«Haben kein Vertrauen in ihn»
Erste Nation fordert Infantino zum sofortigen Rücktritt auf

Der norwegische Fussballverband will, dass Fifa-Präsident Gianni Infantino unverzüglich zurücktritt. Diese Forderung äussert die Verbandschefin Lise Klaveness.
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Die norwegische Fussballchefin Lise Klaveness fordert den sofortigen Rücktritt von Gianni Infantino.
Foto: IMAGO/NTB
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Cédric HeebRedaktor Sport

Norwegen hat genug. Der Fussballverband der Skandinavier fordert Fifa-Präsident Gianni Infantino zum Rücktritt auf – als erste Nation. Zu diesem Schritt habe man sich in einem Meeting am Donnerstagabend entschlossen, wie die Verbandspräsidentin Lise Klaveness gegenüber dem «Guardian» sagt.

«Wir haben kein Vertrauen in Infantino», sagt die 45-Jährige. «Wir waren durchgehend besorgt, und jedes Jahr, ja zu jeder Jahreszeit, gab es einen weiteren Schritt in diese besorgniserregende Richtung.» Für Infantino gebe es keinen Weg zurück, so Klaveness, die dem norwegischen Verband seit 2022 vorsteht.

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Sie holt zum Rundumschlag aus: «Wir befinden uns weltweit in einer sehr polarisierten Zusammenarbeit und, ich würde sagen, im Chaos.» Aus diesem Grund werde man einen Brief an den Walliser verfassen und ihn dazu auffordern, «unverzüglich zurückzutreten, damit die weltweite Fussballgemeinschaft nach vorne blicken und in Zukunft zusammenarbeiten kann».

Norweger wollen zudem drei Beschwerden einreichen

Schon bei der Präsidentenwahl 2023 habe man nicht für Infantino gestimmt, das jetzt sei ein weiterer Schritt für Norwegen, so Klaveness, die als härteste Fifa-Kritikerin gilt: «Wir hatten gehofft, ihn irgendwann unterstützen zu können. Der Grund, warum wir uns in unseren Stellungnahmen immer so klar geäussert haben, war, das Signal zu senden, dass wir wollten, dass er die guten Reformen umsetzt, an denen er mitgewirkt hatte. Das hat er jedoch nicht getan, und nun werden wir ihn zum Rücktritt auffordern.»

Zudem werde der Verband drei Beschwerden an die Ethikkommission des Weltverbandes einreichen: zum mittlerweile geplatzten Plan der «Fifa Forward Enterprise» (FFE), zum Fall Balogun während der WM und zum Friedenspreis, den die Fifa an US-Präsident Donald Trump (80) übergeben hatte.

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