Darum gehts
- Gianni Infantino unter Druck: Uefa bestätigte Zahlung an Ex-Mitarbeiterin 2011
- Mutmassliche Geliebte erhielt 30 Prozent Lohnerhöhung und 160'000 Franken jährlich
- Fifa weist Vorwürfe zurück: Infantino betont Unschuld, nennt sie diffamierend
Der Druck auf Fifa-Präsident Gianni Infantino (56) nimmt zu. Nun bestätigte die Uefa eine Zahlung an eine Mitarbeiterin im Jahr 2011, die den Schweizer noch mehr in Schwierigkeiten bringen könnte.
Wie der britische «Telegraph» exklusiv berichtet, bezahlte die Uefa einer engen Mitarbeiterin ihres damaligen Generalsekretärs Infantino eine sechsstellige Summe und ein MBA-Studium, als diese den Verband verliess.
Lohnerhöhung von 30 Prozent
Zuvor war die Frau in der Uefa rasch aufgestiegen. Infantino soll seine mutmassliche Geliebte befördert und ihr eine Lohnerhöhung von 30 Prozent gewährt haben. Die Frau verdiente danach 160'000 Franken im Jahr.
In einer Erklärung am Freitagabend räumte die Uefa ein, dass eine Zahlung erfolgt sei. Die Uefa habe ihre Vorschriften seitdem «verschärft», um «denen einer modernen, hochkarätigen Organisation gerecht zu werden».
Fifa weist Vorwürfe zurück
Infantino war seit 2000 bei der Uefa in verschiedenen Positionen tätig und wurde 2009 Generalsekretär. 2016 verliess er den europäischen Verband, um Fifa-Präsident zu werden.
Ein Fifa-Sprecher sagt zu den «Telegraph»-Recherchen: «Fifa-Präsident Gianni Infantino weist diese Vorwürfe entschieden zurück, und sie sind kategorisch unwahr. Jede Andeutung von unangemessenem Verhalten oder Verstössen gegen Statuten oder Vorschriften ist diffamierend.»
Kein Mitarbeiter der Uefa und der Fifa habe jemals eine Beschwerde bezüglich Infantinos Verhaltens vorgebracht, «da es nie einen Vorfall gab, an dem er beteiligt war», so der Sprecher.