiessen die Nerven
5:32
SC Bern – EV Zug 2:1 n.P.Aaltonen behält im Penaltyschiessen die Nerven

Beim Amtsantritt des Dänen war schon absehbar gewesen, dass der Weg zum Erreichen des offiziellen Saisonziels (Playoff-Qualifikation) über die Play-Ins führen muss. Der Rückstand auf die Top 6 betrug schon zehn Punkte und der SCB war als Zwölfter den Playouts näher als den Playoffs.

Auch unter Ehlers strapazierten die Berner die Nerven ihrer Fans nicht selten und herzerwärmende Auftritte lassen sich an einer Hand abzählen. Phasenweise bewegte sich der SCB auf einem so schlechten Punkte-Niveau wie seit 55 Jahren nicht mehr. Vor allem die Heimauftritte waren zuweilen eine Zumutung für den zahlenden Zuschauer. Doch mit viel Krampf und wenig Glanz kam der SCB über die Runden und konnte am Donnerstag spürbar aufatmen – nicht zuletzt, weil die direkte Konkurrenz aus Biel, Langnau und Kloten punktlos blieb.

Das Motto lautete: In die Playoffs, egal wie

Das Wie spielte dabei eine untergeordnete Rolle. Längst ging es nur noch darum, zu retten, was noch zu retten ist. «In unserer Situation ist es einfach wichtig, dass wir in die Playoffs kommen. Egal wie», hatte Sportdirektor Martin Plüss nach der 4:5-Heim-Blamage gegen Ajoie Ende Oktober gesagt. Die Zeiten, in denen CEO Marc Lüthi den Trainer (Larry Huras, 2011) feuerte, weil der Unterhaltungswert zu gering war, sind zwar vorbei. Doch auf Dauer kann es sich der SCB nicht leisten, seinen Fans so wenig zu bieten. Die Zuschauerzahlen sind im Vergleich zum Vorjahr im Schnitt von 15'821 auf 15'466 gefallen.

Doch reicht das Erreichen der Play-Ins, um Ehlers die Mannschaft auch nächste Saison anzuvertrauen? Als man ihn verpflichtete, war klar gewesen, dass er nach der Saison nach Dänemark zurückkehren würde. Dies hatte er schon nach der letzten Saison, in der er den EHC Visp zum Swiss-League-Titel geführt hatte, geplant, aus administrativen Gründen aber verschoben und als Assistenzcoach in Basel angeheuert. So konnte der SCB sich auch in aller Ruhe auf die Suche nach einem neuen Trainer für die kommende Saison machen. Einen Wunder-Coach konnte man aber bisher nicht präsentieren.

So stellt sich die Frage, ob man nicht lieber den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach hat. Ehlers zu behalten, scheint zumindest eine Option zu sein. Die Türe haben sowohl der Klub als der Trainer nie zugeschlagen, da man bei der Frage, ob er nicht doch bleiben könnte, äusserst unverbindlich blieb oder beharrlich schwieg. Was für Ehlers spricht: In der Meisterschaftsphase von Mitte November bis zur Olympia-Pause bewegte sich der SCB mit einem Punkteschnitt von 1,62 auf Top-6-Niveau.

«Jetzt kann man alles über seine Mannschaft erfahren»
0:52
«Follow my Team» im Hockey:«Jetzt kann man alles über seine Mannschaft erfahren»

In den Play-Ins steht der SCB jetzt. Den Ansprüchen kann das aber eigentlich noch nicht genügen. Und der Weg in die Playoffs ist beschwerlich. Erst muss man sich gegen Biel, die SCL Tigers oder Kloten durchsetzen. Dann würden noch Zug oder wohl die SCRJ Lakers warten. Erst im Viertelfinal, wo man auf Qualisieger HC Davos treffen würde, hätte der SCB dann nichts mehr zu verlieren. So wie 2016, als man die Playoffs auf den letzten Drücker erreichte, Favorit ZSC Lions 4:0 bodigte und dann den Titel holte.

Die letzten 2 Runden

Samstag, 7. März

  • Ajoie – Servette
  • Ambri – Bern
  • Biel – SCL Tigers
  • Fribourg – Lausanne
  • Kloten – Lugano
  • ZSC Lions – Davos
  • Zug – SCRJ Lakers

Montag, 9. März

  • Bern – Fribourg
  • Davos – Biel
  • Servette – Kloten
  • Lugano – Zug
  • Lausanne – Ajoie
  • SCRJ Lakers – Ambri
  • SCL Tigers – ZSC Lions

Samstag, 7. März

  • Ajoie – Servette
  • Ambri – Bern
  • Biel – SCL Tigers
  • Fribourg – Lausanne
  • Kloten – Lugano
  • ZSC Lions – Davos
  • Zug – SCRJ Lakers

Montag, 9. März

  • Bern – Fribourg
  • Davos – Biel
  • Servette – Kloten
  • Lugano – Zug
  • Lausanne – Ajoie
  • SCRJ Lakers – Ambri
  • SCL Tigers – ZSC Lions
Externe Inhalte
Möchtest du diesen ergänzenden Inhalt (Tweet, Instagram etc.) sehen? Falls du damit einverstanden bist, dass Cookies gesetzt und dadurch Daten an externe Anbieter übermittelt werden, kannst du alle Cookies zulassen und externe Inhalte direkt anzeigen lassen.
National League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
HC Davos
HC Davos
50
67
111
2
HC Fribourg-Gottéron
HC Fribourg-Gottéron
50
46
97
3
ZSC Lions
ZSC Lions
50
31
88
4
HC Lugano
HC Lugano
50
28
85
5
Genève-Servette HC
Genève-Servette HC
50
4
85
6
Lausanne HC
Lausanne HC
50
18
81
7
SC Rapperswil-Jona Lakers
SC Rapperswil-Jona Lakers
50
-9
76
8
EV Zug
EV Zug
50
-15
74
9
SC Bern
SC Bern
50
-6
68
10
EHC Biel
EHC Biel
50
-23
64
11
SCL Tigers
SCL Tigers
50
-1
64
12
EHC Kloten
EHC Kloten
50
-20
61
13
HC Ambri-Piotta
HC Ambri-Piotta
50
-48
56
14
HC Ajoie
HC Ajoie
50
-72
40
Playoffs
Qualifikationsspiele
Relegation Play-Offs
In diesem Artikel erwähnt
Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen