Darum gehts
Der ZSC liess seine Playoff-Festung nicht vom HCD einnehmen und ist zu Hause seit 19 Playoff-Partien unbezwungen. Davos-Trainer Josh Holden erklärt nach der 1:3-Niederlage im zweiten Halbfinal-Duell zunächst, dass das Mitteldrittel ausgeglichen und die Chancen 50 zu 50 gewesen seien. «Im Schlussdrittel aber haben die Lions dann mehr gepusht. Vor beiden Toren waren sie stark.» Das veranschauliche die Schussstatistik bestens, betont er mehrfach.
Swiss Ice Hockey erfasst während allen Spielen mittels Shottracker alle Schüsse und die Positionen, von wo sie abgefeuert wurden. Ein Blick aufs Bild des Schlussdrittels zeigt in Farbe: Die Zürcher konnten sich im Vergleich zum ersten Aufeinandertreffen im Davoser Slot besser ausbreiten. Chris Baltisberger traf aus kurzer Distanz zum 2:1, obwohl ihm HCD-Verteidiger Klas Dahlbeck auf die Pelle rückte. Beim 3:1 von Vinzenz Rohrer aus nächster Nähe bearbeitete Lukas Frick den Torschützen, jedoch nicht vehement genug.
Der Shottracker zeigt ein Dutzend Abschlussversuche im Slot. Im Vergleich dazu ist das Abbild der Bündner Schüsse geradezu farblos, rund die Hälfte wurden zudem von Zürchern geblockt (schwarze Punkte). Deshalb fordert Holden: «Wir müssen konsequenter sein vor beiden Toren.»
Baltisberger, der bereits drei Tore gegen Quali-Dominator Davos geschossen hat, auf die Frage, ob die Spieler in der Pause Energydrinks bekommen hätten: «Gerry (Büsser, der Teamarzt, die Red.) mischt uns immer etwas Gutes zusammen. Ich weiss nicht genau, was er da alles reingetan hat. Aber er hat sicher Zweikampfstärke und Passgenauigkeit reingemixt.»


