«Lemieux sorgt gegen Zug für ein Schlachtengemälde»
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HCD-Bild geht viral:«Lemieux sorgt gegen Zug für ein Schlachtengemälde»

Die unvergessene Szene
Packt HCD-Rumpler Lemieux die Zuger wieder am Kragen?

Es ist ein Bild für die Hockey-Götter: In einem Duell zwischen Davos und Zug schleifte HCD-Haudegen Brendan Lemieux die Zuger Kovar und Lindemann übers Eis zur Spielerbank zurück. Gute Vorzeichen für eine knackige Viertelfinal-Serie.
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Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Was Du vor dem Viertelfinal-Start zwischen Davos und Zug wissen musst
  • HCD-Captain Stransky verlässt Davos trotz Vertrag bis 2027
  • Der EVZ verlor die letzten acht Playoff-Spiele und will Revanche gegen Davos
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Nicole VandenbrouckReporterin Eishockey

Unvergessene Szene

Ex-NHL-Spieler Brendan Lemieux hat auf Schweizer Eis definitiv den Tritt gefunden und in 29 Einsätzen in der Quali 21 Skorerpunkte (13 Tore) verbucht. Szenenapplaus kriegt der HCD-Rumpler aber, wenn er seine andere Seite rauslässt. Lemieux ist ein Playoff-Spieler, wie er im Buche steht. Er will den Gegner seine Härte spüren lassen, ihm unter die Haut fahren – oder eben an den Kragen gehen. Wie Ende Januar in einem Spiel gegen den EVZ.

Es ist ein Bild für die Hockey-Götter: Lemieux schleift Zugs Captain Jan Kovar und Youngster Colin Lindemann übers Eis und bugsiert sie so zur Spielerbank zurück. Es geht viral. Daran erinnert, muss auch der US-Stürmer wieder grinsen. Diese Momente liebt der 30-Jährige, sie gehören weiterhin zu seinem Spiel. Es tönt wie eine Warnung an die kommenden Gegner, als Lemieux nach dem Training zwei Tage vor dem Viertelfinal-Start als einer der letzten Spieler vom Eis kommt und sagt: «Nach dieser Quali habe ich noch mehr Selbstvertrauen in meinem Spiel.»

Dass der HCD nicht nur in diese Serie als klarer Favorit geht, sondern auch ins Rennen um den Titel, sieht Lemieux so: «Die Erwartungen sind, dass wir den Titel gewinnen. Klar bedeutet das Druck. Aber gleichzeitig ist die Favoritenrolle ein Privileg, das wir uns verdient haben.»

Im Quali-Spiel Ende Januar knöpfte sich HCD-Haudegen Brendan Lemieux die beiden Zuger Jan Kovar (l.) und Colin Lindemann vor und schleifte sie übers Eis zur Spielerbank zurück.
Foto: keystone-sda.ch

Namhafte Abwesende

Was ist bloss mit Enzo Corvi los? Der geniale HCD-Center absolvierte am 17. Januar gegen Ajoie sein letztes Spiel und fehlt seither offiziell mit einer Oberkörperverletzung. Im Eistraining mit der Mannschaft wurde er in letzter Zeit nicht gesichtet, er soll individuell trainieren. Der 33-jährige Churer verpasste bereits die letztjährigen Playoffs verletzt, damals war es der Rücken. Im letzten öffentlichen Training am Mittwoch fehlten zudem Tino Kessler und Beni Waidacher.

Und beim EVZ? Nebst dem Langzeit-Verletzten Lino Martschini (Knie) fiel nach der Olympia-Pause der schwedische Stürmer Andreas Wingerli aus (Unterkörper), was zur Folge hatte, dass Daniel Vozenilek nicht nach Tschechien wechseln durfte. Nun gibt es jedoch Anzeichen, dass Wingerli rechtzeitig zum Playoff-Start fit geworden ist. Welcher Ausländer muss zuschauen? Dafür dürfte Verteidiger Dominik Schlumpf (nach einem Check von Rappis Maier) verletzt ausfallen.

Seit Mitte Januar fehlt von HCD-Center Enzo Corvi auf dem Eis jede Spur.
Foto: keystone-sda.ch

Die Captain-Leistung

Apropos Wechsel: Nachdem das Süppchen lange in der Gerüchteküche geköchelt hatte, wurde es vor einer Woche endlich offiziell. HCD-Captain Matej Stransky zieht es trotz laufenden Vertrags in die Heimat zurück. Pardubice soll sich schon seit Monaten um den aktuellen Topskorer der Davoser bemühen. Der Diskussionspunkt ist die Ablösesumme. Und der Grund, dass der 32-Jährige das Bündnerland verlässt: Seine Frau Romana ist mit den beiden Kindern Thea und Maxim im letzten Sommer wegen deren Schule nach Tschechien gezogen. Wie verabschiedet sich der Captain nun aus Davos? Bisher überzeugte Stransky mit einer dominanten Leistung und prägenden Auftritten.

Captain Matej Stransky wird den HCD Ende Saison trotz Vertrag bis 2027 verlassen.
Foto: keystone-sda.ch

Zuger Revanche-Gelüste

In den bisherigen Playoff-Duellen führen die Zuger noch mit 5:4 gegen die Davoser, dennoch sinnen sie auf Revanche. Denn der bittere Geschmack der letztjährigen Schmach mit der 0:4-Pleite in der Viertelfinal-Serie hängt noch nach, dieses frühe Out war gleichzeitig der Abschied von Meistertrainer Dan Tangnes (47, No). So sagt EVZ-Stürmer Sven Senteler in der «Luzerner Zeitung»: «Wir haben noch eine Rechnung offen.» Die beiden Aufeinandertreffen davor gewannen jeweils die Zuger: den Halbfinal 2022 mit 4:0, den Halbfinal 2017 mit 4:2. Auf dem Weg zu seinem letzten Meistertitel 2015 schaltete der HCD den EVZ im Viertelfinal mit 4:2 aus.

Miese Bilanz als Zuger Ansporn

Kann der EVZ noch Playoffs? Blickt man auf die letzten acht Spiele (exklusive Play-Ins gegen Rappi) zurück, sprechen die Serien eine deutliche Sprache: Die Zuger reihten zuletzt acht Niederlagen aneinander: Im letztjährigen Viertelfinal gegen Davos konnten sie kein Spiel gewinnen. Und davor im Halbfinal 2024 schieden sie gegen die ZSC Lions ebenfalls mit einem 0:4 aus.

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