Grosser Verband hält ihm noch die Stange
«Machtmissbrauch» – nächster Angriff auf Fifa-Boss Infantino

Die Spielergewerkschaft Fifpro kritisiert Fifa-Chef Gianni Infantino scharf. Der Grund: der neue Klub-WM-Modus ab 2026 und geheime Pläne für ein Milliardenprojekt. Uefa droht mit Boykott der Fifa-Turniere.
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Bekommt nun auch von der Spielergewerkschaft Gegenwind: Gianni Infantino.
Foto: AFP

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Fifpro kritisiert Fifa-Chef Infantino wegen WM-Reform und Spielerüberlastung
  • Infantino wird vorgeworfen, seine Macht zu missbrauchen
  • Uefa droht Boykott, Vertrauen in Infantino schwer beschädigt, CAF unterstützt ihn
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Blick Sportdesk

Die internationale Vereinigung der Profifussballer Fifpro hat Fifa-Präsident Gianni Infantino scharf kritisiert. Hauptgrund für die Spannungen: die geplante Reform der Klub-Weltmeisterschaft, die seit 2025 mit 32 Teams stattfindet und fortan im Vierjahresrhythmus über die Bühne gehen soll.

Der Mitteilung der Fifpro zufolge sei dies ein «unvernünftiger Wettbewerb», der die Spieler überlastet. «Infantino muss aufhören, seine Macht zu missbrauchen, um Turniere zu schaffen, die nur ihm nutzen, ohne die Spieler zu konsultieren», heisst es weiter. In den Plänen sehe man eine klare Gefährdung der Spieler. «Er kümmert sich nicht um die Gesundheit der Fussballer. Sie dürfen nicht gezwungen werden, an einem Turnier teilzunehmen, das ihnen die verdiente Pause raubt.»

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«Nicht nur schlechtes Management»

Doch das ist nicht der einzige Streitpunkt zwischen der Spielervereinigung und dem Fifa-Boss. Infantino plant, Anteile an den Rechten der Fussball-Weltmeisterschaft an private Investoren zu verkaufen. Dazu soll ein neues Unternehmen, «Fifa Forward Enterprise», gegründet werden, das die Kontrolle über die führenden Männer- und Frauenturniere übernimmt. Ziel sei es, Einnahmen von bis zu 4,2 Milliarden US-Dollar für die Weiterentwicklung des Fussballs zu generieren.

Diese Pläne stiessen auf heftigen Widerstand. Im offiziellen Statement von Fifpro heisst es: «Ein Plan, der die Eigentums- und Verwaltungsstruktur der Fussball-Weltmeisterschaft für immer verändern könnte, wurde heimlich entwickelt, hinter verschlossenen Türen diskutiert und beinahe abgeschlossen, bevor der Fifa-Rat, die Mitgliedsverbände und die Spieler überhaupt von seiner Existenz erfuhren. Das ist nicht nur schlechtes Management. Das ist ein eklatanter Missbrauch der präsidialen Macht.»

Afrika steht hinter Infantino

Auch mehrere Kontinentalverbände, darunter Uefa, Concacaf, AFC und Conmebol, sprachen sich entschieden gegen die Initiative aus. Die Uefa drohte offen mit einem Boykott der Fifa-Turniere. Der Druck auf Infantino wurde so gross, dass er das Projekt bei einer Krisensitzung zurückzog und sich bei den Mitgliedern entschuldigte. Dennoch erklärte die Uefa, dass das Vertrauen in den Fifa-Präsidenten schwer beschädigt sei.

Anders siehts beim afrikanischen Kontinentalverband CAF aus. Dieser teilte am Donnerstagabend mit, weiterhin einstimmig hinter Infantino zu stehen. Auch die Argentinier halten dem Fifa-Boss weiterhin die Stange. «Der richtige Weg besteht darin, weiter unter seiner Führung zu arbeiten», soll Verbandspräsident Claudio Tapia in einem Brief an Infantino geschrieben haben.

Dieser Artikel ist zuerst auf sportal.bg erschienen. Die bulgarische Newsplattform gehört wie Blick zum Ringier-Verlag. 

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