Ist der Davoser ein Meistergoalie?
Aeschlimann will Titel-Hattrick vollenden

Sandro Aeschlimann nimmt mit dem HCD die fünften Playoffs in Angriff – aber die ersten als Favorit. Nach dem Cupsieg 2019 und dem diesjährigen Spengler-Cup-Triumph peilt der 31-Jährige den Titel-Hattrick an. An ihm hängt die Davoser Mission 32.
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HCD-Goalie Sandro Aeschlimann sagt: «Ich bin auf meine Vorderleute angewiesen. Ich bin nur so gut, wie sie es sind.»
Foto: Pius Koller

Darum gehts

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  • Sandro Aeschlimann strebt mit Davos den Meistertitel an
  • Erste Playoffs mit dem HCD als Favorit mit Heimrecht für den 31-Jährigen
  • Seit 2015 wartet Davos auf den 32. Titel in der Klubgeschichte
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Nicole VandenbrouckReporterin Eishockey

Beim HC Davos spielt er sich ins Rampenlicht und 2022 als damals 28-Jähriger erstmals in die Nati: Für Torhüter Sandro Aeschlimann ist aufgegangen, was er nach seinem Wechsel weg von Zug (und Leonardo Genoni) nach Davos angestrebt hat. Eine Nummer 1 zu werden, auf die man sich verlässt. Beim HCD zählt man auf den Emmentaler.

In seiner siebten Saison im Bündnerland sind es die fünften Playoffs für ihn, nachdem sie 2020 coronabedingt abgesagt worden und die Davoser 2021 in den Pre-Playoffs am SCB (1:2) gescheitert sind. Seit vier Jahren ist Aeschlimann der gesetzte Playoff-Keeper. Doch ist er auch ein Meistergoalie? Diesen Beweis muss der 31-Jährige noch erbringen. Es winkt ihm heuer die beste Chance. Erstmals geht er mit dem HCD als Favorit ins Rennen, erstmals auch mit Heimrecht.

Captain Stransky hebt seinen Goalie hervor

Unvergessen bleibt Aeschlimanns Reaktion auf die öffentliche und harsche Kritik des damaligen Trainers Christian Wohlwend, der seinem Keeper 2022 die Schuld für die zweite Niederlage und ein Gegentor im dritten Viertelfinal-Spiel gegen die Lakers gibt. Im vierten Duell feiert er einen Shutout (2:0), und der HCD dreht die Serie nach dem 0:3-Rückstand. Danach stehen zwei Viertelfinal-Outs und zwei Halbfinal-Qualis zu Buche. Jetzt soll der Final winken. Der 32. Titel des Klubs ist mehr als die vorgegebene Mission – es ist eine Sehnsucht seit dem letzten Triumph 2015.

Als Captain Matej Stransky (32) nach dem wichtigsten Mann dafür gefragt wird, nennt der Tscheche den Namen des Torhüters. Aeschlimann weiss um seine Wichtigkeit, weil Goalies in diesem Teamsport als eine Art Einzelspieler gesehen werden, «die deshalb den Unterschied ausmachen können». Der nationale Cupsieger von 2019 betont jedoch: «Ich bin auf meine Vorderleute angewiesen. Ich bin nur so gut, wie sie es sind.»

«Ich bin nicht mehr so verkopft»

Ein grosser Vorteil: Weil das Gros der Defensive beständig ist, kennt Aeschlimann seine direkten Vorderleute bestens. «Ich spüre schon vor dem Spiel, wie es ihnen geht und wie es laufen könnte. Es sind alle sehr pflichtbewusste Verteidiger.» Die Stürmer auf der Mittelachse zählt er übrigens dazu, «wir haben die vier besten Defensiv-Center der Liga». Halten sie sich an die Vorgaben und Abmachungen, neutralisieren sie mehrere Möglichkeiten des Gegners. «Es ist ein Unterschied, ob ich für fünf Optionen im Abschluss bereit sein muss oder nur für eine.»

Zudem hat der Keeper enorm an Erfahrung gewonnen, was ihn selbstbewusster macht. «Ich bin nicht mehr so verkopft, sondern habe immer besser einen Weg gefunden, mit Druck umzugehen und grosse Momente auch zu geniessen.» International wartet er noch auf solche.

Immer an der Türschwelle zur Nati und mit erst einem Einsatz an grossen Turnieren (WM 2022) ist er an der letzten WM als dritter Goalie ohne Spiel dabei und fürs Olympia-Turnier in Mailand auf Pikett. Ein Meistertitel könnte ihn in der Nati-Hierarchie vielleicht nach oben spülen. So weit denkt Aeschlimann jedoch nicht. Seinen Titel-Hattrick zu vollenden, ist sieben Jahre nach seinem Cupsieg mit dem EVZ und wenige Monate nach dem Spengler-Cup-Triumph sowieso ein Ziel von ihm.

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