Tambellini holt dem HCD in der Overtime zwei Meisterpucks
6:58
Noch ein Sieg fehlt zum Titel:Tambellini holt dem HCD in der Overtime zwei Meisterpucks

«Big Time Tambo!»
Der HCD-Held, der von der Tribüne kam

HCD-Stürmer Adam Tambellini besitzt die Gabe, dass er praktisch ein Spiel lang unter dem Radar fliegen kann, um dann im entscheidenden Moment mit einem wichtigen Tor zu glänzen. Bei Final-Gegner Fribourg ist dafür ein zuvor dominanter Schweizer abgetaucht.
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HCD-Matchwinner Adam Tambellini jubelt nach seinem Overtime-Tor zum 5:4.
Foto: Martin Meienberger

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Davos dreht 3:0-Rückstand und gewinnt Finalspiel fünf mit 5:4
  • Matchwinner Adam Tambellini trifft in der Verlängerung für Davos
  • Letzter Playoff-Final mit 3:0-Wende war 1995, Kloten gegen Zug
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Die drei Besten von Finalspiel 5

  • ⭐️⭐️⭐️ Adam Tambellini (Davos)
  • ⭐️⭐️ Lucas Wallmark (Fribourg)
  • ⭐️ Enzo Corvi (Davos)

Historische Wende

Fribourg verspielt in Davos eine 3:0-Führung. 1995 gab zuletzt ein Team in einem Playoff-Final eine 3:0-Führung her. Kloten holte sich dabei mit einem 4:3-Sieg gegen Zug den Titel. Nachdem Dino Kessler, Tom Fergus und Franz Steffen den EVZ 3:0 in Front geschossen hatten, sorgten Roman Wäger (2), Mikael Johansson und Bruno Erni für die meisterliche Wende.

Der Held, der von der Tribüne kam

HCD-Sportchef Jan Alston grätscht mit einer prägnanten Aussage ins Interview mit Matchwinner Adam Tambellini: «Ich sage es immer: ‹Big Time Tambo!›» Der Kanadier sei der Mann für die wichtigen Tore, erklärt er. Dabei sass Tambellini in den ersten drei Spielen des Finals noch als überzähliger Ausländer auf der Tribüne. Am Freitag durfte er wieder ran, weil Filip Zadina nach einem Stockhieb von Lucas Wallmark ausfiel. Obwohl er blass blieb und Zadina zurückkehrte, bekam er den Vorzug vor Rumpler Brendan Lemieux.

«Mein Gefühl sagte mir, dass es einen Scharfschützen braucht», begründet Trainer Josh Holden nach dem ersten Heimsieg. «Die Wahl der Ausländer ist jedes Mal die schwierigste Entscheidung.» In diesem Fall aber genau die richtige. Zadina spielte in der 63. Minute, als Nathan Marchon auf der Strafbank sass, zu Tambellini, der dem HCD in diesem verrückten Spiel das 5:4 und damit zwei Meister-Pucks bescherte. So hat der 31-Jährige die Chance, als Dritter seiner Familie in der Schweiz einen Erfolg zu feiern. Vater Steve (67) schoss 1989 den ZSC in die NLA und Bruder Jeff (42) wurde mit den Zürchern 2012 Meister.

Wie er das bloss anstellt, dass er in den grossen Momenten zur Stelle ist? Das kann der zurückhaltende Tambellini nicht so wirklich beantworten, er weiss nur: «Ich kann mein bestes Spiel abrufen in harten und aufregenden Duellen.» Wie in diesem Knüller. Dabei ist der HCD-Stürmer ein Phänomen: Manchmal sieht man ihn ein ganzes Spiel lang kaum, dann sticht er im richtigen Moment zu und glänzt. Auch das ist eine Gabe.

«Habe geschossen, so schnell ich konnte»
0:57
Overtime-Held Tambellini:«Habe geschossen, so schnell ich konnte»

Sörensen wieder out

Zwei Minuten vor Ende der regulären Spielzeit ist der Abend für Fribourg-Star Marcus Sörensen gelaufen. Der Schwede hält sich die Hand und geht vorzeitig in die Kabine. Nähere Angaben mag oder kann Trainer Roger Rönnberg danach nicht machen. Sollte Sörensen Spiel 6 am Dienstag verpassen, wäre das ein herber Schlag für Gottéron. Denn Sörensen hat zuletzt nach dreimonatiger Verletzung den Tritt wiedergefunden, zeigte am Sonntag eine starke Partie und erzielte den ersten Treffer des Abends. 

Sörensen muss in heisser Phase verletzt vom Eis
0:34
Schwerer Ausfall bei Gottéron:Sörensen muss in heisser Phase verletzt vom Eis

Stransky trifft wieder

Im Final war (der angeschlagene?) Matej Stransky bisher ein Totalausfall. Nicht nur saft- und kraft-, sondern auch torlos. Auch im fünften Spiel gelingt dem HCD-Captain nicht alles. So lässt er sich vor dem 0:1 beim Forechecking viel zu leicht von Maximilian Streule umkurven. Doch der Tscheche, der angeschlagen scheint, beisst sich ins Spiel – und schiesst den HCD 4:3 in Führung. 

Fribourgs Powerplay erwacht

Gottéron ist nicht die erste Mannschaft seit den ZSC Lions 2015 (bei der Final-Niederlage gegen Davos), die den Final ohne Powerplay-Tor beendet. Nachdem das Team in den ersten vier Spielen zehn Überzahl-Gelegenheiten nicht nutzen konnte, klappt es diesmal beim zweiten Versuch. Als der Schwede Simon Ryfors auf der Strafbank sitzt, trifft sein Landsmann Lucas Wallmark. Dem Center, der trotz laufendem Vertrag in seine Heimstadt Umea zu Aufsteiger Björklöven zurückkehren wird, gelingt danach noch ein weiteres Powerplay-Tor, als HCD-Goalie Sandro Aeschlimann seinen Schuss zum 4:4 zwischen den Beinen hindurch lässt.  

«Es hat sich nichts geändert»
0:37
Wallmark bleibt kämpferisch:«Es hat sich nichts geändert»

Bertschy noch ohne Punkt

Im Halbfinal gegen Servette war Nati-Stürmer Christoph Bertschy überragend und führte danach die Playoff-Skorerliste mit zehn Punkten an. Doch im Final steht er nach fünf Spielen immer noch ohne Punkt da – und wurde deshalb von seinen Fribourger Teamkollegen Lucas Wallmark und Henrik Borgström (beide 11 Punkte) überholt. 

Sprunger stürzt nach Einfädler mit Zadina
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