Davos überfährt Zug
Die unbeständigen Zuger haben es gerade noch so in die Playoffs geschafft. Mit einem Aufbäumen im ersten Play-In-Duell gegen Rappi. Die Saison ist damit aber längst nicht gerettet. Das drohende schnelle Out im Viertelfinal gegen den Titelfavoriten HCD würde das Zwischenhoch subito vergessen machen und an die Probleme der ganzen Regular Season erinnern.
Der EVZ hat es kaum je in einem Spiel geschafft, die Einzelteile zu einem starken Ganzen zusammenzufügen. Mal überzeugte die Defensive, mal lief es in der Offensive – beides gleichzeitig jedoch nie. Regelmässig bewahrte «Siebesiech» Leonardo Genoni, der siebenfache Meistergoalie, sein Team vor höheren Pleiten. Den 38-Jährigen in Top-Form braucht es auch, um diesem HCD ein Spiel stehlen zu können.
Denn die Davoser Rennpferde scharren mit ihren Kufen. Alles ist gewetzt, die Sinne geschärft, der Antrieb turbomässig – der 32. Meistertitel soll her. Wann, wenn nicht jetzt, ist man nach dieser dominanten und beeindruckenden Quali geneigt zu sagen. Zu Recht. Die selbstbewussten Bündner gewannen Spiele, in denen sie nicht immer besser aussahen als der Gegner, aber Mittel und Wege zum Sieg fanden. Und das, ohne auch nur einen Moment unsicher zu werden.
Der Tipp von Nicole Vandenbrouck: Davos – Zug 4:1
Niemand möchte gegen diese Lakers spielen
Wer gegen die Lakers spielt, hat ein Problem. Denn die Karten sind ungleich verteilt. Die St. Galler sind immer die Aussenseiter. Ob sie nun eisblau oder rot gekleidet sind, sie bleiben in der öffentlichen Wahrnehmung die grauen Mäuse. Sie waren noch nie Meister und dürften es nie werden. Dabei haben sie am Obersee in den letzten Jahren einen Superjob gemacht.
Jeder Gegner wird darauf hinweisen, dass die St. Galler eine gute Mannschaft sind. Und alle, die zuhören, denken: Ja, ja. Dabei ist es wahr. Das Team von Johan Lundskog weiss, was es tut, ist schnell und hat eben die Nerven behalten, als gegen Bern die Gefahr bestand, nach einer guten Saison mit leeren Händen und ohne Playoffs dazustehen.
Das sind nicht die einzigen Zutaten für eine Überraschung. Bei Fribourg knistert es im Gebälk. Der Schwede Lucas Wallmark will weg – und er dürfte nicht der Einzige sein, der keinen Gefallen am harten Stil von Landsmann Roger Rönnberg findet. Zudem fehlt Fribourg mit Sandro Schmid ein wichtiger Spieler, und niemand weiss, wann Marcus Sörensen wieder im Vollbesitz seiner Kräfte sein wird.
Der Tipp von Stephan Roth: Fribourg – SCRJ Lakers 2:4



