Kein Wechsel mehr möglich
Ist die Ära DiDo auf Schweizer Eis endgültig vorbei?

Man sollte niemals nie sagen. Aber es ist gut möglich, dass am vergangenen Freitag die lange und explosive Karriere von Chris DiDomenico auf Schweizer Eis zu Ende gegangen ist.
Kommentieren
1/5
Eishockey ist auch Show: Chris DiDomenico bei seinem extrovertierten Jubel.
Foto: Michela Locatelli/freshfocus

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Chris DiDomenico und Ambri haben sich am Dienstag sofort getrennt
  • Ambri verzichtete trotz Abstiegskampf freiwillig auf ihren 37-jährigen Topskorer
  • DiDomenico spielte seit 2014 in der Schweiz, zuletzt bei drei Klubs
War diese Zusammenfassung hilfreich?
Externe Inhalte
Möchtest du diesen ergänzenden Inhalt (Tweet, Instagram etc.) sehen? Falls du damit einverstanden bist, dass Cookies gesetzt und dadurch Daten an externe Anbieter übermittelt werden, kannst du alle Cookies zulassen und externe Inhalte direkt anzeigen lassen.
RMS_Portrait_AUTOR_378.JPG
Marcel AllemannReporter Eishockey

Am Freitag gegen Davos (2:5) gab es nur noch knapp 9 Minuten Eiszeit. Am Samstag gegen Zug (1:4) verzichtete Ambri erstmals auf ihn und spielte stattdessen nur mit fünf Ausländern. Am Dienstag dann erfolgte die sofortige Trennung. Es ist sehr gut möglich, dass dies die letzten Spuren sind, die Chris DiDomenico (37) in der Schweiz hinterlässt.

Denn in dieser Saison kann sich der Kanadier in Europa keinem anderen Klub mehr anschliessen, der Transferschluss war am Montag um Mitternacht.

Somit bleibt uns das mögliche Spektakel verwehrt, dass «DiDo» kurzfristig bei Ajoie oder einem Aufstiegsaspiranten der Swiss League (Visp, La Chaux-de-Fonds) anheuern und Ambri im Abstiegskampf noch heftig schaden könnte. Ajoie und La Chaux-de-Fonds sollen sich gemäss «Watson» am Tag des Transferschlusses tatsächlich für ein Engagement interessiert haben, was Ambri jedoch ablehnte.

Zuletzt dreimal vorzeitige Trennung

Auf die nächste Saison dürfte es für DiDomenico schwierig werden, einen Job in der National League zu erhalten. DiDomenico sucht schon länger einen solchen – zugeschlagen hat bis jetzt niemand. Zu ramponiert ist sein Ruf als Hitzkopf, der seine Eiszeit gerne selbst bestimmt. Zu riskant ist es den Klubs vermutlich inzwischen geworden, sich die Finger zu verbrennen.

Bei seinen letzten drei Klubs Ambri, Fribourg und Bern kam es jeweils zu einer vorzeitigen Trennung. Dass Kellerkind Ambri dabei trotz DiDomenicos Stellung als Topskorer bei einer gleichzeitig äusserst ungemütlichen Tabellenlage freiwillig auf diesen verzichtet, ist für sein CV ebenfalls nicht gerade förderlich. Kommt noch dazu, dass der Kanadier inzwischen 37 Jahre alt ist und sich ohnehin in den Endzügen seiner Karriere befindet.

Elf Jahre Spektakel und Aufregung

Ob sich DiDomenico die Swiss League antun würde, falls sich da im Gegensatz zur National League Möglichkeiten ergeben (von Klubs, die Aufmerksamkeit und Skorerpunkte generieren möchten), steht in den Sternen. Die meisten Ausländerplätze 2026/27 sind allerdings wie in der National League auch dort bereits vergeben.

Als 24-Jähriger fand «DiDo» 2014 via Italien den Weg in die Schweiz. In die damalige NLB zu Langnau, wo er rasch zum Dorfkönig wurde. Abgesehen von einer Nordamerika-Saison (2017/18) sorgte der Stürmer Jahr für Jahr und auch bei Fribourg, Bern und Ambri für Spektakel, Aufregung und Diskussionen. Jetzt könnte es vorbei sein.

Externe Inhalte
Möchtest du diesen ergänzenden Inhalt (Tweet, Instagram etc.) sehen? Falls du damit einverstanden bist, dass Cookies gesetzt und dadurch Daten an externe Anbieter übermittelt werden, kannst du alle Cookies zulassen und externe Inhalte direkt anzeigen lassen.
Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen