Darum gehts
- Swiss Ice Hockey Night fand am Donnerstag in Interlaken BE statt
- Marc Lüthi soll am 27. August neuer SIHF-Präsident werden
- Lüthi erhielt alle 14 Stimmen der National League-Klubs
Am Donnerstagabend traf sich die Eishockey-Szene im Congress Kursaal in Interlaken BE zur «Swiss Ice Hockey Night». Dabei wurden die Stars und Sieger der letzten Saison gefeiert. Den diesjährigen Anlass im Touristen-Ort zwischen Brienzer- und Thunersee hatte noch Urs Kessler (64) eingefädelt. Er hatte sein Amt als VR-Präsident des Eishockeyverbandes SIHF dann aber nach der Heim-WM niedergelegt.
Es ist vielleicht bezeichnend, dass die Marschtabelle des Anlasses just dann aus den Fugen geriet, als die Gastgeber, die Funktionäre Marc-Anthony Anner (57), der als Vize nach Kesslers Rücktritt den Verband interimistisch präsidiert, und Verbands-CEO Martin Baumann (57), das Wort auf der Bühne hatten und ins Plaudern und Bummeln gerieten. Deshalb musste das ausgezeichnete Moderatoren-Duo Daniela Milanese (MySports) und Reto Müller (SRF) danach die übrigen Awards im Höllentempo durchpeitschen, damit das Dinner noch zu christlicher Zeit serviert werden konnte.
Doch schon bald soll der Verband wieder einen richtigen Chef haben. Am 27. August soll er in einer ausserordentlichen Generalversammlung, bei der bisher nur die Wahl des neuen Präsidenten auf der Traktandenliste steht, gewählt werden. In Interlaken zweifelt kaum jemand daran, dass es Marc Lüthi (64) sein wird, der in Interlaken nicht vor Ort war.
McSorley: «Wir wollen zuerst mit ihm sprechen»
Der charismatische Ex-SCB-Boss wurde von den Klubs der National League, wie dies die Statuten vorsehen, vorgeschlagen. Er erhielt dabei alle 14 Stimmen. Einen Gegenkandidaten gibt es nicht.
Wie wird gewählt? Die Klubs der National und Swiss League haben zusammen die gleiche Stimmkraft wie die Delegierten aus dem Nachwuchs-, Amateur- und Frauensport. Gelingt es Lüthi, nach der National League auch die Swiss League hinter sich zu bringen, braucht er nur noch eine weitere Stimme. Es wäre erstaunlich, wenn er das nicht schaffen würde.
In der Swiss League wurde die Kandidatur von Lüthi zunächst etwas skeptisch entgegengenommen, weil er während 28 Jahren beim SC Bern konsequent die Interessen der National League vertreten hatte und dort auch stets zu den Meinungsmachern gehörte.
La Chaux-de-Fonds und SL-Meister Sierre haben sich bisher noch nicht hinter Lüthi gestellt. Warum sind die Walliser gegen Lüthi? «Wir sind nicht gegen Marc. Doch wir wollen zuerst mit ihm sprechen», sagte Sierre-Zampano Chris McSorley in Interlaken zu Blick. Man wolle unter anderem wissen, wie Lüthi zum Thema Auf-/Abstieg stehe. Der Kanadier, der neben Sierre neuerdings auch noch den neu gegründeten Milano Hockey Club mit Doug Shedden als Coach managt, und Lüthi mögen und respektieren sich, auch wenn zwischen den beiden in der Vergangenheit auch schon mal die Fetzen geflogen sind.
Doch als Verbandspräsident wird Lüthi in dieser Frage gar nicht entscheidend sein. Über die Grösse der höchsten Liga und über Auf- und Abstieg entscheidet alleine die National League. Und obwohl man sich da einig ist, dass das Oberhaus, wie vor der Pandemie, idealerweise aus zwölf Klubs bestehen würde, ist es in absehbarer Zeit undenkbar, dass die NL verkleinert wird. Schliesslich will keiner am Ast sägen, auf dem er sitzt. Daran kann auch Lüthi nichts ändern, selbst wenn er wollte.
Zahner: «Mit Lüthi soll endlich wieder Ruhe einkehren»
Was erhofft man sich bei den NL-Klubs von Lüthi? «Dass er die Zusammenarbeit zwischen Verband und National League um hundert Prozent verbessert», sagt Peter Zahner (65), seit 18 Jahren CEO der ZSC Lions und SIHF-Verwaltungsrat, der mit den GCK Lions auch einen SL-Klub unter seiner Obhut hat. «Dass er Lösungen rund um die Swiss League findet. Dass er die Finanzen beim Verband ins Lot bringt und dass mit ihm endlich wieder Ruhe beim Verband einkehrt.» Ruhe war allerdings nicht unbedingt das Markenzeichen von Lüthi beim SCB.
Die «Swiss Ice Hockey Night» vom Donnerstag, bei der die Fribourger Meisterhelden Reto Berra und Julien Sprunger je zwei Awards abräumten, läutete trotz sommerlicher Hitze die Hockey-Zeit ein.
Bereits am nächsten Freitag steht in Weinfelden das erste Vorbereitungsspiel an, wenn Thurgau den EHC Kloten empfängt. Vier Tage nach dem neuen Flieger-Coach Michael Liniger testet in Olten dann auch Serge Aubin, der neue Mann an der Bande beim SC Bern, erstmals. Apropos neue Trainer: Zwei Tage später wird auch Servette-Coach Sam Hallam in Le Sentier gegen Meister Fribourg debütieren. Am 14. August sind dann auch ZSC-Trainer Claude Julien beim traditionellen Auftakt gegen Farmteam GCK Lions und Ajoies Ville Peltonen gegen Biel erstmals an der Reihe. Tags darauf testet auch der sechste neue Trainer, Zugs Lauri Marjamäki, erstmals gegen die SCRJ Lakers.
