«Wenn die Hosen runterlassen, dann ganz»
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SCB-Lüthi zum Fischer-Skandal:«Wenn die Hosen runterlassen, dann ganz»

Nati-Stars sprechen erstmals über Chaos-Woche
«Die Fischer-Frage spaltet das Volk – das tut sehr weh»

Nach dem Maulkorb der letzten Woche äussern sich nun erstmals die Nati-Stars zum Trainer-Knall mit der Entlassung von Patrick Fischer. Und dem Brief von Roman Josi.
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Erstmals seit dem Fischer-Knall reden die Nati-Spieler mit den Medien. Routinier Tristan Scherwey spricht dabei von einem «Ausnahmezustand».
Foto: Claudio de Capitani/freshfocus

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Nach Trainerwechsel trainiert Nati in Biel; Testspiele gegen Ungarn geplant
  • Spieler betonen Einigkeit trotz emotionaler Woche und medialer Aufregung
  • Fokus auf Heim-WM als einmalige Gelegenheit für viele Spieler
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Marcel AllemannReporter Eishockey

Es ist die Woche nach dem grossen Trainerknall. Und der Tag, nachdem bekannt geworden ist, dass NHL-Star und Nati-Captain Roman Josi den entlassenen Patrick Fischer wieder ins Amt hieven wollte. Die Nati trainiert in der Bieler Tissot Arena, wo sie am Donnerstag und Freitag zwei Testspiele gegen Ungarn bestreiten wird. Die Spieler sind konzentriert bei der Sache, die Intensität ist durchaus hoch. Es ist eigentlich ein Nati-Training wie immer.

Und doch ist es anders. Denn nach dem Training stehen die Protagonisten erstmals seit dem Eklat und dem Maulkorb letzte Woche den Medien, die reichlich erschienen sind, zur Verfügung. Der Staff mit Nati-Direktor Lars Weibel, dem neuen Trainer Jan Cadieux und die Spieler. Routinier Tristan Scherwey redet nicht lange um den heissen Brei herum, wenn er an die letzte Woche zurückdenkt: «Es war ein Ausnahmezustand, wir mussten da erstmal wieder erden.»

«Schwierige Woche für die ganze Hockey-Schweiz»

Goalie Leonardo Genoni sagt derweil: «Es war sehr überraschend und emotional. Schön war es nicht.» Von einer «schwierigen Woche für die ganze Hockey-Schweiz» spricht auch Calvin Thürkauf, der Captain der aktuellen Equipe. «Es sind Sachen geschehen, die wir nicht beeinflussen konnten. Etwas in diesem medialen Ausmass habe ich noch nicht erlebt – doch es gibt für alles ein erstes Mal.»

Das erste Spiel am Tag nach dem Knall gegen die Slowakei (1:3-Niederlage), sei enorm anspruchsvoll gewesen, «doch danach haben wir uns für das zweite Spiel zusammengerissen, uns auch gesagt, wir für uns spielen müssen und dass es um die WM-Chance für jeden Einzelnen geht», so Thürkauf. In diese Richtung sei auch die letzte Botschaft von Fischer gegangen, als er nach seiner Absetzung noch einmal zum Team sprach. «Er glaubt weiterhin an diese Mannschaft», sagt Genoni dazu.

«Es hat definitiv gut getan, den Kopf am Wochenende ein wenig durchzulüften», sagt Thürkauf. Doch kaum war dies geschehen, gab es am Montag durch den Brief von Roman Josi den nächsten Aufreger. «Es hat auch bei uns Spielern, die aktuell in der Nati sind, intensive Gespräche gegeben. Es gab auch einen Kontakt zu den NHL-Jungs», verrät Scherwey.

«Wir pflegen diese Kultur, dass wir innerhalb des Teams miteinander reden», sagt auch Genoni. Thürkauf erklärt zu diesem Thema: «Jeder Spieler hat seine eigene Meinung und drückt sie anders aus. Auch in unserer Mannschaft gibt es Meinungsverschiedenheiten, das ist völlig normal.»

Spieler betonen Geschlossenheit

Angst, dass es jetzt eine Spaltung innerhalb des Teams mit einem Pro-Fischer- und Contra-Fischer-Lager gibt, hat Thürkauf keine: «Nein im Gegenteil, das Ganze wird uns noch näher zusammenbringen. Patrick Fischer hat zehn Jahre einen Riesenjob gemacht und die Mannschaft wie eine kleine Familie aufgebaut. Wir unterstützen uns alle gegenseitig und sind füreinander da – auf und neben dem Eis.»

Genoni gibt Thürkauf recht: «Ich habe überhaupt nicht das Gefühl, dass die Mannschaft gespalten ist. Wir hatten gute Diskussionen, aber keine Spaltung.» Und Scherwey meint: «Ich habe den Eindruck, dass die Fischer-Frage das Schweizer Volk spaltet. Das tut mir sehr weh. Umso wichtiger ist es, dass wir als geeinte Mannschaft auftreten und auch die Bevölkerung mitnehmen.»

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Wunsch nach Normalität

Denn schliesslich – und das betonen alle – gehe es hier um eine Heim-WM. «Es wartet eine einmalige Gelegenheit auf uns, welche die meisten, die hier sind, nur einmal erleben werden. Es herrscht auch eine gute Stimmung in der Garderobe, wir pushen uns gegenseitig», sagt Thürkauf.

Der Stürmer bricht dabei auch noch eine Lanze für Cadieux: «Wir alle stehen zu 100 Prozent hinter ihm. Es war nicht einfach für ihn, aber bis jetzt macht er einen Superjob.» Da pflichtet ihm auch Genoni dabei: «Jan ist ins kalte Wasser geworfen worden, aber hat einen sehr guten Start hingelegt. Man spürt das gegenseitige Vertrauen.» Die Nati-Spieler warten sehnsüchtig darauf, wieder in einen normaleren Alltag zurückkehren zu können, damit sie ihren ganzen Fokus auf die Heim-WM legen können.

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Eishockey-WM 2026 Gruppe A
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Österreich
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Finnland
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Deutschland
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Großbritannien
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Ungarn
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Lettland
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Schweiz
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USA
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Abstieg
Gruppe B
Mannschaft
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Tschechische Republik
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Dänemark
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Norwegen
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Slowakei
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Slowenien
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Schweden
Schweden
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