Seit acht Spielen ohne Tor – aber er spielt immer
Hat Aaltonen einen Freipass beim SCB?

Der designierte Topskorer Miro Aaltonen hinkt den Erwartungen weit hinterher, hat er doch erst fünf Tore geschossen. Aussetzen müssen dennoch immer nur die anderen Ausländer.
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SCB-Stürmer Miro Aaltonen blieb gegen Biel im achten Spiel in Folge ohne Torerfolg.
Foto: keystone-sda.ch
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Stephan RothStv. Eishockey-Chef

Mit drei Niederlagen in den drei Spielen nach der Olympiapause ist der SCB wieder mittendrin im Strichkampf, während gleichzeitig die Wahrscheinlichkeit, noch auf Platz 7 oder 8 vorzurücken, wo man zwei Chancen auf den Playoff-Einzug hätte, auf ein Minimum geschrumpft ist.

In der Phase vor Olympia, als es dem SCB besser lief, fiel es noch nicht so ins Gewicht, dass der designierte Topskorer Miro Aaltonen (32) unter Ladehemmungen litt. Doch der ehemalige Kloten-Stürmer, der vor einem Jahr nach seiner Kokainsperre nach Bern kam, um ab dieser Saison Austin Czarnik zu ersetzen, hat seit bereits acht Spielen nicht mehr getroffen. Dabei hatte man gehofft, dass er endlich in Schwung kommt, als er Mitte Januar beim 4:3-Sieg in Zürich sein beschämendes Saisontotal von drei auf fünf Treffer aufgebessert hatte. 

Seither herrscht beim Finnen in Sachen Tore Funkstille. Auch sonst gelingt ihm nur wenig. Da Trainer Heinz Ehlers seit letzter Woche alle neun Ausländer zur Verfügung hat – Goalie Reideborn, die Verteidiger Häman Aktell, Lindholm und Iakovenko sowie neben Aaltonen auch noch die Stürmer Merelä, Ejdsell, Bemström und Sgarbossa –, stellt sich die Frage: Warum muss nicht mal Aaltonen auf die Tribüne?

Ehlers: «Wir brauchen die Mittelstürmer»

Nach der Rückkehr von Ejdsell war Bemström zuletzt zweimal überzählig. Doch der hat mit nur elf Spielen doppelt so viele Tore auf dem Konto wie Aaltonen. Hat dieser einen Freipass? «Nein, doch wir brauchen immer zwei ausländische Mittelstürmer, weil Alain Graf und Benjamin Baumgartner nicht zur Verfügung stehen», erklärt Ehlers. «Ich habe ein gewisses Verständnis dafür, wenn die Leute nur sehen, dass er eher wenige Tore schiesst. Aber seine Arbeitsleistung ist immer sehr gross. Und wir brauchen die Mittelstürmer. Das ist eine sehr einfache Wahl für mich.»

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Ehlers nimmt Aaltonen auch ein wenig in Schutz: «Er spielt auch ein bisschen unglücklich, muss ich ehrlich sagen. Normalerweise hätte er am Samstag gegen Biel (2:3, Anm. der Red.) zwei oder drei Assists haben müssen. Und beim ersten Gegentor macht er ein riesiges Backchecking, läuft 60 Meter zurück, und trotzdem springt die Scheibe unglücklich und geht ins Tor.»

Beim SCB hat man schon viel versucht. Man setzte bereits 26 verschiedene Ausländer-Kombinationen ein. «Ich denke, es ist eine positive Herausforderung, wenn du neun Ausländer zur Verfügung hast», sagt der Däne. «Aber dann musst du immer die richtigen wählen, und das ist vielleicht nicht immer so einfach. Und es ist auch nicht einfach, den Jungs, die nicht spielen, zu sagen, dass sie überzählig sind. Aber für mich geht es nicht nur um die Ausländer. Es ist die ganze Mannschaft, die besser spielen muss.»

Im Training an der Seite von Bemström und Lehmann

Trotz Ladehemmungen gibt es neben dem Center-Mangel noch andere Argumente, die für Aaltonen sprechen. Die Advanced Stats weisen ihn als Spieler aus, der die Offensive befeuert. Und mit ihm holte der SCB 1,41 Punkte pro Spiel. In den acht Partien, in denen er verletzt fehlte, kamen die Berner nur auf acht Zähler.

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Donnerstag, 5. März

  • Ajoie – Ambri
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Samstag, 7. März

  • Ajoie – Servette
  • Ambri – Bern
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Montag, 9. März

  • Bern – Fribourg
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Wäre es eine Möglichkeit, es erstmals mit fünf ausländischen Stürmern zu versuchen? «Ja, das könnte man», sagt Ehlers. «Du kannst auch mit drei Verteidigern und einem Torhüter spielen. Es gibt so viele Möglichkeiten.» Im Dienstagstraining spielte Aaltonen an der Seite von Bemström und Lehmann, dessen Einsatz am Donnerstag gegen Zug allerdings noch fraglich ist.

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National League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
HC Davos
HC Davos
49
63
108
2
HC Fribourg-Gottéron
HC Fribourg-Gottéron
49
45
94
3
ZSC Lions
ZSC Lions
49
28
85
4
HC Lugano
HC Lugano
49
31
85
5
Genève-Servette HC
Genève-Servette HC
49
2
82
6
Lausanne HC
Lausanne HC
49
22
81
7
SC Rapperswil-Jona Lakers
SC Rapperswil-Jona Lakers
49
-11
73
8
EV Zug
EV Zug
49
-14
73
9
SC Bern
SC Bern
49
-7
66
10
EHC Biel
EHC Biel
49
-21
64
11
SCL Tigers
SCL Tigers
49
0
64
12
EHC Kloten
EHC Kloten
49
-18
61
13
HC Ambri-Piotta
HC Ambri-Piotta
49
-49
54
14
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-71
39
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