Perfektes Märchen im Final?
Las Vegas geht für den Stanley Cup all-in

Die Expansions-Franchise aus Las Vegas ist seit 2017 in der NHL. Die Playoffs hat der Klub aus dem US-Gliedstaat Nevada erst einmal verpasst. Eine einmalige Erfolgsstory.
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Dritte Finalteilnahme in neun Jahren: Die Golden Knights sind eine einmalige Erfolgsgeschichte.
Foto: AP Photo/John Locher

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Die Vegas Golden Knights feuern Trainer Bruce Cassidy Ende März 2026
  • Neuer Coach John Tortorella führte das Team zu 19 Siegen in 24 Spielen
  • Mitch Marner führt die Playoff-Skorerliste mit 21 Punkten aus 16 Spielen an
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Dino KesslerLeiter Eishockey-Ressort

Ende März feuern die Vegas Golden Knights Trainer Bruce Cassidy (61). Den Trainer, der die Franchise im Frühling 2023 zum Titel geführt hatte. Wenige Wochen vor dem Start der Playoffs.

Die Golden Knights sind in der Western Conference auf Playoff-Kurs, stecken aber gerade in einer Mini-Krise. General Manager Kelly McCrimmon erklärt den Entscheid nüchtern: «Irgendwo auf dem Weg haben wir unseren Spirit und die Energie verloren.»

Cassidys Kredit war aufgebraucht. Vegas setzt alles auf eine Karte.

Neun Jahre dabei – nur einmal die Playoffs verpasst

Die Golden Knights kommen 2017 als Expansions-Team in die Liga. Sie profitieren von verbesserten Draft-Regeln für Neuankömmlinge und haben auf Anhieb gute Spieler zur Verfügung. In der ersten Saison stehen sie bereits im Final und spielen um den Stanley Cup, verlieren aber in fünf Spielen gegen Washington.

Trotzdem eine Sensation. In den nächsten Jahren schafft Vegas dreimal in Folge die Playoffs, scheidet einmal in der ersten Runde aus und erreicht zweimal den Halbfinal (Conference Final). Davon können verschiedene etablierte Klubs nur träumen. Im Frühling 2022 verpassen die Knights die Playoffs und verpflichten Cassidy. Der Kanadier sorgt ein Jahr später für den ersten Vollerfolg, die Golden Knights gewinnen ihren ersten Stanley Cup, der Gegner im Final ist Florida.

Marner hatte in Toronto den Ruf eines Schönwetterspielers

Zurück in die Gegenwart: Der neue Trainer ist John Tortorella (67). Der fulminante Amerikaner gewann 2004 mit Tampa den Stanley Cup und tingelte danach mehr oder weniger erfolgreich durch die Liga, bei den NY Rangers erreichte er einmal den Halbfinal, mit Columbus schaffte er 2019 eine Sensation, als man in der ersten Runde Tampa ausschalten konnte. Zuletzt war «Torts» von 2022 bis 2024 für die Philadelphia Flyers tätig. Tortorella zu Vegas? Können damals nur wenige Experten nachvollziehen.

Bei den Golden Knights schreibt er jetzt aber an einem Märchen. Seit er im Amt ist, haben die Knights 19 von 24 Spielen gewonnen, im Halbfinal wurde der meistgenannte Titelfavorit Colorado gleich mit 4:0-Siegen aus dem Wettbewerb geworfen.

Der Star des Teams ist aber nicht Tortorella, sondern Mitch Marner. Der 29-jährige Kanadier wechselte im letzten Sommer nach neun Saisons bei den Toronto Maple Leafs in den Südwesten der USA. Bei den Leafs hatte Marner den Ruf eines Schönwetterspielers, der in den Playoffs nichts auf die Reihe bekommt.

Und jetzt? Vor dem Start der Finalserie gegen die Carolina Hurricanes (Mittwoch, 02.00 Uhr MEZ bei Mysports) führt Marner die Playoff-Skorerliste mit 7 Toren und 14 Assists in 16 Spielen an.

Vor der Saison Marner, kurz vor den Playoffs ein Trainerwechsel. Bei den Golden Knights geht man all-in. Volles Risiko. Wie könnte es auch anders sein in Las Vegas.

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