Josis Brief an den Verband
NHL-Stars sollten sich schützend vor die Nati stellen

Eine Zerreissprobe für die Mannschaft? Verband und Nati hangeln sich von einem Cliffhanger zum nächsten.
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Nati-Captain Roman Josi hat dem Verband ein Schreiben zukommen lassen.
Foto: Claude Diderich/freshfocus

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Roman Josi fordert in einem internen Schreiben Fischer-Rückkehr vor WM
  • Mindestens vier NHL-Stars distanzieren sich von Josis Forderung
  • In drei Wochen startet Heim-WM; Team bleibt in Unruhe
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Dino KesslerLeiter Eishockey-Ressort

Am Dienstagmorgen vermeldet das Newsportal Watson, die Schweizer NHL-Stars unter der Federführung von Nati-Captain Roman Josi hätten die Forderung an Verbandspräsident Urs Kessler gerichtet, den am letzten Mittwoch gefeuerten Patrick Fischer zurückzuholen.

Tatsächlich handelte es sich dabei mehr um eine Einzelaktion von Roman Josi als eine konzertierte Aktion der Schweizer NHL-Stars. Josi schreibt in seinem Blick vorliegenden Pamphlet, man stehe zwar «100% hinter Jan Cadieux», gleichzeitig entzieht er Cadieux dieses Vertrauen mit weiteren Ausführungen aber gleich wieder: Es gehe nicht um Cadieux, «sondern um die bestmögliche sportliche Leistung, den Erfolg der Mannschaft und die Resultate, die wir gemeinsam erreichen können». Mit anderen Worten: Cadieux kann das nicht.

Stellen sich die NHL-Stars schützend vor die Gruppe?

Die im Pluralis Majestatis (wir statt ich) verfasste Botschaft wird weite Teile der Nationalmannschaft (den Verband lassen wir jetzt mal weg) und Jan Cadieux zutiefst verunsichert haben. Letzte Woche war im Dunstkreis der NHL-Stars noch zu vernehmen, dass man auf der anderen Seite des Atlantiks auf der Suche nach einem gemeinsamen Nenner ist und dabei vor allem an die nahe Zukunft denke: die Heimweltmeisterschaft. Und an die Spieler, Trainer und den Staff, die sich jetzt im Camp der Nationalmannschaft befinden. Und jetzt das.

Dem Vernehmen nach sind mindestens Nino Niederreiter, Nico Hischier, Pius Suter und Timo Meier nicht mit dem Wortlaut von Josis Brief einverstanden, und trotzdem stecken sie da jetzt irgendwie mit drin. Kevin Fiala soll Josis Gedanken mittragen, heisst es, sowohl Josi als auch Fiala nutzen das Fachwissen des Performance-Trainers der Nationalmannschaft, Stefan Schwitter, auch für ihre persönlichen Anliegen bezüglich der körperlichen und mentalen Ertüchtigung.

Das Ziel, nach dem Fischer-Debakel erst einmal zur Ruhe zu kommen, ist damit wieder etwas weiter in die Ferne gerückt. Jetzt steht der Pulverdampf wieder in Schwaden über der Nationalmannschaft, die in Biel gerade die nächste Phase der Vorbereitung in Angriff nimmt. Wer hat da noch den Durchblick? Gleichzeitig fragt man sich, wie dieser Verband mit seiner Nationalmannschaft in den verbleibenden rund drei Wochen vor der WM zur Ruhe kommen soll. Zuletzt hangelte man sich von einem Cliffhanger zum nächsten, aktuell will man wissen, ob es die NHL-Spieler hinbekommen, sich innert nützlicher Frist als Gruppe schützend vor die Mannschaft zu stellen.

Nicht emotional? Was dann?

«Unsere Position ist nicht emotional geprägt, sondern basiert auf dem Ziel, dieser Mannschaft die bestmöglichen Voraussetzungen für die bevorstehende Weltmeisterschaft zu geben», schreibt Josi. Vor dem Hintergrund, dass gleichzeitig die Rückkehr Fischers gefordert wird, erscheint diese Formulierung geradezu sinnlos. Die bestmöglichen Voraussetzungen für die Weltmeisterschaft werden damit bestimmt nicht geschaffen. Konsequenzen sind damit keine verbunden, Josi droht in seinem Schreiben nicht damit, auf die WM zu verzichten, falls Fischer nicht wieder installiert wird.

Warum dann überhaupt diese Worte? Dass weite Teile der Nationalmannschaft hinter Patrick Fischer stehen, muss nicht bedeuten, dass weite Teile der Nationalmannschaft sein Verhalten billigen. Man kann und darf Fischer unterstützen und gleichzeitig sein Verhalten kritisieren. Und wenn das der eine oder andere Spieler mit sich selbst nicht vereinbaren kann, bleibt immer noch die Möglichkeit, auf die Teilnahme an der WM zu verzichten. Das wäre konsequent.

«Wir halten fest, dass dieses Schreiben ausschliesslich für den internen Gebrauch bestimmt ist und dem vertraulichen Austausch innerhalb des Schweizerischen Eishockeyverbandes dient», steht als Schlussbouquet im Brief an den Hockeyverband. Ein schöner Austausch hinter dem Rücken der Öffentlichkeit, für die diese Nationalmannschaft als Vertreterin der Eishockeynation ja eigentlich steht.

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Eishockey-WM 2026 Gruppe A
Mannschaft
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Österreich
Österreich
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1
Finnland
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Deutschland
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Großbritannien
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Ungarn
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Lettland
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Schweiz
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Abstieg
Gruppe B
Mannschaft
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Kanada
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Tschechische Republik
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Dänemark
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Norwegen
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Slowakei
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