Darum gehts
- EHC Biel bleibt dank Coach's Challenge im Play-In-Rennen
- Dubé's Challenge annulliert SCB-Tor, Vermin sagt «50:50»-Entscheid
- Der neue Stand: Bern 66 Punkte, Biel und Tigers je 64, Kloten 61 Punkte
Der EHC Biel scheint nichts aus der 2:3-Niederlage gegen Zug vom Freitag gelernt zu haben. Auch in Bern lassen die Seeländer den kühlen Kopf und die Disziplin vermissen. Sie handeln sich im Mitteldrittel drei Strafen in Folge ein. Und beim dritten Mal klingelts kurz vor Spielmitte. Joël Vermin trifft zum 3:2 für den SCB. Doch Christian Dubé nimmt seine Coach‘s Challenge wegen einer Behinderung an Goalie Harri Säteri.
Ein klarer Fall für den Mann, der den Seeländern nach der Entlassung von Martin Filander neues Leben eingehaucht hat? «Man sagte mir sofort, dass er (Tristan Scherwey, die Red.) ihn berührt hatte», sagt Dubé. «Und es war noch früh im Spiel. Deshalb habe ich mich für die Challenge entschieden.»
Donnerstag, 5. März
- Ajoie – Ambri
- Bern – Zug
- Servette – Biel
- Lugano – ZSC Lions
- Lausanne – Davos
- SCRJ Lakers – Kloten
- SCL Tigers – Fribourg
Samstag, 7. März
- Ajoie – Servette
- Ambri – Bern
- Biel – SCL Tigers
- Fribourg – Lausanne
- Kloten – Lugano
- ZSC Lions – Davos
- Zug – SCRJ Lakers
Montag, 9. März
- Bern – Fribourg
- Davos – Biel
- Servette – Kloten
- Lugano – Zug
- Lausanne – Ajoie
- SCRJ Lakers – Ambri
- SCL Tigers – ZSC Lions
Donnerstag, 5. März
- Ajoie – Ambri
- Bern – Zug
- Servette – Biel
- Lugano – ZSC Lions
- Lausanne – Davos
- SCRJ Lakers – Kloten
- SCL Tigers – Fribourg
Samstag, 7. März
- Ajoie – Servette
- Ambri – Bern
- Biel – SCL Tigers
- Fribourg – Lausanne
- Kloten – Lugano
- ZSC Lions – Davos
- Zug – SCRJ Lakers
Montag, 9. März
- Bern – Fribourg
- Davos – Biel
- Servette – Kloten
- Lugano – Zug
- Lausanne – Ajoie
- SCRJ Lakers – Ambri
- SCL Tigers – ZSC Lions
Die Schiedsrichter geben Dubé nach langem Video-Studium recht und annullieren den Treffer. «Es war ein wichtiger Moment», sagt der ehemalige SCB-Stürmer. Ein Entscheid, der den SCB den Einzug in die Play-Ins kosten könnte und seinen Bielern auf Kosten von Langnau den Sprung über den Strich ermöglicht.
Ex-SCB-Trainer forderte Schutz für Goalies
Die Auslegung des Tatbestands der Goalie-Behinderung sorgt immer wieder für heisse Diskussionen. In vergleichbaren Fällen wurde diese Saison auch schon anders entschieden. Paradoxerweise hatte der damalige SCB-Trainer Jussi Tapola im September mehr Schutz für die Goalies gefordert, als er mit einer Coach’s Challenge beim 3:1-Sieg gegen seinen jetzigen Klub Ambri keinen Erfolg gehabt hatte.
Am Samstag in Bern sind die Schiedsrichter Mikko Kaukokari (Fi) und Daniel Piechaczek (De) der Meinung, dass Säteri nach Scherweys unstrittigen Berührung nicht mehr genug Zeit blieb, um sich auf den Schuss einzustellen.
Fast-Torschütze Joël Vermin sagt: «Klar, es wäre natürlich schön gewesen, 3:2 in Führung zu gehen. Aber das sind so Sachen, über die ich jeweils gar nicht grübeln mag, weil es nichts bringt.» Der 34-Jährige spricht von einem «50:50-Entscheid» und fügt an: «Ich glaube, über eine ganze Saison gleicht es sich aus.» Ihn ärgere mehr, dass man das Spiel verloren habe.
Berner Klubs haben es selbst in den Händen
Selbst ist der ehemalige Nati-Stürmer, den man zwischenzeitlich zum Verteidiger umfunktioniert hatte, auch beim entscheidenden 3:2-Treffer der Bieler beteiligt. Er schlägt an der offensiven blauen Linie über den Puck und lässt sich dann beim 3-gegen-3-Gegenstoss von Fabio Hofer («Ich habe einen Stürmer vor mir gesehen») umkurven, worauf der Schwede Hardy Häman Aktell vor dem Österreicher auf die Knie geht und Lias Andersson nur noch einschieben muss. Da muss sich der SCB selbst in den Hintern beissen. Entsprechend gross ist der Frust.
So ist der Strichkampf drei Runden vor Schluss wieder ganz heiss: Bern (66 Punkte) und Biel (64) belegen die Play-In-Plätze vor den SCL Tigers (64) und dem EHC Kloten (61), der sich mit vier Siegen in Folge wieder herangepirscht hat. Da Biel und Langnau am nächsten Samstag noch aufeinandertreffen, haben es alle drei Berner Klubs noch in den eigenen Händen, sich ein Play-In-Ticket zu holen. Doch Dubés erfolgreiche Coach's Challenge könnte sich am Schluss als entscheidend erweisen.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | HC Davos | 49 | 63 | 108 | |
2 | HC Fribourg-Gottéron | 49 | 45 | 94 | |
3 | ZSC Lions | 49 | 28 | 85 | |
4 | HC Lugano | 49 | 31 | 85 | |
5 | Genève-Servette HC | 49 | 2 | 82 | |
6 | Lausanne HC | 49 | 22 | 81 | |
7 | SC Rapperswil-Jona Lakers | 49 | -11 | 73 | |
8 | EV Zug | 49 | -14 | 73 | |
9 | SC Bern | 49 | -7 | 66 | |
10 | EHC Biel | 49 | -21 | 64 | |
11 | SCL Tigers | 49 | 0 | 64 | |
12 | EHC Kloten | 49 | -18 | 61 | |
13 | HC Ambri-Piotta | 49 | -49 | 54 | |
14 | HC Ajoie | 49 | -71 | 39 |

