«Hätten wir da verloren ...»
So knapp schrammte ZSC-Bayer wirklich an der Entlassung vorbei

Marco Bayer schickt sich an, mit den ZSC Lions den Titel zu verteidigen und sich selbst zum zweifachen Meistertrainer zu machen. Im Herbst wurde er noch angezählt.
Kommentieren

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
Die Zusammenfassung von Blick+-Artikeln ist unseren Nutzern mit Abo vorbehalten. Melde dich bitte an, falls du ein Abo hast.
War diese Zusammenfassung hilfreich?
Externe Inhalte
Möchtest du diesen ergänzenden Inhalt (Tweet, Instagram etc.) sehen? Falls du damit einverstanden bist, dass Cookies gesetzt und dadurch Daten an externe Anbieter übermittelt werden, kannst du alle Cookies zulassen und externe Inhalte direkt anzeigen lassen.
RMS_Portrait_AUTOR_378.JPG
Marcel AllemannReporter Eishockey

Die Augen von Marco Bayer (53) funkeln, wenn er über die bevorstehenden Wochen und die erste Herausforderung in den Playoff-Viertelfinals gegen Lugano spricht. «Ich spüre eine Aufbruchstimmung und habe sehr viel Vertrauen in diese Mannschaft. Wir wissen, worum es jetzt geht, sind entsprechend fokussiert und bereit», sagt er.

1/5
Marco Bayer freut sich auf die Playoffs und blickt auf eine anspruchsvolle Quali zurück.
Foto: keystone-sda.ch

Das war nicht immer so. Im Herbst und Spätherbst durchlaufen die ZSC Lions gleich zwei Krisen. Im Oktober verliert der Doppelmeister wettbewerbsübergreifend nicht weniger als acht Spiele in Folge, ehe durch einen 4:1-Sieg im Derby auswärts in Kloten der Bock umgestossen wird. Die nächste Negativserie folgt im November, als fünf von sechs Ligaspielen verloren gehen, unter anderem werden peinliche Heimniederlagen gegen Ajoie (2:3) und die SCL Tigers (2:3 n.V.) eingefahren. Der ZSC ist zwischenzeitlich nur noch auf Rang 8 klassiert – und Bayer zum zweiten Mal angezählt.

National League und Super League: Folge jetzt deinem Team!

Beim Derby wurde es ganz eng für Bayer

Doch die Klubleitung rüttelt nicht an ihm – und bekommt dafür im weiteren Saisonverlauf recht. Die Zürcher fangen sich und spielen sich noch in die Top 4. «Es war eine Achterbahnfahrt, wir hatten gute und schlechtere Momente. Es gab mehr Verletzte als im Vorjahr, und dann kam noch der Meisterblues dazu, dieser lässt sich nicht wegdiskutieren», meint Bayer im Rückblick.

In dieser Zeit werden um ihn herum bei anderen Klubs eifrig Trainer gefeuert – insgesamt gibt es in der Liga sechs Wechsel. Dies hat natürlich auch Bayer mitbekommen und sagt dazu: «Wenn man diesen Job antritt, weiss man, dass der Trainer das schwächste Glied ist. Es tut mir megaleid für all jene, die es getroffen hat, und es hätte auch mich treffen können, das ist klar.» Bayer spricht dabei das erwähnte Schlüsselspiel im Oktober gegen Kloten an: «Wenn wir dieses verloren hätten, bin ich nicht sicher, ob ich dann noch hier wäre.»

Lehrreiche zweite ZSC-Saison

Er habe aber stets das Vertrauen der Klubleitung gespürt, «dafür bin ich enorm dankbar». Auch sich selbst hat er ständig reflektiert und nach Verbesserungspotenzial gesucht. «Es ist dann zum Glück gelungen, die richtigen Knöpfe zu drücken», so der Zürcher, der betont, dass er viel für die Zukunft dazugelernt habe.

Nach Play-Ins: So gehts in der National League weiter

Bayer hat in dieser Saison ganz andere Erfahrungen sammeln können als in der letzten, wo alles rasant ging. Damals wurde er nach Weihnachten Nachfolger des aus gesundheitlichen Gründen unerwartet abgetretenen Marc Crawford (65), kurz danach hielt Bayer dank des Champions-League-Triumphs bereits den ersten Pokal in den Händen, es folgten die überzeugenden Playoffs mit der erfolgreichen Titelverteidigung.

«Beides war sehr lehrreich für mich», bilanziert Bayer. «Letztes Jahr kamen wir in diesen Flow. Diese Saison war es schwieriger, und da ging es darum, in solchen Situationen die Ruhe zu bewahren und die richtigen Schlüsse zu ziehen.» Ob Bayer auch die richtigen Schlüsse für die Playoffs gezogen hat, wird sich in den nächsten Wochen weisen.

Externe Inhalte
Möchtest du diesen ergänzenden Inhalt (Tweet, Instagram etc.) sehen? Falls du damit einverstanden bist, dass Cookies gesetzt und dadurch Daten an externe Anbieter übermittelt werden, kannst du alle Cookies zulassen und externe Inhalte direkt anzeigen lassen.
In diesem Artikel erwähnt
Was sagst du dazu?
Liebe Leserin, Lieber Leser
Der Kommentarbereich von Blick+-Artikeln ist unseren Nutzern mit Abo vorbehalten. Melde dich bitte an, falls du ein Abo hast. Noch kein Blick+-Abo? Finde unsere Angebote hier:
Hast du bereits ein Abo?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen