Tapola: «Wir wählen immer die bestmögliche Aufstellung»
2:09
Nach Rauswurf von DiDo:Tapola: «Wir wählen immer die bestmögliche Aufstellung»

Heisse National-League-Woche
Tapola stellt DiDo kalt, ein Berner Rückfall und ein Stockwurf

Kloten gewinnt gegen alle, der SCB verliert gegen alle. Ambri sitzt auf einem Playout-Platz fest und Christian Dubé hat Biel flottgemacht. Die Woche in der National League im Zeitraffer.
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Dino KesslerLeiter Eishockey-Ressort

Verlierer: Chris DiDomenico

Man hatte es kommen sehen: Jussi Tapola und DiDo, zwei wie Eis und Feuer – das kann nicht gut gehen. Tapola achtet auf Disziplin und Systemfestigkeit, DiDomenico vor allem auf sich selbst. Am Freitag zeichnet sich schon ab, was am Samstag klar wird: Tapola hält nichts von DiDomenicos exzentrischen Allüren. Gegen Davos reduziert der Finne die Eiszeit der Diva auf ein Minimum, die Reise nach Zug am Samstag macht der Kanadier dann erst gar nicht mit, Ambri geht mit fünf Ausländern in diese kapitale Partie. Die Höchststrafe. Tapola sagt dazu: «Wir spielen immer mit der bestmöglichen Aufstellung.» Am Stammtisch würde man das so rüberbringen: «Ohne dich gehts besser.» Aber halt: War das vielleicht nur eine erzieherische Massnahme? Ein Psychotrick, um den Widerspenstigen zu zähmen? Dafür ist es zu spät: DiDomenico ist 37 und Ambri steht mit einem Bein und vier Zehen in den Playouts.

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Kaltgestellt: Ambri-Topskorer DiDomenico war am Samstag in Zug nicht Teil der Mannschaft.
Foto: keystone-sda.ch

Gewinner: Lauri Marjamäki

Augenzeugen berichten am letzten Dienstag von einem horrend schwachen Startdrittel der Flieger in Bern – aber dann kommt Trainer Marjamäki eine Erleuchtung. Und dann hat er die Mannschaft wohl einfach im Stil eines kanadischen Rinderfarmers zusammengefaltet. Der Rest ist eine Erfolgsgeschichte, Kloten knöpft Bern zwei Punkte ab, gewinnt zu Hause den Infight gegen die SCL Tigers und stellt dann auch noch Leader Davos kalt. Eine Woche, die Kloten von den grössten Playout-Sorgen befreit, jetzt ist man auf Tuchfühlung mit den Tigers und Biel und kann sich gar noch Hoffnungen auf die Play-Ins machen. 

Aberg nutzt Andersson als Slalomstange
2:50
Davos – Kloten 0:2:Aberg nutzt Andersson als Slalomstange

Verlierer: Heinz Ehlers

Da dachte man bereits, Ehlers habe in Bern endlich klar Schiff gemacht. Vor den Olympischen Spielen stellt der SCB eine Serie mit 13 Punkten aus sechs Spielen hin und zeigt endlich auch zu Hause (5:0 gegen Ajoie!) etwas Mumm und Schwung – und dann das. Erst ein blutleeres Spiel gegen Kloten, dann eine Niederlage in Genf und schliesslich die Derby-Pleite gegen den EHCB. Nur zwei Punkte aus drei Spielen und der SCB ist wieder mittendrin im Ballyhoo um die Play-Ins, die edlen Plätze mit der zweiten Chance (7 und 8) sind vergaukelt. Was bleibt ist ein Sofa-Derby über drei Spiele mit Biel, den Tigers und – falls es ganz dick kommt – auch noch Kloten um die billigen Plätze 9 und 10. Nicht vergessen: Das Schlussbouquet. Am 9. März kommt Fribourg um die Ecke, Geisterbahn, Schlusskurve. Der gute Rat: Besser schon vorher alles klarmachen. 