Ab dem 3. September gilt es dann für die drei Schweizer Vertreter Fribourg, Davos und Servette in der Champions Hockey League ernst.
Die National League startet dann am 15. September mit einer Vollrunde. Zwei Tage später geht auch das erste Spiel der Swiss League über die Bühne.
Für die Frauen-Nati geht es in Kloten bereits am 19. August mit der European Hockey Tour gegen Schweden unter der neuen Trainerin Shannon Miller los. Die WM steht bereits vom 6. bis 16. November in Herning (Dä) an. Der Saisonstart der PostFinance Women's League ist am 12. September. (sr)
Die «Swiss Ice Hockey Night» vom Donnerstag, bei der die Fribourger Meisterhelden Reto Berra und Julien Sprunger je zwei Awards abräumten, läutete trotz sommerlicher Hitze die Hockey-Zeit ein.
Bereits am nächsten Freitag steht in Weinfelden das erste Vorbereitungsspiel an, wenn Thurgau den EHC Kloten empfängt. Vier Tage nach dem neuen Flieger-Coach Michael Liniger testet in Olten dann auch Serge Aubin, der neue Mann an der Bande beim SC Bern, erstmals. Apropos neue Trainer: Zwei Tage später wird auch Servette-Coach Sam Hallam in Le Sentier gegen Meister Fribourg debütieren. Am 14. August sind dann auch ZSC-Trainer Claude Julien beim traditionellen Auftakt gegen Farmteam GCK Lions und Ajoies Ville Peltonen gegen Biel erstmals an der Reihe. Tags darauf testet auch der sechste neue Trainer, Zugs Lauri Marjamäki, erstmals gegen die SCRJ Lakers.
Ab dem 3. September gilt es dann für die drei Schweizer Vertreter Fribourg, Davos und Servette in der Champions Hockey League ernst.
Die National League startet dann am 15. September mit einer Vollrunde. Zwei Tage später geht auch das erste Spiel der Swiss League über die Bühne.
Für die Frauen-Nati geht es in Kloten bereits am 19. August mit der European Hockey Tour gegen Schweden unter der neuen Trainerin Shannon Miller los. Die WM steht bereits vom 6. bis 16. November in Herning (Dä) an. Der Saisonstart der PostFinance Women's League ist am 12. September. (sr)
Lüthi wird der vierte Präsident in den letzten Jahren. Nach Michael Rindlisbacher (71), der sechs Jahre durchhielt, verscherzte es sich der ehemalige Handball-Nationalspieler und Unternehmer Stefan Schärer (61) innert Kürze auch mit den NL-Klubs, die ihn ebenfalls mit 14:0 Stimmen portiert hatten. So trat er nach nur 15 Monaten unter Druck zurück. Kessler blieb gar nur neun Monate im Amt.
Dass Kessler nicht, wie davor als langjähriger Boss der Jungfraubahnen, schalten und walten konnte, wie er wollte, zermürbte und desillusionierte ihn ebenso wie der Fall um den Covid-Betrug von Patrick Fischer, der erst nach Kesslers Kehrtwende kurz vor der Heim-WM zum Rausschmiss des erfolgreichen Nati-Coachs führte. «Die fortwährenden Diskussionen haben mir gezeigt, dass ich dafür nicht die richtige Person bin», sagte er bei seinem Rücktritt einen Tag nach der bitteren Niederlage im WM-Final gegen Finnland (0:1 n.V.). Immerhin verabschiedete sich Kessler wie seine beiden Vorgänger
Mit Lüthi hofft man bei der National League, einen Mann gefunden zu haben, der nicht hochtrabende 10-Punkte-Programme mit wenig Substanz aufstellt oder kostspielige Analysen in Auftrag gibt, sondern die bestehenden Probleme pragmatisch und im Dialog mit allen Kräften angeht.
Melde dich jetzt an bei unserem Tippspiel zur Hockey-WM in der Schweiz! Tritt gegen unsere Hockey-Experten an, bilde deine eigene Tipp-Gruppe oder miss dich einfach mit der gesamten Community.
Jeder Tipp zählt, denn nicht nur die besten drei Tipperinnen und Tipper erhalten einen Preis. Unter allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern werden zusätzlich noch Tombolapreise verlost. Hier gibts mehr Infos.
Melde dich jetzt an bei unserem Tippspiel zur Hockey-WM in der Schweiz! Tritt gegen unsere Hockey-Experten an, bilde deine eigene Tipp-Gruppe oder miss dich einfach mit der gesamten Community.
Jeder Tipp zählt, denn nicht nur die besten drei Tipperinnen und Tipper erhalten einen Preis. Unter allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern werden zusätzlich noch Tombolapreise verlost. Hier gibts mehr Infos.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | Schweiz | 7 | 32 | 21 | |
2 | Finnland | 7 | 20 | 18 | |
3 | Lettland | 7 | 7 | 12 | |
4 | USA | 7 | 4 | 11 | |
5 | Deutschland | 7 | 1 | 10 | |
6 | Österreich | 7 | -12 | 9 | |
7 | Ungarn | 7 | -24 | 3 | |
8 | Großbritannien | 7 | -28 | 0 |
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | Kanada | 7 | 20 | 20 | |
2 | Norwegen | 7 | 11 | 15 | |
3 | Tschechische Republik | 7 | 2 | 13 | |
4 | Schweden | 7 | 11 | 12 | |
5 | Slowakei | 7 | 2 | 11 | |
6 | Dänemark | 7 | -11 | 6 | |
7 | Slowenien | 7 | -12 | 6 | |
8 | Italien | 7 | -23 | 1 |