Gewinner: Mike Künzle

Gamewinner in Biel am Freitag, Gamewinner gegen Ambri am Samstag. Künzle hat einen Lauf. Am Dienstag gegen Fribourg trifft er zwar nicht ins Tor, dafür aber seinen Teamkollegen Jan Kovar, der in der Kühlbox sitzt. Ein Kunstschuss. Voll auf den Grill. Kovar ist durch Plexiglas und ein Punktrichterhäusschen geschützt, diese Flugbahn muss man erstmal hinbekommen. Er habe sich auf der Strafbank bisher immer sicher gefühlt, witzelt Kovar danach. Vor Künzle ist momentan aber keiner sicher. Der EVZ hält dank zwei Siegen in drei Spielen einen der Play-In-Plätze, die eine zweite Chance mit sich bringen. 

Gewinner: Stockwerfer Punnenovs

Vier Schiedsrichter sehen nicht, was ansonsten alle sehen: Lakers-Goalie Ivars Punnenovs verhindert am Samstag in Langnau einen Gegentreffer per Stockwurf. Spektakulär. Aber halt nicht im Sinn der Spielregeln. Statt eines Penaltys für Langnau gibt es dann aber eine verbale Abreibung von Tigers-Trainer Paterlini für die Schiedsrichter, die sich dann im Verbund und kleinlaut aus der Gefahrenzone rund um Paterlini verkrümeln. Ach ja: Die Tigers bleiben in dieser Woche ohne Punkte und stürzen unter den Strich. 

Punnenovs verhindert mit Stockwurf das 1:0
1:07
Paterlini flippt völlig aus:Punnenovs verhindert mit Stockwurf das 1:0

Gewinner: Christian Dubé (und Fabio Hofer)

Die «Woche der Wahrheit» hat für Feuerwehrmann Christian Dubé ein gutes Ende genommen. Unter dem Strich stehen fünf Punkte aus drei Spielen (zwei in Lugano, drei in Bern), über dem Strich steht der EHC Biel. Brand gelöscht. Nur im Heimspiel gegen den EVZ war nichts zu machen – aber was will man im Moment auch gegen Mike Künzle (siehe: Mike Künzle) ausrichten? Nichts, genau. Trainer Dubé hat in Biel etwas ausgelöst, und genau das war das Ziel der Aktion. Dabei hilft natürlich einer wie Fabio Hofer, der in Bern kurz vor Schluss die Nerven behält und Lias Andersson mustergültig freispielt, der dann freie Sicht auf das leere Tor hat. Gut – da stand auch nicht Ivars Punnenovs im Kasten (siehe: Ivars Punnenovs). Dubé und Biel (mit Hofer) – passt gut zusammen.

Eleganter Biel-Hofer kurvt den SCB ins Elend
4:36
SC Bern – EHC Biel 2:3:Eleganter Biel-Hofer kurvt den SCB ins Elend
National League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
HC Davos
HC Davos
49
63
108
2
HC Fribourg-Gottéron
HC Fribourg-Gottéron
49
45
94
3
ZSC Lions
ZSC Lions
49
28
85
4
HC Lugano
HC Lugano
49
31
85
5
Genève-Servette HC
Genève-Servette HC
49
2
82
6
Lausanne HC
Lausanne HC
49
22
81
7
SC Rapperswil-Jona Lakers
SC Rapperswil-Jona Lakers
49
-11
73
8
EV Zug
EV Zug
49
-14
73
9
SC Bern
SC Bern
49
-7
66
10
EHC Biel
EHC Biel
49
-21
64
11
SCL Tigers
SCL Tigers
49
0
64
12
EHC Kloten
EHC Kloten
49
-18
61
13
HC Ambri-Piotta
HC Ambri-Piotta
49
-49
54
14
HC Ajoie
HC Ajoie
49
-71
39
Playoffs
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